Als Laufzeitumgebung wird auf Chromium gesetzt. Somit ist das Ganze im Grunde genommen nur Skype for Web das als Paket angeboten wird. Gespräche werden daher auch über WebRTC abgewickelt. Microsoft begründet dieses Vorgehen damit, dass so auch die nächsten Jahre Support geliefert werden kann.
Würden sie das Projekt open source stellen und die Kooperation mit der NSA und anderen Regierungen einstellen, indem sie bspw. End2End-Verschlüsselung implementieren, wäre ein Support durch riesige Entwickercommunitys gesichert. Abgesehen davon könnte man natürlich auch noch auf Werbung im Produkt verzichten, das würde sicher auch ganz gut ankommen.
Langsam glaube ich, dass Microsoft Linux mittlerweile wirklich ganz okay findet.
Ich glaube Microsoft hat mittlerweile eingesehen, dass sie vom Linux und OpenSource-Markt von den Füßen gerissen werden können.
Während Linux früher wenigen Bastlern und dem Servermarkt vorbehalten war, kann es heute mehr denn je auch an Endanwender gebracht werden.
Android* auf dem Smartphone- und Tablet-Markt, ChromeOS*. Settop Boxen wie die ganzen Streaming Boxen, aber auch low end Konsolen basieren immer häufiger auf Linux bzw. um genauer zu sein Android. Selbst der Gamingbereich wendet sich mehr und mehr von Windows ab, besonders vorangetrieben durch Steam mit Steam für Linux und SteamOS*.
Bezüglich Videotelefonie legen Services wie Facebook oder WhatsApp und die Cryptomessenger immer mehr zu. Microsoft konnte sich mit Skype nur durchsetzen, solange sie die Plattform beherrscht haben und auch noch ein quasi-Monopol hatten. Dank nahezu gleichwertiger Alternativen, die günstiger daher kommen und zum Teil schlicht besser und kostenlos sind, gerät Microsoft unter Druck und muss handeln.
* Es handelt sich um modifizierte Linux Distributionen.
Zu Audio- und Video- Telefonie und Konferenzsoftware könnte man ganze Bücher verfassen. Allein die populären Produkte für den privaten Einsatz sind schier endlos. Daneben gibt es diverse professionelle Produkte, die zum Teil sogar open source und (kosten-)frei zur Verfügung stehen.
Hoffentlich gibt's bald MS Office und Co. für Linux zu kaufen mieten und andere Entwickler ziehen nach (von Adobe würde ich mir das als Erstes wünschen).
Wozu willst du MS Office auf Linux Kisten? Entweder einen feinen TeX Editor oder ein beliebiges offenes Officepaket (Libre, Open, ...). Bis auf der Inkompatibilität zu MS Produkten, die durch das geschlossene System entstehen, welches MS aufgebaut hat, sehe ich bei MS Produkten keinerlei ernst zu nehmende Vorteile.