LEGO als langfristige Wertanlage

PaRaDoX

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Ich baue gern LEGO Technic Modelle, probiere sie aus und stelle sie anschließend in die Schrankwand.

Zufällig bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es viele Modelle gar nicht mehr gibt und diese nur noch sehr teuer zu erstehen sind. Ebenso diverse Star Wars Sachen und andere (limitierte) Lizenzprodukte.

Meine Idee war jetzt folgende: Ich kaufe mir diverse Sets 2x. Einmal für mich zum Bauen, einmal lagere ich die Packung ungeöffnet ein paar Jahre bis der Preis entsprechend angestiegen ist, um sie dann zu veräußern und mit dem Gewinn das eigene Modell "bezahlt" (den Kaufpreis ausgeglichen) zu haben und u.U. Gewinn darüber hinaus zu generieren.

Das Procedere funktioniert sicherlich nicht bei allen Sets, ich würde mich da schon auf limitierte/lizensierte/seltene Produkte fokussieren. Siehe z.B. hier:

Aktuell habe ich z.B. den Porsche im Auge:

Dazu sei noch bzgl. Gewinnmarge gesagt, dass ich die Modelle grundsätzlich 20 bis 30% unter dem UVP bekomme und ein Vorkaufsrecht besitze.

So ganz abwegig ist mein Vorhaben wohl gar nicht:




Trotzdem möchte ich mal Eure Meinung dazu hören! Wie seht Ihr das? Humbug oder überlegenswert, sinnvoll?
 
Hätte unsere Tochter nicht ständig ihre Lego-Sachen wir Raumstation u.ä. gegen irgendwas anderes verhökert oder getauscht,
wäre sie jetzt in einer guten Position. Wir sind erstaunt, was man da rausholen kann mittlerweile.

Also ich halte das schon für sinnvoll als Wertanlage.

Allerdings sollte man da (psychisch) trotzdem aufpassen, dass man nicht dem absoluten Sammelwahn verfällt.
Ich kenne 2-3 Leute, die haben das Problem mit kleinen Autos und Loks.
 
Dieses ganze Prozedere "Wertanlage" ist immer so ne Sache. Man weiß garnich, was morgen teuer ist. Da handelt es sich wirklich eigentlich um Glücksspiel. Ähnliches Schema bei Autos. Wenn ich heut sehe, was alles an Wert hat, wo ich mir denk, diese Schrottkarre die nur Probleme machte? Nur rostete - Wow.

Meine Theorie ist immer diese, dass genau alles das teuer wird, was früher als Standard angesehen wurde.
Als Bsp. VW T1, T2, T3, Beetle, Fiat 500... Alle dieser Autos dienten als normales "Nutzfahrzeug", als "Geschäfftswagen-Schlampe" usw. Erst wenn es kaum welche mehr gibt, steigen sie an Wert an, da sie jeder mal kannte, liebte, hasste.

Dein ausgesuchter Porsche hat den Vorteil, dass Porsche allgemein sehr beliebt bei Sammlern ist. Das der mal n bisschen mehr kosten wird, ist sehr wahrscheinlich.

Aber das heutzutage noch was an Wert zunimmt ist nicht mehr so schnell möglich wie vor 50 Jahre. Das dauert mittlerweile sicherlich ~20 Jahre mehr.
 
Immer diese Kapitalisten.... :o

Da wird mit einer netten Freizeitbespaßung für Kinder harter Kommerz getrieben, aber gut, muß ja jeder seine Schäffchen ins trockene bringen nicht wahr?
Man darf sich heutzutage für nichts mehr zu schade sein..., vor allem nicht wenn es darum geht Geld zu machen!

Und je mehr Geld man im Leben mit allen Tricks zusammenraffen kann, desto besser.

Auf der anderen Seite, wenn die Legosammlung irgendwo in einer Wühlkiste auf dem Dachboden verstaubt, hat diese auch keinen Wert mehr für die Gesellschaft....

Aber schlecht fühlen würde ich mich trotzdem bei der kommerziellen Ausschlachtung von allem und jedem teilzunehmen. Aber damit gehört man in dieser "Gesellschaft" vermutlich zu 95% zu den Verlierern.

[Ironie]
Pro-Tip:
Wenn du genug limitierte Sets kaufst, kannst du die in Jugendzeitschriften und Elternmagazienen bei einem An- und Verkauf inserrieren mit so Slogan wie "limitierte Auflage, Rar, Rarität, Neuwertig, Ungebraucht" - und vielleicht kaufen auch noch ein paar Omas, denen man damit Geld aus den Kreuz leiern kann, weil der Enkel gerade den neuesten Trend.. äh, die vorher inserierte Star Wars Reihe als Deluxe-Sammler-DVD von dir "ersteigert" hat und jetzt total scharf auf das Thema ist.
Vergess aber nicht auf Blogs und in Youtube Streams zu investieren um dem Marktwert noch künstlich in die Höhe zu treiben! ;)
[/Ironie]
 
Mir kommt dabei der Gedanke, dass du womöglich gar nicht gewinnorientiert verkaufen darfst mit dem Preisnachlass.
 
Der Todesstern (10143) hat damals etwas 500,- € gekostet und liegt jetzt deutlich über 2000.
Star Wars wird sicher nicht out werden.
 
Mein R2D2 wuerde ich nun auch schon fuer 200€ mehr wegekommen :beer:

Aber der wird auf Ewig in meiner Vitrine stehen :D
 
@benutzter Gelöscher: Wenn man davon ausgehen kann, dass nochmal eine neue Revision aufgelegt wird und die Produktion von der jetzigen eingestellt wird: Ja.

Hab auch eine alte Playmobil Ritterburg von Anno dazumal gehabt, wohl die Erste die es damals gab (die Grosse, inkl. Ritter, schwarzen Turm etc). Die war wirklich noch gross! Nicht so wie die heutige wo du jeden Turm einzeln kaufen musst. Hat meine Mama mir damals fuer 200DM gekauft. Das Teil bringt heute das Doppelte, aber in Euro ;)

Hab es aber fuer meine Kinder noch im Keller stehen :)
 
Du brauchst einen langen Atem, denke ich.
In den 70zigern ging mein ganzes Taschengeld und Weihnachts-Geburstagsgeschenke für Lego-Eisenbahn drauf, hätte ich die heute noch würde ich bestimmt viel Geld dafür bekommen.
Ebenso für meine Carrera, Faller, Märklin,"ferngesteuerte" Autos mit Kabel,Waschtrommelweise Legos,Indianer (Mexikaner,Cowboys, Nord-und Südstaaten) Figuren, diverses Blechspielzeug und mein Bonanza-Rad.Dann noch die ganzen Comics ab 1970 (vlllt. auch früher)da waren mit Sicherheit einige Schätze dabei,Bravo inkl. Starschnitte

Wenn man alles lange genug aufbewahrt, bekommt man entweder ein müdes Lächeln,ein gutes Geschäft oder fett die Kohle dafür.
Die Faller und Märklin allein würden mich ein bisschen reich machen. :)
Wenn Du alles sammelst kommst Du sogar im Fernsehen beim Trödeltrupp vor. :D
Was sich lohnt zu sammeln/aufbewahren wird sich in 30-40 Jahren zeigen.

Ach ja, die Bücher habe ich vergessen, hatte da so nen Lederstrumpf gebundene Ausgabe, das selbe bei Tom S. und Huck F. einige Bücher von meinem Vater.
Aber das alles ist irgendwann Sperrmüll geworden, danke an meine Eltern, ich hätte sonst rießige Schulden wegen Lagerkosten. :T
 
Zuletzt bearbeitet:
Sammlerobjekte sind zwar eine Wertanlage aber wie bei allen Sammlerobjekten ist immer die Fragen ob man den Wert beim Verkauf auch bekommt.
Hier muss man auch immer bisschen Glück haben dass man jemanden findet der den aktuellen Wert auch bezahlt.
Mit ein Grund weshalb solche Objekte in der Kreditwirtschaft WEIT unter Wert als Sicherheiten angerechnet werden.

Man sollte sich immer im Hinterkopf behalten dass man hier keine kurzfristige Liquidität im vollem Umfang erhält.
 
Ich glaube schon das es sich lohnt. Aber man muss die Produktionsmenge betrachten. Wenn natürlich viel produziert wurde, ist die wertsteigerung weniger gross. Ich glaube, dass man heute mehr Sets produzieren kann als in den 80er und 90er. Ich habe ein paar Sets aus meiner Kindheit, natürlich ausgepackt und damit gespielt, die heute das 3 bis 10x fache an Wert haben. Da bereut man fast, die Verpackung aufgemacht zu haben. Zum glück bin ich keines dieser Kinder die die Steine angemalt oder mit Leim verklebt haben. Die Original Bauanleitung habe ich alle in einem Ordner aufbewahrt. Selbst wenn das Set nicht original verpackt ist, kann man immer noch Geld damit verdienen.


Fazit: Werft eure alten LEGOS nicht weg. Persönlich würde ich heute nur noch die Spezial und Limited Edition Sets kaufen. Dh. Sets mit beschränkter Auflage und diese in einer geschützten Kiste für ca. 15-30 Jahre wegstellen. Der Rest würde m.M.n. bei der heutige Massenproduktion zu wenig Redite bringen.

Exkurs: Wenn euch Spielzeug als Wertanlage interessiert dann gibt es eine Staffel dazu:

Der Toyhunter (DMAX)
 
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