Mehr Geld

Das er ihn vorher unterschreiben soll, dass hat er nicht gesagt. Nur zum vorlegen um zu unterfüttern, dass man mehr bekommen könnte.

Bei einer Freundin in der Firma hat jetzt ein wichtiger Kollege gekündigt. Der ist zum Vorgesetzten und hat seine Kündigung mitgeteilt und und auf die Frage warum, hat er die besseren Konditionen genannt, worauf der vorgesetzte ohne große Überlegung auf das Gehalt der neuen Firma nochmal 10%-15% draufgelegt hat. Hat ihm dann aber auch nicht mehr weitergeholfen.

In die Richtung wollte PlanB gehen, nur halt ohne die Kündigung, aber grob sind die Fälle sicherlich vergleichbar. Man muss dann unter Umständen damit leben, dass das nach hinten losgeht. Die Bewerbung und das Umsehen kann beim Chef ja auch negativ aufgenommen werden.
 
Würde ich generell nur machen, wenn ich auch wirklich bereit bin zu gehen und das alternative Angebot annehme dann.
Beim Chef läuft man nach so einer Aktion natürlich in der Kategorie "den so bald wie möglich ersetzbar machen"
 
Nötigung ist kein guter Plan. So würde ich das als Chef auffassen. Mehr Geld ist natürlich klasse. Mehr Geld und ein angenehmes Arbeitsklima und sicheres Umfeld besser.

Beim Chef läuft man nach so einer Aktion natürlich in der Kategorie "den so bald wie möglich ersetzbar machen"

Exakt!
 
Einen neuen kriegen wir sicherlich nicht, weswegen ich das eben auch anspreche.

Mich würden auch weniger die Gründe interessieren, als eben die Zahl, die ich Brutto mehr auf den Tisch legen sollte ... das ist mein Hauptproblem.

Um dem Problem zu entgehen, dem Unternehmen die Pistole auf die Brust zu setzen:

Recherchiere nicht, wie viel du woanders verdienen würdest (mit evtl. ja sogar anderen Aufgaben), sondern wie viel das Unternehmen für deinen Nachfolger bezahlen müsste - ungeachtet dessen, dass es unwahrscheinlich ist, deinen Nachfolger gleich am nächsten Tag zu haben. Wenn es dann so ist, dass das Unternehmen dem Neuen mehr bezahlen müsste, als du jetzt verdienst, verdeutlichst du im Gespräch, dass du (1) natürlich nicht kündigst und (2) du dem Unternehmen keine Geschenke machst. Dass es teuer und langwierig wäre, jemanden für dich als Ersatz zu finden, brauchst du sicherlich nicht zu erwähnen.

Letztendlich muss sich das Unternehmen tragen, wenn es alle Mitarbeiter zu regulären, zeitgemäßen und realistischen Löhnen beschäftigt; ansonsten subventionieren die Mitarbeiter das Geschäft. Wenn dein Chef also anmerken sollte, dass es nicht möglich wäre, die entsprechenden Löhne zu zahlen, wäre das Unternehmen vermutlich nicht besonders gut aufgestellt, und es gäbe gute Gründe für dich, es so oder so bald zu verlassen (oder sich krass zu engagieren, dann jedoch mit Blick auf Unternehmensbeteiligung, Gewinnausschüttung und Risikoübernahme, was natürlich häufig ausgeschlossen oder unerwünscht ist).

Wenn dein Nachfolger hingegen nicht mehr verdienen würde als du, müsstest du zunächst dein Aufgabenspektrum erweitern, um dann kurz darauf dieselbe Schiene zu fahren, nur eben mit anderem Vergleichsmaßstab.
 
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