Mobilfunk fehlerhaft verschlüsselt: Student erhielt wegen Aufdeckung 15 Monate auf Be


Der Student erhielt 15 Monate Freiheitsentzug auf Bewährung. Er deckte im März 2015 auf, dass das dortige -Mobilfunknetz wegen fehlerhafter Verschlüsselung meistenteils abgehört werden konnte. TETRA wird in Slowenien von Teilen der Armee, der Geheimdienste, der Finanzbehörde und sogar von Mitarbeitern verschiedener Justizvollzugsanstalten eingesetzt.
Terrestrial Trunked Radio (TETRA) ist ein Standard für digitalen Bündelfunk. Ornig fing im Jahr 2012 an, gemeinsam mit 25 anderen Studenten das TETRA-Protokoll zu untersuchen. Im September 2012 bemerkte er, dass die Behörden das Protokoll fehlerhaft konfiguriert hatten. Über rund 70 Prozent der Zeit wurde die Sprache über das Mobilfunknetz umverschlüsselt übertragen. Mehr als zwei Jahre lang hat der Datenschützer geschwiegen. Als noch immer niemand auf seine Hinweise reagieren wollte, die er mehrfach adressierte, veröffentlichte er seine Erkenntnisse im März 2015. Sie sind beispielsweise .

Zwar wurden die Fehler in der Verschlüsselung nach der Veröffentlichung behoben. In der Folge wurden aber im April 2015 die privaten Räumlichkeiten von Dejan Ornig durchsucht. Man wirft ihm vor, mehrfach bei seinen Untersuchungen in behördliche Netzwerke eingedrungen zu sein. Das eines Polizeiabzeichen-Imitates brachte ihm zusätzlichen Ärger ein. Bei der Auswertung der beschlagnahmten Hardware fanden die Ermittler zudem Beweise, dass der Durchsuchte seinen Arbeitgeber abgehört hat. In den Aufnahmen wurde Ornig von seinen Vorgesetzten als „dumm“, „Idiot“ und mit anderen Schimpfwörtern .

Ornig habe laut Urteil auf eine Erlaubnis warten müssen, bevor er seine Untersuchung publik gemacht hat. Beim TETRA-Hack wurde laut Urteil der Betrieb der Funkstationen behindert. Die Tatsache, dass der Student mehr als zwei Jahre auf eine Reaktion und eine Behebung der von ihm gemeldeten Fehler gewartet hat, wurde bei der Urteilsfindung nicht berücksichtigt. Sollte der Verurteilte sein Fehlverhalten innerhalb der nächsten drei Jahren wiederholen, .

Ornig das Vorgehen der Behörden als einen „offensichtlichen Fall von Missbrauch der Polizei und der Staatsanwaltschaft zum Zweck der Rache und Vergeltung.“ Er wird sich bei nächster Gelegenheit sicher doppelt gut überlegen, ob er das Auffinden einer kritischen Sicherheitslücke . Die Bewährungsstrafe wird sich allerdings ohne Zweifel negativ auf seine Jobsuche nach Abschluss des Studiums auswirken.

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Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Re: Mobilfunk fehlerhaft verschlüsselt: Student erhielt wegen Aufdeckung 15 Monate au

immer wieder erstaunlich, wie eigentlich "schlaue" leute derart von sich überzeugt sind, so etwas nicht anonym und ohne jegliche rechtsberatung durchzuziehen - brad-manning-effekt in voller blüte :m..
 
Re: Mobilfunk fehlerhaft verschlüsselt: Student erhielt wegen Aufdeckung 15 Monate au

Was Manning passiert ist, hat ja wohl auch der Allerletzte mitbekommen. Ich hoffe, dass sich das nicht wiederholen wird.
 
Re: Mobilfunk fehlerhaft verschlüsselt: Student erhielt wegen Aufdeckung 15 Monate au

Ich an deren Stelle hätte den Kerl eingestellt und nen Job gegeben.
 
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