Mit Rauchen ein Ende setzen

mrnk

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27 Mai 2014
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Hallo zusammen,

haben wir hier einige Kandidaten, die Jahre lang geraucht haben und trotzdem geschafft aufzuhören? Wenn ja, was habt ihr gegen eure Sucht getan, dass ihr es überstanden habt?

Ich möchte aufhören, aber die verdammte Sucht holt mich ein und kriege es nicht in den Griff.
 
Ich habe mir gesagt, dass die Zigarette bzw der Tabak mich nicht unter Kontrolle haben darf, denn das war der Fall.
Dann war mein Wille zu stark.
Hilfsmittel wie Pflaster und eine Schachtel Kräuterzigaretten haben ebenfalls geholfen.

Nach ein paar Jahren hatte ich einen Rückfall, für ein paar Monate wieder auf 2 Schachteln am Tag hoch. Hab dann aber auch einfach wieder aufgehört, ohne Hilfsmittel.
 
Regel Nummer 1:
denk nicht drüber nach, je öfter du daran denkst "jetzt hab ich XX Stunden nicht geraucht", desto mehr steigt das verlangen.

Such dir Ablenkung, such andere Möglichkeiten dich zu beruhigen. Brich mit alten Gewohnheiten, eigentlich ist Rauchen eine Gewohnheit, weniger die sucht nach Nikotin. Reduziere die Koffeinzufuhr - sobald ich einen Kaffee getrunken hatte, hatte ich lust zu rauchen, gleiches beim Bier.
Du brauchst eine Sinnvolle Beschäftigung für die Zeit, die du dir sonst zum rauchen genommen hast - iss nen Apfel.

Jegliche Ersatzprodukte (dampfen), Pflaster, Nikotinkaugummies helfen finde ich nicht, viele verlagern die sucht auch einfach nur.
 
Meine Mutter hat es über die letzten 30 Jahre immer wieder erfolglos versucht.

Seit letztem Jahr nimmt sie irgendwelche Tabletten. kA welche, die hat ihr ein Arbeitskollege empfohlen. Nach 30 Jahren erfolglosen Versuchen hat sie die letzte geraucht, diese Tabletten begonnen und ist nun seit zwei Jahren rauchfrei. Sie hat nicht einmal das Verlangen, eine zu rauchen. Nie.

kA was das ist. Irgendwelche Chemiescheiße bestimmt. Aber wirkt wohl. kA.... wenns gewünscht ist, kann ich mal fragen.
 
Vielleicht magst du dich ein wenig mit dem Thema Neuroplastizität beschäftigen, einfach als Schlagworte "Sucht" und "Neuroplastizität" bei Google eintippern.

. Auszug:

"Man kann einsehen dass, wenn derartige Veränderungen eingetreten sind als Gegenmaßnahme “ho-ruck-Aktionen” keine Normalisierung und Genesung bewirken können, sondern dass entsprechende Veränderungen in die “richtige Richtung” nur durch (mühsame) “Kleinarbeit”, durch wiederholtes achtsames Tun sprich durch Achtsamkeit in Verbindung mit anderen Maßnahmen erreicht werden.

Einsicht, Achtsamkeit und stetige Bemühung – darauf kommt es an.

Nur ständige Bemühung in die richtige Richtung und die angemessene Handlung (positive Bemühung – Gewöhnung – Gewohnheit in die richtige Richtung) können eine Dekonditionierung bewirken. In diesem Fall kann man vom positiven Lernen sprechen.
"
 
Ich hatte einen Grund aufzuhören und habe sie einfach weggeschmissen.
 
Mein Self-Regulation Handbuch scheint sich eher dazu auszuschweigen in dem Kapitel - habs aber grad nur mal überflogen.
Generell gibt es ja einen HAUFEN Forschung zu dem Thema. An deiner Stelle würde ich schauen, bei welchen Methoden die meisten Menschen nach 6 bzw. 12 Monaten noch rauchfrei sind.
Nach meiner Erinnerung ist kalter Entzug besser als graduell aufhören - gilt auch beim Diäten, mit einer radikalen Diät beginnen ist im Schnitt besser, als sanft einsteigen (immer aus psychologischen Gründen).

Am Ende wird dich aber nichts davon befreien, Willenskraft aufzubringen.
Von daher ist ein guter genereller Rat: Nicht gleichzeitig weitere Gewohnheiten umstellen - also nicht noch mit Sport anfangen, ne Diät anfangen o.ä.
Viel / Genug / Mehr schlafen. Selbstregulierung bricht bei Schlafentzug stark ein.
 
@Hector:
Grade mal nachgeschlagen.
Vareniclin heißt der Wirkstoff und soll einerseits die Nikotinrezeptoren im Hirn blockieren.
Damit reduziert es die Nachfrage des Hirns, andererseits blockiert es extern hinzugefügtes Nikotin.

Kann also sein, dass es tatsächlich funktioniert.
Wenn man allerdings danach sucht bekommt man eine elend lange Liste an möglichen Nebenwirkungen.
Es steht es stark im Verdacht Depressionen bis hin zu autoagressiven, oder suizidalen Verhalten auszulösen.
Gut, wer mal die Beipackzettel von $Medikament liest, die klingen alle net so geil, aber das liest sich echt nicht schön.

Wär cool wenn es funktioniert, aber wer das in Erwägung zieht, sollte vorher noch mal genauer Nachschlagen als ich es grade in 5 Minuten getan hat.
Nicht das man sich vom Regen in die Traufe begibt.
 
@Seedy:

Aye, auf jeden Fall.
Ich weiß halt nur, dass Muddern meinte, sie hat so Tabletten und damit funktioniert das super. Was es ja dann auch tat.
Dass da jeder Individuell schauen muss, ist klar.
 
Vermutlich ist meine Erfahrung nur bedingt aussagekräftig, da ich nie wirklich viel und/oder lang geraucht habe, aber ab und an neige ich in extrem stressigen Situationen dazu hin und wieder mal zum Klimmstengel zu greifen und auch wenn ich sonst nicht gerade behaupte, immer diszipliniert zu sein - kann ich das alles jederzeit von heut auf morgen anfangen oder aufhören, daher denke ich, ist der Wille das größte Problem. Ein bewusstes, nein ich kaufe keine neue Schachtel und nein ich muss die angebrochene auch nicht leer rauchen. Ich verschenk ggf. den Rest oder kauf eben danach keine neue mehr. Ist beim Alkohol genau so, in gewisserweise gibt man ja bewusst Kontrolle ab, aber man kann sich sich auch bewusst wieder zurück holen. Klar vielleicht ist es bei mir nicht zur Gewohnheit geworden, das habe ich von Anfang an auch vermieden weil ich das gar nicht erst wollte, aber wenn man sich dabei ertappt, in ein eingeschlichenes Muster zu verfallen "einfach" dagegen entscheiden. Vielleicht muss man sein Muster erst erkennen, wäre mein erster Schritt. Wann mach ich das, warum mach ich das, was mach ich dabei? Je bewusster man sich dem wird, desto eher kann man es selbst unterbinden.
 
@Abul:

Krass. Weiß ja nicht, ob ihr das vorher bewusst war. Na ja, in dem Fall ging es gut.
 
Sowas klinkt fast immer schlimmer als es ist.
Mein Medikamente, die ich täglich nehme, klingen in etwa so:

Häufige Nebenwirkungen:
Nasen-Rachenentzündung, Essensverweigung, verminderter Appetit, seelisches Ungleichgewicht, Aggression, Unruhe, Angst, Depression, Reizbarkeit, anormales Verhalten, Schwindel, sinnlose Bewegungen, Rastlosigkeit, Schläfrigkeit, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzklopfen, Bluthochdruck, Husten, Rachenschmerzen, Kehlkopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Magenbeschwerden, Mundtrockenheit, Haarausfall, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht, Gelenkschmerzen, Fieber, Veränderungen von Blutdruck und Herzschlag (meist eine Erhöhung), Gewichtsabnahme.

Liest sich auch brutal, ich hab davon nur den verminderten Appetit :unknown:


Beim Rauchen muss man allerdings auch gegenrechnen:
Sind die "möglichen" Nebenwirkungen schlimmer als die vom rauchen?
Gilt ja bei der E-Zigarette auch: Sie muss nur weniger schlimm als eine Zigarette sein, nicht völlig unbedenklich.
 
Einfach aufhören. Zich Jahre intensiv geraucht und dann vom ein auf den anderen Tag von 1 1/2 Big-Packs auf 0. Man muss halt wirklich wollen, sonst wird das nichts. Halte von Hypnose, Medikamenten etc. Nichts, letztlich ist es eine Frage der Selbstdisziplin und des eigenen Willens.

Viel Glück dabei.
 
ja so habe ich es auch gemacht damals, 2007, angebrochene Marlboro Schachtel noch gehabt und die dann in die Mülltonne gefeuert. Und von da an hiess es durchbeissen, durchhalten, den Schmacht aushalten, das ging einige Jahre so, dauert auch, da muss man sich nichts vormachen. Erfordert halt Disziplin. Heute 2018 kann ich sogar eine Kippe in der Hand halten und ich habe 0,0 Bezug dazu. Da der Großteil meiner Freunde Raucher sind, muss ich das Rauchen aushalten, kein Problem. Aber wie gesagt die Ersten Jahre nach dem Radikal-Abbruch des Rauchens sind hart. Viel Glück ja
 
@Abul: Mal alle Nebenwirkungen nachgeschlagen:

3/4 davon können auch bei einem normalen Rauchstop auftreten (also ohne Medikamente, Pflaster etc.). Selbst Depression etc. wenn man unbedingt rauchen will und nicht kann.
 
Ich hab's graduell geschafft:erst mit Nikotin Kaugummis und dann zum Schluss schnupftabak. Das zog sich über mehrere Jahre hin mit ein, zwei rückfällen.
 
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