Mathematik: Formeln - wann werden Variablen großgeschrieben, wann klein?

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Traktor

Guest
Es geht darum, dass ich mich schon immer gefragt habe, weshalb in mathematischen Formeln die Variablen manchmal großgeschrieben werden (scheinbar bei der theoretischen Darstellung ohne gesuchte Werte?) und manchmal kleingeschrieben werden (beim Gegenteil). Das ist eine Vermutung. Mea culpa, falls ich mir die Frage gerade selbst beantwortet habe, ich konnte im Netz dazu nichts finden, weil ich keine Ahnung habe, wonach ich suchen soll.

 
Generell ist das komplett willkürlich, aber es gibt für jeden mathematischen Bereich Standards an die sich alle halten. Oft gibt es jedoch auch 2-3 Standards oder Notationen und da kann es auch vorkommen, dass Groß-Kleinschreibung da unterschiedlich ist. Alleine bei deinem Link, dass der intercept als b1 bezeichnet wird ist schon eher unüblich, der ist meistens eher b0 und die anderen Parameter eben dann aufsteigend. X und Y werden dort jedoch Normkonform groß geschrieben, in der Statistik schreibt man Zufallsvariablen üblicherweise groß.
Ist also oft auch nicht immer so ganz klar, bei Groß/Klein auch. Es gibt viele 'weiche' Normen, z.B. dass Summengrenzen eher groß geschrieben werden, also 'N' und nicht 'n'.
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm... grade mal in meinem Mathebuch geguckt,
da ist die gleiche Formel komplett klein geschrieben.


Es gibt bestimmte Konventionen, die bekommt man so im laufe der Zeit mit,
aber hab noch nie einen Matheprof. jemanden Punkte wegen groß/klein schreibung abziehen sehen.

hier scheinen sie es zu machen um die konkreten Xi und Yi von der funktionsvariable y=f(x) zu unterscheiden.
was aber halt auch eigentlich net nötig ist.
 
hmm... grade mal in meinem Mathebuch geguckt,
da ist die gleiche Formel komplett klein geschrieben.


Es gibt bestimmte Konventionen, die bekommt man so im laufe der Zeit mit,
aber hab noch nie einen Matheprof. jemanden Punkte wegen groß/klein schreibung abziehen sehen.

hier scheinen sie es zu machen um die konkreten Xi und Yi von der funktionsvariable y=f(x) zu unterscheiden.
was aber halt auch eigentlich net nötig ist.
Ah, da bin ich jetzt direkt drüber gestolpert und ging davon aus, X und Y seien in dem Link Zufallsvariablen, weil... naja weil genau diese groß geschrieben werden. Die da bei MESOWorld machen sich die Welt offenbar noch grausamer:
* Es gibt einmal die Y-Achse
* Das zu berechnende Modell bezeichnen sie als Y = b0 + b1 * X
* Die y-Wete der Datenpunkte bezeichnen sie ebenfalls als Y

Kein Wunder, dass sie in den Social Science Mathe hassen. Aber gut, die arbeiten auch mit Flash, die hassen offensichtlich ihre Zielgruppe.
 
Naja .. Gross Klein hat schon unterschiede ... r = Radius R= elektrischer Widerstand ....
 
Es gibt aber kein Gesetz, was das so vorschreibt, das ist einfach nur üblich das so zu machen.
 
Und "R" könnte auch etwas anderes sein, ein Punkt in einem Koordinatensystem etc.
 
So wie es bei Mengen auch nur Konvention ist, das die jeweiligen einzelnen Elemente mit dem equivalenten Kleinbuchstaben geschrieben werden: Menge Q beinhaltet q1, q2... Könnte aber auch Z1, Z2, Z3.... sein. Sollte eh immer dabei stehen, wofür das jetzt gedacht ist. Empfinde ich zumindest als guten Stil. YMMV.
 
@darksider3:
Keine Ahnung wo du das her hast.
Mag ne Konvention sein, dann hab ich die aber noch nie gesehen :unknown:

Aber das bestätigt ja wieder den Thread,
vieles hängt davon ab, von wem man es lernt, denn dessen Methoden nimmt idr. als "Richtig" an.
 
Das ist so eine 'weiche' allgemeine Konvention, die gerne mal genommen wird. So ähnlich wie ein kleines 'n' (wie auch i, k, l, m) meist für eine natürliche Zahl steht und nicht für eine Kommazahl bzw. genau wie beim programmieren für eine Zählvariable. Wobei das ja noch viel häufiger ist. Ich würde Vermuten, dass was darksider schrieb ist seltener, weil es oft andere Konventionen gibt, die da rein grätschen. Die q1 bis qn sind halt oft Variablen, für die dann andere Konventionen gelten. Kann mir gut vorstellen, dass darksider das aus der Mengenlehre/Logik kennt, ich könnte grad spontan jedoch nicht beschwören, was da die übliche Konvention ist.
 
@BurnerR:

Also in unseren skripten ist es in der Regel M = {a_1, .... , a_n} mit a_i element N
Da ist i der Laufindex der von 1 bis n über die Elemente läuft und a_n das letzte Element mit n als zeichen dafür, das der Index Natürlich ist.

Und da es halt in unseren Skripten so ist, ist es das was ich als normal / konvention gelernt habe.

Aber wie ich unten sagte:
Konventionen sind nen bisl. wie Hausregeln,
kommt immer drauf an wo man es gelernt hat.

unten war ja noch das mit dem r, R.
Bei uns ist z.B. bei Rohren/Hohlleitern r der innere /kleinere Radius und R der größere, äußere Radius und Z mit nem Strich drüber der Widerstand, auch wenn er nicht komplex ist, um ihm von R - großer Radius zu unterscheiden.
 
Ich denke das was darksider3 anspricht ist eher üblich, wenn man über Mengen spricht und nicht diese innerhalb einer anderen mathematischen Domäne verwendet. Mengenlehre/Logik ist ja ein eigenes Teilgebiet der reinen Mathematik.
Da ist dann a aus A, b aus B, c aus C bzw. a1, a2, a3, .... eben gleich A.
Seltsam genug, da Elemente einer Menge in der Mengenlehre auch wieder Mengen sind ;). Aber zumindest sehen viele Formeln damit gut aus :D.
 
In der linearen Algebra schreibt man Variablen die Matrizen sind groß, während Vektoren und Skalare kleingeschrieben werden. Ist wahrscheinlich auch nur Konvention, zieht sich aber durch alle Bücher zu dem Thema, die mir so untergekommen sind.
 
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  • #15
Hab die Antwort mittlerweile gefunden. Hätte vielleicht dazusagen sollen, dass es um Statistik ging. Jedenfalls hier:

Danke an alle.
 
Ja, wie hier auch schon stehtsind Zufallsvariablen üblicherweise Großbuchstaben. Das im ersten Link sind jedoch keine Zufallsvariablen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #17
Weshalb sind die Variablen im ersten Link keine Zufallsvariablen? Gezeigt wird die Formel für den Korrelationskoeffizienten. Im Falle von Stichprobendaten nehmen die Variablen Werte an, die vor der Ziehung unbekannt sind, halt erst nach ihrer Realisierung bekannt sind (X wird zu xi).
 
Stimmt, das sind da in der tat Zufallsvariablen, namentlich "Stichprobenvariablen".
 
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