Möglichst ausfallsichere Platte

Draugas

Drogen?
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7 Okt. 2013
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225
Ich suche eine neue interne Backup-Platte. Rahmenbedingungen:

Größe: 2 TB
Budget: Maximal 150€
Wichtigstes Kriterium: Zuverlässigkeit

Meine Favoriten sind so weit:
, 142€
, 114€
, 85€
, 77€

Alle von diesen sind laut Herstellerangaben für Dauerbetrieb geeignet, der Preisunterschied ist aber enorm.

Kann mir jemand den Preisunterschied erklären und mir sagen, wo genau bei der Ausfallsicherheit die Unterschiede bei diesen Platten liegen?
 
Ich würde dir empfehlen, die Datenblätter der einzelnen Festplatten miteinander zu vergleichen, diese gibts auf den jeweiligen Produktseiten.






MfG
Mr. J
 
Tipp: Guck Dir auch die und die Kriterien, unter denen sie ermittelt wurde, an. Sie ist zwar in der HTML-Version nicht bei jeder Festplatte angegeben, steht aber in den PDF-Datenblättern.


Grüße
Thomas
 
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  • #4
Genau da liegt das Problem - habt ihr euch mal die Datenblätter angeschaut? Die von mir geposteten Platten sind in Hinsicht auf MTBF identisch. Re und Se haben auch identische Ladezyklen-BF; ich nehme an, die Red wird ebenfalls dort liegen.

Also, in den Datenblättern sind die Platten in Hinsicht auf MTBF identisch (außer, wenn man sie in ein NAS steckt, dann lebt die SE angeblich im Mittel länger - habe ich nur eh nicht vor, daher irrelevant). Wo liegt also der Unterschied bei der Ausfallsicherheit?
 
Nur mal so "Es gibt keine ausfallsichere Platte!!!" wenn schon dann würde ich 2 kaufen und die spiegeln!
 
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  • #6
Mir ist klar, dass es nicht die ausfallsichere Platte gibt, deswegen habe ich ja auch explizit nach einer möglichst ausfallsicheren gefragt. Also die Platte, die mir - begründet - von obigen die größte Ausfallsicherheit bietet.
 
Hole dir lieber Die 2 billigen und speicher auf beiden das selbe - ich würde mich nie auf eine Platte verlassen - hab hier 5 mit 250gb. Mir ist einmal eine poppelige 20gb HDD abgeraucht, leider mit persönlich wichtigen Bildern, die futsch waren, seit dem gehe ich auf paranoidsicher :D
 
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  • #8
Spiegeln (z.B. RAID-basiert) gibt nur Redundanz, keine Datensicherheit. Schäden am Controller? Daten weg. Schäden durch Überspannung, da beide Platten zum Zeitpunkt der Überspannung angesteckt waren? Daten weg. Menschliche Fehler, z.B. aus Versehen etwas löschen? Daten weg. Dateisystemfehler? Daten weg.

Deswegen führe ich in kurzen Abständen (wöchentlich) manuelle Backups durch. Und genau dafür soll eine neue möglichst ausfallsichere interne Platte her.
 
Leider kann man das so nicht sagen.
Die kann dir halt genau so schnell abrauchen wie alle anderen - wenn die Datenblätter bzw. die MTBF Werte identisch sind, spiel eine Runde ene-mene-miste.

Die Red sind recht neu, so im Vergleich, RICHTIG lange haben die sich halt noch nicht bewährt (wobei ich mit meinen 2 x2TB Red überaus zufrieden bin).

Die RE4 und SE haben halt 5 Jahre Garantie, die Red nur 3.

bb
 
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  • #10
Garantie ist mir egal - die ca. 140€, die ich darüber wiedererhalten würde, sind nur ein Bruchteil des Gegenwertes der Daten (wenn überhaupt messbar), die ich sichern will.

Ich hatte gehofft, dass sich erklären ließe, warum die Preise für vom Anwendungsgebiet her sehr ähnlichen Platten so stark unterschiedlich sind, wenn doch die Werte nahezu identisch sind. Die RE4 ist immerhin SAS-kompatibel - aber ob ein zusätzlicher Controller einen Aufpreis von 30€ rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.
 
Die SAS Kompatiblität und die 2 Jahre längere Garantie machen locker 30€ aus ;) So läuft das halt.
 
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  • #12
Ich meinte den Aufpreis gegenüber der Se - da ist anscheinend der Unterschied nur im SAS-Controller und der Firmware-seitigen Trimmung der RE4 auf High Speed.

Muss mich zwischen Red und Se entscheiden - kann mir da jemand bei der Entscheidung behilflich sein? Die AV-GP hat höhere unrecoverable read errors als Red und Se.

Edit: Es wird wahrscheinlich die Red. Meine Raison dahinter ist der Energieverbrauch, welcher bei der Red nur halb so hoch ist wie bei der Se, was sich auch in niedrigeren Betriebstemperaturen widerspiegeln dürfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst vergleichen so viel Du möchtest, das bringt im Prinzip genau nichts, manchmal hat man Glück, und manchmal Pech...

Besonders bei Festplatten, ich hatte zum Glück schon ewig keine HDD mehr die nicht mindestens 4 Jahre hielt ohne Probleme zu machen, und setze fast ausschliesslich auf WD

Den Rezessionen nach, geben die wohl entweder ziemlich von Anfang an den Geist auf, oder halten quasi ewig....

Meine rennen alle noch super, und ich habe schon etliche 2TB Reds verbaut, so um die 40 Stück, und hatte noch nie Probleme.

Was ein bisschen nervt ist die Sekunde Zeit, die sie braucht um aus dem Standby zu kommen... Das ist aber als Data Storage zu vernachlässigen...
 
Genau da liegt das Problem - habt ihr euch mal die Datenblätter angeschaut? Die von mir geposteten Platten sind in Hinsicht auf MTBF identisch.
WD2000FYYZ: 1.200.000h
WD2000F9YZ: 1.000.000h bzw. NAS 1.200.000h
WD20EFRX: 1.000.000h

Das ist nicht identisch...


Grüße
Thomas
 
Naja, ob die MBTF nun 114 oder 136 Jahre beträgt, ist in diesen Fällen vermutlich egal. Sind sowieso nur theoretische Werte...

Der Unterschied bei den Platten ist halt auf feineren Ebenen zu finden.
Einmal bei der Umdrehungszahl, die bei der Red mit IntelliPower angegeben wird (eine für 5400 Upm, bei der SE aber 7200 Upm sind.
Dann natürlich der Garantieunterschied von 3 und 5 Jahren.
Und zu guter Letzt der Stromverbrauch, was zwar im ersten Moment nicht als so viel Unterschied erscheint, auf den 2. Blick, mit ner Cloudserverfarm im Hinterkopf, aber doch schon einen nicht zu unterschätzenden Faktor bedingt.

In den PDF der Datenblätter stehen übrigens die vorgesehenen Anwendungsgebiete der jeweiligen Platten drin:

RE4: High-performance computing, high-reliability cloud storage, RAID arrays, high-availability external storage arrays, data warehousing and mining.
SE: Ideal for bulk cloud storage, replicated environments, content delivery networks (CDNs), SMB to high-end network attached storage (NAS), backup and archiving.
Red: WD Red NAS hard drives are recommended for use in home and small office 1-5 bay NAS systems. For systems that use more than 5 bays or are rack mount
solutions, please consider WD Datacenter hard drives.*
AV-GP: Surveillance, set-top boxes (PVR, DVR, NVR and IPTV), media servers and media centers.
 
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  • #16
WD2000FYYZ: 1.200.000h
WD2000F9YZ: 1.000.000h bzw. NAS 1.200.000h
WD20EFRX: 1.000.000h

Das ist nicht identisch...
Da ich nicht im NAS betreiben werde, haben alle Modelle - außer dem teuersten mit 1.200.000h - identische Werte, nämlich 1.000.000h. Und zwischen der zweitteuersten und der günstigsten liegt ein enormer Preisunterschied, trotz selber MTBF.

So oder so, habe mich jetzt für die Red entschieden. Sollte es zu ersten Ausfallerscheinungen einer Red kommen, kann ich die locker ersetzen mit dem Geld, was ich an einer Se oder RE4 spare. Unter der Annahme, dass es zu keinem abrupten Totalausfall kommt. Ist mir glücklicherweise aber noch nicht passiert.
 
für 150€ bekommt man 2 Platten und von 2 Billigplatten überlebt auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens eine ihren 10. Geburtstag.

Also mein Vorschlag:
Einfach 2 komplett Mirrorn

Generell ist Datensicherheit keine Einmalinvestition, es stellt sich viel mehr die Frage wie viel du pro Jahr ausgeben willst. Mehr Platten kaufen ist auf jeden Fall die sicherere Bank.
 
Raid 1 mit 2 Platten, es gibt zwar Festplatten die eine um 10¹ bzw. 10² geringere Ausfallrate haben, aber das gibt keinerlei Garantie, auch hier kann eine Platte nach 2 Wochen ausfallen. Daher arbeite ich bei Speichern in der Regel mit Raid, oft Raid-5 mit Hotspare. Mal sehen wie sich da die 4TB Platten machen. :D
 
Aus der MTBF einen mathematischen Ausfallszeitpunkt zu errechnen ist nutzlos. Gibt Platten die einen Wert von 10 Millionen Betriebsstunden haben und ich glaub das keiner hier so verwirrt ist zu glauben dass da irgendwas halbwegs realistisches dran ist oder errechenbar wäre. Ich selbst hab zB. keine einzige SATA Platte gehabt die mehr als 12.000 Betriebsstunden überlebte. Deshalb empfehle ich zum Erreichen einer maximalen Verfügbarkeit ein RAID aus SAS-Platten.
 
Auch die SATA-Platten können durchaus 10-100.000 Betriebsstunden mit machen, eine entsprechende Pflege vorausgesetzt. Fährt man die regelmäßig hoch und runter, mit vielen Parkvorgängen, oder lässt die Temperatur schwanken, dann sind mechanische Schäden langfristig natürlich unumgänglich, unter den Bedingungen schafft praktisch keine Platte die angegebene MTBF.

Genauso wie eine SAS-Platte unter solchen Bedingungen ebenfalls früher stirbt. SAS bringt nicht mehr Sicherheit oder sonstwas, es bietet lediglich ein sinnvolleres Protokoll, Daisychaining und Co. welches es für den Einsatz in großen Storage-Lösungen tauglicher macht.
 
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