MannHeim – das Album für besorgte Burger

Ich finde das interessant. Hätte man mir vor 15, ach....20 Jahren erzählt, dass man ausgerechnet den Xavier mal in so eine Ecke schiebt....ich hätte ihn für verrückt erklärt..... :D
Die Welt steht Kopf...... Oo
 
Tja, die Zeiten, in denen er die vielen spätgebärenden Alleinerziehenden mit Frustrationshintergrund durch sein
zutiefst getroffenes Betroffenheitsgejammer abgrasen konnte, sind vorbei. Jetzt sind die Wutbürger dran :cool:
 
Die Aufmerksamkeit für diesen Songtext erscheint doch surreal.
Das scheint ja heftiger im Blätterewald zu stürmen, als wenn Hoecke oder von Storch etwas ablassen.

Wenn da mal nicht das Management etwas nachgeholfen hat. ;)
 
Ja, man muß auf jeder Welle mitschwimmen.... besonders in schweren Zeiten. ;)
Oder wie sagte er in dem hier verlinkten Interview (es ging zwar um die Bibel, aber vom Prinzip her):

Interviewer: Da ist die Bibel wie ein guter Pop-Song – jeder kann sich wiederfinden.

Xavier Naidoo: “Man muß seinen Käscher auslegen, auch wenn einem die anderen Fische deshalb davon schwimmen. Natürlich muß ich erst mal gehörig mit dem Geschirr klappern, um den Leuten das Buch nahezubringen. [...]"



Mal schauen was er noch so "nahe bringt" und wer die Zielgruppe heute ist...... :o

PS: Danke Baer fürs Teilen :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht? Über Ziele kann man nur spekulieren.

Ich glaube aber nicht, daß jemand der Platten* verkaufen will, nachts schlecht schläft, weil er darüber grübelt, ob seine Käufer zu seinen Texten passen.


* Datenträger stimmt auch nicht mehr, sagt man jetzt Musikinformationen?
 
Ja man sagt noch "Platten verkaufen".

Ich find das alles super.

AFDler feiern einen schwarzen Aluhut - Wer brauch noch Satire zu diesen Zeiten :D
 
Milchkaffeebraun mit Intellektuellenbrille und Sorgengrübelfalten beim Schwadronieren auf der Stirn, bitte schön :cool:
 
Zur Nacht nochmal in diesen Thread gelangt.
Daß das Management hier einen Knaller plaziert haben könnte, schien mir das wahrscheinlichste.

Denn von einer gleichgeschalteten und gesteuerte Presse kann man nicht ernsthaft reden.

Aber vielleicht reden wir mal über Synchronismus?

oder darüber, daß in einer immer komplizierteren Welt man leicht dazu kommt, daß Tagesschau und Fakten immer weniger interessant sind, sondern man lieber auf die Erklärung von Wochenshow, Anstalt, Böhmermann oder John Oliver wartet.
Vielleicht vergißt man dann, daß das auch nur Meinung ist, nicht die Wahrheit.

Noch ein weiterer unstrukturierter Gedanke, daß der Xavier in einer Garnisonsstadt andere Erfahrungen mit den "Besatzern" gemacht hat, als der normale Bundesbürger sich vorstellt, oder zumindest von Erfahrungen erfahren hat und/oder dadurch beeinflußt wurde. Es hieß schon früher für BW Soldaten. Egal ob in Uniform oder in Zivil. Haltet Euch weg von der MP. Die kennen weder Freund noch Feind, geschweige zivile Gesetze, erst recht keine deutschen.
 
Scheisse - dachte bisher das seine Musik eh so grottenschlecht ist das keiner Gefahr läuft hier negativ beeinflusst zu werden aber heutzutage sind ja sogar schon Menschen rechts der Mitte mit dieser sentimental weinerlichen "Musik" zu ködern. Der Typ ist, war und wird wohl immer einer der nervtötendsten Musiker sein alive! Und das schafft er auch ohne seine wirre Weltsicht.
 
Ich habe ja schon in #24 meine Verwunderung geäußert, was die auf den Kerl alle eindreschen.

Kommt es darauf an, was man sagt, oder wer etwas sagt?

Ich bin gerade über den Song "neue Weltordnung" von Kollegah gestplpert.

Was macht den Unterschied. Präsidenten, statt Parlamentarier?

Präsidenten sind nur Marionetten, die wahren Leader
Zieh'n im Hintergrund die Fäden wie Harfenspieler

Eine mächtige Minderheit, der Schandfleck des Planeten

Bei Morgendämmerung einer New World Order
 
@KaPiTN:
Daran wer.
Kollegah nimmt niemand ernst und wer ihn ernst nimmt wird nicht ernst genommen.
Xavier war Radioliebling.
 


Wenn man die Lyrics der beiden Lieder vergleicht, was ich gerade getan habe, kommt da doch jeweils ein völlig anderer Vibe rüber, oder?
Bei Kollegah ists eher ein Hinweisen auf Missstände und ein Abfinden mit der eigenen Ohnmacht:

"Doch bis uns're Seele zu Gott aufsteigt, hustlen wir
Scheiß auf geregelte Jobs
Wir werden Entertainer, Rapstars oder Sportler
Bei Morgendämmerung einer New World Order"


Bei Xavier ist es das Kolportieren wüster Verschwörungstheorien und ein Bekennen zur Gewalt:

"Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung
Und bei näherer Betrachtung steigert sich doch das Entsetzen
Wenn ich so ein'n in die Finger krieg', dann reiß' ich ihn in Fetzen
Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen"
 
Bei beiden geht es um Politiker als Marionetten einer mächtigen Minderheit(?).
 
Dir ist bewusst dass man die selbe Materie auf unterschiedliche Arten behandeln kann, und das den Unterschied ausmacht?
 
Prinzipiell ja. Aber was hat das mit den beiden Texten zu tun?
Was ist jetzt die selbe Materie und was sind die unterschiedlichen Arten?
 
Beide sprechen die Problematik undurchschaubarer Verflechtungen in der Politik an. Beide Kritisieren dass die Macht bei einigen wenigen liegt. Das an sich ist noch kein Verschwörungstheorie-Geschwurbel.

Wo es sich dann unterscheidet ist die klare Nennung absolut irrsinniger Theorien durch Xavier (Pizzagate), und dem Nennen von Gewalt als Lösung, ungeachtet der Konsequenz. (Wenn ich so ein'n in die Finger krieg', dann reiß' ich ihn in Fetzen - Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen.)

Im Gegensatz dazu zieht Kollegah andere Konsequenzen, indem er resignierend sein Glück im eigenen Erfolg sucht. Durchaus egoistisch und auch kein tolles Vorbild, aber er validiert keine irrsinnigen Theorien über Kinderschändende Restaurantbesucher und KiPo Dungeons.
 


Neide behaupten, daß gewählte Personen von irgendwelchen, nicht näher genannten, nicht gewählten Personen fremdgesteuert werden würden.
Das ist in jedem Fall eine Verschwörungstheorie.
 
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