Mit Rauchen ein Ende setzen

Ich habe 2011 aufgehört von jetzt auf gleich. Dann Ende 2013 wieder angefangen, wegen Stress. Bin dann 2014 auf die E-Zigarette umgestiegen, also noch vor dem Hype und bevor man viele auf der Straße damit hat rumlaufen sehen. Bei mir hat's zumindest mit dem Nicht-Rauchen geklappt. Dampfen tue ich aber immer noch. Mich stört's nicht, habe keine Nebenwirkungen bisher, einziges Manko ist halt, dass es weiterhin Geld kostet. Ob die Sucht nur verlagert ist, ist mir wumpe. Ich stinke nicht mehr, habe wieder einen normalen Geschmackssinn und kein Bedürfnis nach normalen Zigaretten. Alle paar Monate ziehe ich mal testweise an 'ner Kippe - sie schmecken wieder so eklig wie am Anfang.

Kenne außer mir aber viele Leute, die es mit der E-Zigarette probiert haben. Komplett weg vom Rauchen ist durch die E-Zigarette von 7 Freunden nur einer. Willensstärke braucht's demnach trotzdem, es ist halt kein Wundermittel.
 
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  • #22
Ich halte auch nichts von irgendwelchen Medikamenten oder der gleichen.
Ich bin auch der Meinung, dass allein der Wille zählt. Man muss selbst echt diszipliniert sein und sein Schweinehund besiegen. Und da fängt es schon an. Viele geben da deswegen auf, weil es eben unheimlich schwer ist. Ich finde die Zigarette, total schlimm, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern, dass es soweit psychisch so einem in den Griff halten kann, dass du von der Kacke nicht los wirst. Das ist echt ein Teufelskreis. Eigentlich total dumm, dass wir überhaupt so ein Dreck rauchen, es bringt einem überhaupt nichts, im Gegenteil. Der das erfunden hat, ist ein Mensch gewesen, der nicht sonderlich auf die Gesundheit Wert gelegt hat, sondern mehr aufs Portmonee. Ähnlich auch wie Alkohol.
 
Richtig, es gibt dann auch die Menschen, die einfach so aufhören. Vaddern sei hier auch genannt. Damals, Anfang 20 schon. "Ich rauche nicht mehr!" Gesagt. Getan. (Wenn das bei mir nur mal mit Bier klappen würde....)
 
Richtig, es gibt dann auch die Menschen, die einfach so aufhören. Vaddern sei hier auch genannt. Damals, Anfang 20 schon. "Ich rauche nicht mehr!" Gesagt. Getan. (Wenn das bei mir nur mal mit Bier klappen würde....)

Ich habe kein Problem einfach aufzuhören. Ich habe ne kurze Zeit ( 5 Jahre ) relativ regelmäßig geraucht. Irgendwann waren mir die Nebenwirkungen dann aber zu viel und ich hab mir einfach keine Packungen mehr gekauft.
Klappt bis heute 1a.

Sobald ich aber das 2te bzw. 3te Bier getrunken habe ist das ganze ein Glücksspiel und mit Pech lande ich für diesen Abend wieder im Leben des Rauchers.
Ich habe mich weitestgehend damit abgefunden, auf E-Zigaretten habe ich keine Lust.

Vlt ändert sich das auch irgendwann noch einmal, who knows.

Iim Gegenteil. Der das erfunden hat, ist ein Mensch gewesen, der nicht sonderlich auf die Gesundheit Wert gelegt hat, sondern mehr aufs Portmonee. Ähnlich auch wie Alkohol.

Zu sagen das es zu diesem Zweck erfunden wurde ist nicht so richtig, viel mehr war es eine Art Zeremonie welche sich anschließend im in der Welt verbreitet hat.
Kommt glaub ich aus Amerika/Kuba die ganze Geschichte.
 
Halte von Hypnose, Medikamenten etc. Nichts, letztlich ist es eine Frage der Selbstdisziplin und des eigenen Willens.

Klar, der eigene Wille, es zu lassen, MUSS da sein!

Ich selbst bin schon immer aktiver Nichtraucher, aber mein Patenonkel und ein Kumpel haben jeweils durch Hypnose dauerhaft aufgehört mit dem Rauchen.
Keine Ahnung, was da wirklich ablief, aber mein Onkel raucht seit ~ 25 Jahren nicht mehr, mein Freund seit ca. 20 Jahren nicht mehr.

Beide hatten es mit alternativen Methoden schon länger ausprobiert und wurden immer wieder rückfällig. Seit den Hypnosesitzungen sind sie aber nikotionfrei. Völlig ohne Ersatz, wie Nikotinkaugummi, Pillen oder anderem Zeug.
Weshalb das bei denen beiden per Hypnose geklappt hat und bei anderen gar nicht, kann ich nicht sagen.

Groß zugenommen haben beide ebenfalls nicht, weil man ja oft sagt, dass Süsses eine Art Ersatz für's Rauchen wäre.



Da der Großteil meiner Freunde Raucher sind, muss ich das Rauchen aushalten, kein Problem.

Auf 'Freunde', die mir den Kopf rücksichtslos vollqualmen, verzichte ich gerne. :)
In meinem näheren Freundeskreis raucht inzwischen nur noch einer (wieder). Er geht halt alle Stunde mal raus, wenn er das Bedürfnis hat.

Übrigens für mich war das Rauchverbot in Restaurants (etc.) einer der Meilensteine gegen das Rauchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja klar, der Wille zum Aufhören sollte da sein.
Ich denke aber, dass man den Willen nicht unnötig herausfordern muss, sondern durchaus aktiv unterstützen darf.

Es geht ja nicht darum ein Spiel zu gewinnen, sondern viel mehr sein eigenes Leben zu retten.
Da halte ich E-zigaretten, bzw. andere Substitute für legitime Mittel.
 
Das bedeutet aber in der Sucht zu verharren und nur Symptome zu behandeln, nicht die Ursache.
 
@KaPiTN:
Eventuell habe ich mich durch das Wort "substitute" zu sehr eingeschenkt.

Sowas wie Hypnose, oder temporäre Einnahme von Tabletten, bzw. der Weg: Zigarette, Dampfe, Dampfe ohne Nikotin, aufhören.
Halte ich alles für durchaus legitim.

aber selbst wenn, ein süchtiges Leben mit reduzierten Schaden ist besser als ein süchtiges Leben mit Lungenkrebs.
 
Sicher. Aber wenn bei einem Auto Abgase die Fahrgastzelle dringen, ist mit offenen Fenstern zu fahren sicher eine Möglichkeit, die Gefährdung zu verringern, aber halt keine Lösung. ;) :D
 
Generell kann man mal versuchen mit 'Willenskraft', aber spätestens, wenn das nicht klappt, dann muss man dem Rechnung tragen.

mrmk hat wohl auch schon mehrmals versucht, aufzuhören, von daher ist ein Verweis auf Willenskraft eher nicht zielführend.
mag es in der postulierten Form geben oder nicht, aber sicher ist, dass Menschen nun einmal keine rein rationalen Wesen sind und nicht unbegrenzt und bedingungslos die psychologische Wahl haben, etwas zu tun oder nicht.

Ich bin auch der Meinung, dass allein der Wille zählt.
Das sind tendenziell so Aussagen von Menschen, die zwanzigmal versuchen, etwas zu ändern und es nicht schaffen. Die Überzeugung (allein der Wille zählt) solltest du ändern. Denn sie ist ganz offensichtlich falsch und führt nur dazu, dass du a) dir selber Schuld gibst und b) immer wieder das selbe versuchst.
Schau stattdessen, was wissenschaftlich belegt gute Ergebnisse bringt und was für dich gut funktioniert und wie du z.B. Trigger vermeiden kannst, wie du Muster unterbrechen kannst, wenn sie angetriggert werden und wie du möglichst schnell recovern kannst bei einem Rückfall.
 
aber halt keine Lösung. ;) :D

ähm doch.
Ich rauche, ich nehme 12 Wochen Tabletten, ich rauche nicht mehr - dauerhaft.
Das ist für mich eine Lösung.

Ich rauche. ich steige auf dampfen um, ich reduziere den Nikotingehalt, ich rauche nicht mehr - dauerhaft.
Das ist für mich eine Lösung.

Aber selbst wenn ich auf der Dampfe hängenbleibe, oder nikotinpflaster/kautabak, etc dauerhaft nehme.
Die Situation ist objektiv besser als vorher.

oder um bei deinem Auto zu bleiben.
Mit offenen Fenster fahren ist so lange eine sehr gute Lösung, solange Reparatur oder neukauf nicht in Reichweite sind, oder?



Was soll die Obsession mit Willenskraft?
Hier geht es nicht um ein Spiel und Fairplay, hier geht es ums potentielle Überleben.
Da sollte man seine Willenskraft so gut von außen unterstützen wie man kann.
 
Schau stattdessen, was wissenschaftlich belegt gute Ergebnisse bringt und was für dich gut funktioniert und wie du z.B. Trigger vermeiden kannst, wie du Muster unterbrechen kannst, wenn sie angetriggert werden und wie du möglichst schnell recovern kannst bei einem Rückfall.

Oder schau stattdessen, was auch wissenschaftlich belegt ist, wie dein Wille "funktioniert" oder was deine Gewohnheiten sind und wie du sie änderst.
Ist besser als iwelche Tabletten oder Nikotinpflaster...wie ich finde

Wenn Buchempfehlung gewünscht sind, gerne melden, auf mein video würde ja nicht eingegangen...:unknown:
 
Das bedeutet aber in der Sucht zu verharren und nur Symptome zu behandeln, nicht die Ursache.

Die Ursache des Rauchens gibt es so nicht. Man fängt halt mit 14 oder 15 von mir aus auch erst mit 18 (immer noch jung) an und raucht dann und wird mit den Jahren süchtig. Ursache ist hier Quatsch. Insofern richtig wenn man E-Zigs raucht um das ungesunde Rauchen aufzugegen, darum gehts ja. Das Rauchen an sich ist ok, nur es ist einfach ungesund, E-Zigs sind es nach meinem Kenntnissstand nicht.
 
Es geht um die Ursache des Problems, daß man nicht aufhören kann.
Ja stimmt, habs anders interpretiert was du sagtest. Nun gut wenn ich so die anderen Beiträge lese, klappt es tatsächlich sehr gut mit dem Kaltentzug, Einfach aufhören von heute auf morgen und dann durchbeissen, bis z.B. in meinem Fall es nach 4-5 Jahren so ist dass man quasi befreit ist. Nikotin-Pflaster, E-Zigs, Medis, ja die bekämpfen nicht die
Es geht um die Ursache des Problems, daß man nicht aufhören kann.
Ursache
 


Weil mrmk es mit reiner Willenskraft nicht schafft, heißt das aber im Umkehrschluss nicht automatisch das das dann für alle gilt - gibt ja hier, inklusive mir, genügend Gegenbeispiele die sich einfach von ein auf dem anderen Tag gesagt haben: Arschlecken, ich rauche jetzt nicht mehr. Und wie gesagt, ich habe sehr viel geraucht ... mit meiner Selbstdisziplin ist es eigentlich eher bescheiden bestellt ;)

Letztlich muss jeder selber wissen wie er sein Ziel am ehesten erreicht, aber sich eine Ersatzbefriedigung angewöhnen (z.B. dampfen und immer noch fleißig Giftstoffe konsumieren, auch wenn Teer etc. wegfällt) finde ich ist dann keine Problemlösung, sondern Problemumlagerung. Sein Suchtverhalten wird halt nur auf ein anderes Medium umgelenkt. Genau so wie ich es nicht für förderlich halte zum "Ausgleich" tonnenweise Süßigkeiten/Essen in sich zu stopfen ... oder die regelmäßige Zigarette durch regelmäßiges Bier zu tauschen ^^ das man da ggf. den ein oder anderen Fehlschlag hat ist denke ich normal, mich hat einfach das + auf dem Konto motiviert. Zu der Zeit hat das Big-Pack irgendwie 5,95€ gekostet, bei 1 1/2 Stück am Tag (+ dem Päkchen Tabak von meinem Mann) kommt da im Monat schon eine Summe zusammen, die aufs Jahr hochgerechnet doch den ein oder anderen Urlaub ergibt. Das ich irgendwann die Treppen besser hochgekommen bin, die Klamotten nicht mehr ständig gestunken haben, die Wohnung nicht mehr so gestunken hat und der Staub, der überall saß, nicht mehr so klebrig war, waren dann Sachen die mir hinterher erst verstärkt aufgefallen sind.

Eine Verwandte meinte letzten Sonntag zu mir, sie würde zu Datum XY aufhören, weil sie da ja Urlaub hätte und dann weniger Stress hätte. Ich habe mir dann mal erspart das es auf die Art sowieso nicht klappt. Man kann das nicht planen. Das endet ziemlich sicher in "ach, eine geht noch" und zack steht man vor dem Automaten und zieht sich eine neue Schachtel. Ich hatte irgendwo mal gelesen das so nach drei Jahren das Verlangen abnimmt. Kann ich so btw. nur bedingt bestätigen. Ich habe in sechs Tagen fünfjähriges rauchfrei (ja, der Termin ist im Kalender vermerkt), bis vor rund einem Jahr hätte ich zu gewissen Gelegenheiten durchaus mal zugegriffen, es aber eben nicht gemacht. Rauche ich eine, bin ich sofort wieder drauf - das brauch ich nicht mal ausprobieren, das weiß ich einfach ;)
 
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