Mehr Cores - weniger Gigahertz - dennoch mehr Leistung?

theSplit

1998
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Ich stöbere gerade mal in einem meiner Lieblings Online Shops und baue mir mein neues "Traumequipment" zusammen.

Dabei fällt mir wie immer auf, je mehr Cores die CPUs haben, desto weiter sinkt die mögliche Gigaherzbandbreite die geleistet werden kann.

Jetzt mal die simple banale Frage in den Raum geworfen, mehr Cores, weniger Gigahertz, dennoch mehr Leistung?

Ich finde das kann man gar nicht so leicht beantworten oder? - Einfach zu sagen, nur weil man rein theoretisch mehr parallele Aufgaben bewältigen kann - welche aber langsamer ausgeführt werden? Oder irre ich mit der Annahme?

Es muß doch vermutlich auch darauf ankommen wie die Anwendung gestrickt sind die dort laufen - manche laufen nur auf Single Core - da wäre rein von meiner Logik die Leistung relativ gesehen schlechter weil mit weniger Gigahertz für diesen Task zu Verfügung stehen. Genau andersherum bei einer Anwendung die viele kleine Aufgaben (Threads, Tasks, Events...) auf den Weg bringen welche dann parallel berechnet werden können bis das Ergebnis aller zusammengefasst ausgespuckt wird - oder?

Oder rechnet man damit das jedem Core die Bandbreite in Gigahertz zu Verfügung steht, worauf hin 8 Cores mit 3 Ghz schneller arbeiten als 4 mit 4 Ghz?

Ist meine grundlegende Annahme richtig oder habe ich dabei einen Denkfehler? Ich wollte das Rätsel jetzt mal endlich für mich aufklären weil mir der Zusammenhang, was wirklich mehr Leistung ist, nicht richtig klar wird. :)

PS: Was ja noch dazu kommt sind die massiven Preisunterschiede zwischen Quad Core, 6, 8, 12.... Core CPUs....
 
Was Hardware wirklich leistet da würde ich mich ausschließlich auf Programm und Spielebenchmarks verlassen.

Das über die Theorie zu ermitteln ist bei weitem zu kompliziert.
 
@theSplit:
Verlass dich lieber auf Elric, dem ist diese Theorie sicher nicht zu kompliziert um sie zu ermitteln. ;) :T

jm2c
 
Sehr gute Frage tatsächlich!

Manche CPUs führen mehr Instruktionen per Takt ( ) als ihre Vorgänger- oder Konkurrenzmodelle aus.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Verarbeitungswarteschlange zu sortieren, damit die Instruktionen effizienter abgearbeitet werden können. Wenn eine Instruktion immer wieder ausgeführt werden soll, wird sie in den Cache der CPU gelegt und das Ergebnis kann leichter berechnet werden.

Manche haben auch eine größere Wortbreite (= man kann mehr Informationen in einen Rechenzyklus packen, z.B. 64 bit oder 128 bit) und eine schnellere Anbindung an den RAM (Bus speed). Man kann auch eigene spezialisierte Untereinheiten in den Prozessor einbauen – neuere CPUs haben z.B. eine AES-Einheit, mit der sie die bekannte Verschlüsselung weitaus schneller ausführen können.

Weitere Infos:
 
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  • #5


Seti@home ist gerade down :(
Und Elric fixed gerade die Datenbank ( ;) *witz* ) und schlägt nochmal ein paar Millionen WUs während dessen auf seinen Account :D

Aber ein anderes Thema eigentlich, ich überlege jetzt nicht explizit mir für Seti nen Rechner zusammen zu bauen um Elric dann zu umrunden ;) :D





Gibt es bei so etwas eine Vergleichsmöglichkeit (im Netz?) zum IPC, L2 Cache, L3 Cache ? Ist eine Intel Xeon automatisch schlechter oder besser als ein Intel K oder X Modell ein anderen Serie auch mit vielleicht mehr oder weniger Gigahertz wenn der Turbo dazukommt?

Die Frage betrifft ja auch Single Task Anwendungen oder speziell Multitasking-fähige Anwendungen die erst wirklich durch die richtige Programmierung Aufgaben auf die Cores aufteilen können. Was jetzt vielleicht nicht für jede Software gilt da unbedingt alles für Multithreading programmiert werden kann.

Ich find deinen Beitrag aber dennoch interessant. :T
 
Auch wenn von November 2015, da lässt sich auch nach Overall/Gaming/Applications filtern, jetzt mal unabhängig der Funktionsweise, wenn es dir eh nur darum geht irgendein Fantasiesetup (und so hört es sich an) zusammen zu stellen.

Lg,
 
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  • #7
Im Grunde ja, ich schaue was gehen würde damit ich nicht dreimal die CPUs wechsenl müßte, sprich noch mehr Geld in ein Setup pumpen brauch.

Es geht also nicht explizit um ein Modelvergleich von CPU X zu CPU K sonder auch wie sich die Performance und Unterschiede bemerkbar machen und wie man diese Angaben lesen und verstehen darf die die Shops haben.

Edit: Wobei ich gerade merke, so ganz ohne Beispielangaben von Modellen kann man auch schlecht auf irgendwas hinweisen ;) Von daher sind natürlich Empfehlungen auch willkommen, auch wenn es nicht direkt jetzt die Frage speziell klären sollte :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Neuere Prozessor-Architekturen schaffen mehr Instruktionen per Takt ............ aber nicht jede Anwendung profitiert auch davon. Wenn man das noch paart mit Single- oder Dual-coreanwendungen könnte ein übertakteter C2D einen halbwegsaktuellen Xeon schlagen.

Ich denke man soll also den/einen Prozessor nach geforderter Anwendung wählen.
 
Naiv ausgedrückt:
Mehr Cores, weniger Ghz: Eine höher getaktete CPU wird logischerweise wärmer. Mehr Cores, mehr Hitze. Also wird vermutlich niedriger getaktet.

Mehr Cores, höhere Geschwindigkeit: Wenn ich Avidemux rechnen lass oder der gcc Libre Office compiliert, dann merkst du das auf jeden Fall. Bei vielen Spielen hingegegen siehst du häufig, dass 1 Core auf ca. 100% läuft und sich die anderen nur langweilen.
 
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  • #10
Das was du sagst @musv, sehe ich auch - vielleicht mit etwas naiver Herangehensweise ohne zu viel Erfahrung in dem Bereich, als Problem im Thema des was mit Multitasking von Anwendungen möglich ist.

Gewisse Ergebnisse eines Tasks müssen wieder zusammengeführt werden woraufhin ein Prozess den anderen Blocken kann. Außer man hat X Aufgaben die für sich isoliert ausgeführt werden können ohne das ein Thread auf die Ergebnisse des anderen warten muß... so mein Verständnis.

Ist die Frage wie viele Anwendungen in der Regel wirklich einen Vorteil daraus erzielen können, wenn mehr Cores zu Verfügung stehen?
Und ob sich die Anschaffung eines doch deutlich teureren 6-8-12.... Cores für einen Anwender normalerweise lohnen würde, wenn man für ein Drittel des Geld einen etwas "höher getackteten Prozessor" haben kann, der nur nicht so viele Arbeiten gleichzeitig erledigen kann, wobei man weniger in Gefahr läuft das Ressourcen/Cores, wie @musv schrieb einfach nur brach liegen weil die Software es nicht nutzt/nutzen kann.
Die Benchmarks von Fhynn/PCGamesHardware waren ja auch ein Indiz, aber das sind leider nur drei/vier Anwendungen und geben ja gar nicht die Softwarevielfalt wieder die man so im Einsatz haben könnte, dennoch natürlich irgendwo ein hilfreiches Indiz. ;) :)

Wenn ich mir den Thread so durchlese ergibt sich für mich nur ein Bild - Multi-Multi-Core CPUs für Server (viele CPU-Anfragen/Threads die für sich isoliert laufen sollen), Medienmaschinen (Berechnung von Frames/(Teil-)Animationen/Renderfarmen) - die "günstigeren" Varianten für den normalen Homeuser der weniger Aufgaben/Threads/Tasks abschießt aber dafür etwas mehr Durchsatz in dem etwas "weniger" benötigt?
Kann man das so zusammenfassen und auch als Kaufempfehlung (natürlich etwas detaillierter beschrieben) herausgeben? :)

Dann würde ich gar nicht erst in die Versuchung kommen mir ein Groß-Core-System zusammen zu bauen, wo nur allein die CPU 1/3 bzw. 1/2 des Preises für den gesamten Rechner wäre. ;)
 
Eine Kaufempfehlung einer CPU hängt immer mit den Anforderungen an diese zusammen.
 
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  • #12
Das macht auch Sinn @Abul, da gebe ich dir ungefragt recht. :)

Hauptsächliche war für mich vorweg die Preis-/Leistungsfrage relevant und ob man mit mehr "Durchsatz" und Power im Alltag rechnen kann. Ohne jetzt auf einen spezifischen Anwendungsfall einzugehen. Aber selbst dagegen finden sich hier schon Argumente im Thread. Das ein hochgetakterer Quad-Core, je nach Anwendung, nen 6 Core Abhängen könnte (in etwa).

Aber scheinbar gibt es auch unterschiedliche Erfahrungen in wie weit man die Ressourcen, die die CPU zu Verfügung stellt, auch wirklich ausreizen kann und somit wäre so ein doch hohes Preissegment, kann man glaube ich schon fast sagen, fast schon ungeeignet für den "normalen" Heimanwender der mehr auf Single-Thread Performance/Gigahertz Leistung abzielt und sich nicht zwingend auf abstrakte Multi-Core Funktionalität mit vielen "Paketen" Arbeit verlassen muß. So jedenfalls meine Quint-Essenz des Threads bisher.

Wobei 2d/3d/Video Rendering, Bearbeitung und vielleicht zum Teil auch Schnitt etwas aus dem Rahmen fallen und ich das nicht als reguläre "Heimanwendung" betrachten würde wenn man das alltäglich dutzendfach macht. Genauso wie ein (Multimedia-) Server mit hunderten von Zugriffen/Aufgaben.
Aber auch hier kommt es wohl auf die Software an die verwendet wird und ob diese das zusätzliche Core-Angebot ausschöpfen kann. Sollte, könnte, vielleicht oder so.... ;)

Wer natürlich noch weitere Beispiele oder konkrete Erfahrungen hat, bitte nur her damit! :)
 
Den größten Altagsseinsatzgewinn bekommst du nicht durch die CPU sondern durch eine SSD. Denn die mechanischen Limits einer HDD sind im vergleich zur restlichen Technik nunmal Vorsintflutlich.

Welcher andere Teil des Computers hat noch Reaktionszeiten im Millisekundenbereich? Richtig, nur Dinge die durch einen Lichtwellennwandler laufen weil sie etliche Kilometer entfernt liegen.
 
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Mehr Core oder mehr GHz kommt auf die Anwendungen an, was du betreibst. Wenn die Anwendung Multiprozessor unterstützt dann sind mehr Core mit etwas weniger GHz besser als 1 mit viel.


 
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  • #15


Du meinst bestimmt auf der Kompendium Seite diesen Link?
(steht in den weiterführend Links des Artikels in deinem Link)

Der aktuelle Link auf dieser Seite geht nämlich auf den "Turbo Modus" ein, aber die Frage ist ja auch gut erklärt... war mir so auch nicht klar. :T
Rein von der Logik was aus diesem Artikel hervorgeht hat eine Single-Core-Anwendung nicht unbedingt die Nachteile mit weniger Mhz ausgeführt zu werden.... - so steht es da zumindest. :)
Und kann so "bevorzugt" werden als ob diese unter beispielsweise 3,5 Ghz läuft im Gegensatz zu nur 3 Ghz wenn nur ein Kern, anstelle von allen Kernen, rechnet.

Find ich ausgesprochen gut beschrieben, der Wikipedia Artikel ist dagegen etwas sehr mager. ;)
 
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