Material-Empfehlung für häufig berührte Oberflächen?

Ungesund

Feiner Herr
Registriert
15 Juli 2013
Beiträge
1.866
Ort
Achterbahn
Heyho,

ich baue was cooles (WT) und brauche dafür Ronden (Scheiben) aus Metall, ca. 50mm im Durchmesser.



Die Scheiben werden vermutlich mehrfach täglich mit der Fingerspitze berührt. Wenn von der Elektronik-Seite her alles gut geht, über Jahre hinweg. Ich frage mich also, was da ein gut zu reinigendes Metall für wäre. Am schönsten sähe vermutlich Kupfer oder Messing aus, aber das ist leider enorm anfällig gegenüber Fett, Oxidation usw.

Ich hätte für das Projekt aber gerne etwas ansprechenderes als polierten Edelstahl (Den ich jetzt einfach mal als das langlebigste/Einfach zu reinigende Material annehme.) Etwas mit einer interessanteren Textur als so ein blanker Spiegel.

Bisherige Überlegungen:
- Es gibt so Nano-Beschichtungen, die Fett und Flüssigkeit abweisen aber ich denke die würde sich relativ schnell abnutzen(?).
- Ich könnte auch Edelstahl-Scheiben mit reinem Blattgold vergolden, was höchst oxidationsunempfindlich und auch nicht übermäßig teuer wäre. Aber da ist die Schicht auch sehr dünn, und würde vermutlich schnell abgetragen. Ebenso weiß ich nicht wie gut der Kleber für das Vergolden eine elektrische Verbindung mit der Metall-Platte herstellt.

Nundenn, evtl. habt ihr ja Erfahrungen / Ideen mit Metall und Fingerabdrücken/schmutz/reinigung usw. oder auch einfach nur Ideen und Einfälle dazu. :)

Bin auch offen gegenüber anderen Materialien. Sie sollten nur:
- Durchgängig und gleichmäßig elektrisch leitend
- Interessante Textur/Farbe
- Gutes haptisches Gefühl beim Berühren (z.B. kein Plastik)
 
Ich bin ja nicht vom Fach, aber kannst du nicht eine Kombination aus Metal und Holz, Metall für das innere und Holz für den eigentlichen Drehknopf und den Metalpart einsetzen, herannehmen?
Fettfinger wird man darauf nicht sehen, gut aussehen und haptisch kann es sicher auch Punkten. Und du kannst es mit einer Lasur auch vor Flüssigkeit schützen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
hm ja, also ich möchte schon diesen sichtbaren materialmix von Holz-Gehäuse und Metall-Kontaktflächen haben. Die fühlbare Kälte des Metalls ist da schon wichtig. Die Scheiben sind auch nicht beweglich, das sind berührungsempfindliche Touch-Elemente. Von daher kommt da wenn überhaupt nur eine sehr dünne Beschichtung in Frage, die die Funktion der Kapazitiven Pads nicht beeinflusst.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #5
WT= working title. Wird ein steuerelement/button-board für die home-automation. Fünf frei konfigurierbare, Berührungsempfindliche metallplatten mit 5 frei konfigurierbaren rgb-lights darüber, in einem holzboard. Keine Beschriftung, nur drei materialien die zusammenfinden. :)
 
Edelstahl-Scheiben mit reinem Blattgold vergolden

Würde die Scheiben aus Blech machen und galvanisch vergolden oder versilbern. Einfache Sets dafür bekommst Du schon recht günstig (~40Euronen).
Galvanisch aufgetragenes Gold/Silber hält Dir ewig.
Und je nach verwendeter Stromquelle und damit zur Verfügung stehenden Stromstärke kannst Du recht interessante Oberflächeneffekte herauskitzeln (Matt/Glanz)
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #7

Das ist ein sehr guter Tipp, das schaue ich mir mal genauer an. Dachte zuerst "aber wie bekomme ich dabei die ganze Scheibe vergoldet, wenn die Klemme der Anode/Kathode über dem flüssigen Medium bleiben muss?" aber ich wollte eh an die Metall-scheiben hinten so Lötfahnen dran löten, an die dann auch später die Kontakte für die touch-erkennung angeschlossen werden. Die kann ich ja dann im ersten schritt zur aufhängung im Galvanisierungs-Bad verwenden...

Kurzer zwischenstand: Die Technik funktioniert nun soweit, touch wird super registriert, zumindest an den prototyp-Metallscheiben. Die besseren, passgenauen kommen am WE. Sollte aber ähnlich erfolgreich sein. Dann schaue ich mal wie ich die RGB-Beleuchtung löse, mit hoher Wahrscheinlichkeit via WS2812. Der Microprozessor den ich verwende ist auch 5V tolerant, zumindest auf dem DEV-Board das ich habe und das eh mitverbaut wird, kann ich also beides aus einer 5V Quelle speisen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #9

Oh, davon habe ich schonmal gehört/ video gesehen. Ich glaube das geht aber nur mit reinem carbonstahl, weil man da ja quasi eine edelrost schicht mit aufbaut. Ob man da so easy scheiben von bekommt, müsste man mal recherchieren. Die sind halt ohne Behandlung für wenig geeignete. Wäre auch mal interessant wenn man eine so behandelte oberfläche mal wirklich vor sich sehen könnte, um zu wissen wie das hinterher aussieht... wenn das einfach nur dunkel braun ist, wäre das nicht so mein ding. :D
 
Hier in dem Video kommt das bei Minute 7 und auch später zum Einsatz.



Behandeln kann man wohl nur reinen Stahl bzw. alles was rosten kann. Ob es Dir gefallen wird in der Kombi kann ich nicht sagen.
 
Wie sieht es bei Brünierungen mit der Leitfähigkeit der Oberfläche aus?
Könnte mir vorstellen, dass der Rost als Isolator fungiert.
 
Zurück
Oben