Lebenserhaltungskosten / Miete etc. - Rat und Vergleichswerte gesucht

Brombeere

Kletterpflanze
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14 Juli 2013
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Hallo zusammen,

nach fast 15 Jahren steht mir eine Trennung bevor - und das erste Mal überhaupt, dass ich alleine in eine eigene Wohnung ziehe. Und die Wohnungssuche ist relativ frustrierend. Die Frage, die ich mir jetzt stelle ist, wieviel Geld man so in die Hand nehmen sollte für eine gute Wohnung. Klar, im Inet gibt's Prozentwerte, aber irgendwie bin ich mir immer noch unschlüssig. Mein bisheriger Mietanteil lag mit 350€ sehr gering, bei einer vergleichsweise guten Wohnung - Netto habe ich etwa 1650-1700 im Monat unten raus; nun habe ich mir schon diverse Wohnungen im diesem Mietbereich angeschaut und hab' leider nur die letzten Löcher gezeigt bekommen, was auch daran lag, das der Mietspiegel in den letzten 10 Jahren exorbitant nach oben gegangen ist (>10€/m²)

Nächste Woche steht mir dann der erste Besuch bei einer Wohnung für 700 warm bevor - die sah relativ gut aus, aber das wäre nunmal doppelt soviel, wie ich derzeit zahle, was auch mit Einschränkungen bei anderen Dingen einherkäme. Normalerweise hätte ich gerne das "mehr Geld", statt der besseren Wohnung, weil mir eine Einzimmerwohnung absolut nichts ausmacht, daher wäre meine Frage: Sind 840 (inkl. Fixkosten) zuviel? Wieviel kann und sollte man bedenkenlos für Miet- und Fixkosten ausgeben?

Ich freue mich über Antworten. :)
 
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  • #3
In Bonn. Aber wir haben inzwischen fast denselben Mietspiegel wie Köln. :)
 
Für mich wäre bei 30-35% Nettolohn Schmerzgrenze. Warmmiete wohlgemerkt. Natürlich geht das nicht immer, wenn dann der Arbeitsplatz so weit weg ist, dass er einen Mietvorteil durch Fahrkosten zunichte macht. Dann muss man wohl in den sauren Apfel beißen. Vom Zeitaufwand ganz zu schweigen. Ich drück die Daumen.
 
In München geht man von 1/3 bis 1/2 des Nettolohns aus, wobei letzteres keinen Spaß macht. Ansonsten 1/3, wobei 1/4 deutlich angenehmer ist. Jeweils mit Warmmiete gerechnet.
Es kommt halt auch drauf an, welche Kosten du sonst hast, wie Auto usw.
 
Brombeere, ich weiß ja nicht, wo oder wie du gesucht hast, aber in großen Städten lohnen sich
oder auch .

Die haben zwar oft auf ihren Internetseiten keine Wohnungsangebote, aber wenn man anruft, gibt es doch meist Angebote/freie Wohnungen.

Wenn du tatsächlich 840€ ausgeben willst, dann solltest du dich aber auch drauf einstellen, dass dir für eine ordentliche Einrichtung nicht viel Geld bleibt.
Wenn du dreimal im Baumarkt warst für ein paar *Kleinigkeiten*, dann wartest du nur noch aufs Weihnachtsgeld :cool:

Und für Einrichtung und so was einen Kredit aufnehmen wäre unklug. Oder auf andere Sachen wie lecker, ordentliches Essen verzichten müssen :(

Such dir lieber erst mal wirklich was Kleines und sortiere dich beim Alleineleben.
Ich selber hätte dann lieber eine kleine Wohnung und dafür ein gutes Bett, ordentliches Essen, auch auswärts, und noch Geld zum Weggehen/Wegfahren.

Für mich wäre bei dem Nettolohn die Schmerzgrenze Warmmiete (mit Strom und Internet, ohne Hausratvers.) bei etwa 550€.
 
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  • #7
In München geht man von 1/3 bis 1/2 des Nettolohns aus, wobei letzteres keinen Spaß macht. Ansonsten 1/3, wobei 1/4 deutlich angenehmer ist. Jeweils mit Warmmiete gerechnet.
Es kommt halt auch drauf an, welche Kosten du sonst hast, wie Auto usw.

Etwa 140 Euro Fixkosten kommen noch dazu.

In der Umgebung für 1/3 des Gehalts eine brauchbare Wohnung zu finden, ist schwer... Zumal ich kein Auto habe und damit auf die Öffentliche angewiesen bin. Derzeit wohne ich sehr verkehrsgünstig und brauche nur 40 Minuten zur Arbeit (60 door-to-door), das ist in Ordnung, viel höher als eine Stunde möchte ich eigentlich nicht gehen.
 
Wenn du sparsam lebst, kannst auch ein wenig mehr als 1/3 ausgeben, aber ich sag dir, die Hälfte macht keinen Spaß. Versuche lieber was schönes kleines zu finden und dafür dir ab und zu was zu gönnen. Vielleicht gibt es ja, wie Cheg schrieb, Genossenschaftswohnungen oder ähnliches bei dir.

Meine persönliche Schmerzgrenze läge in dem Fall bei etwa 700 Euro Warmmiete, wenn schon EBK etc. alles dabei wär. Natürlich lieber drunter als drüber ;-)
 
Nur auch mal generell zur Wohnungswahl - man kann in einer Wohnung "leben", oder man fällt nur Abends ins Bett.

Nahe Anbindung zur Arbeit, wichtig - weil das sind theoretisch 5 Tage die Woche und wer (auch) noch auf die öffentlichen angewiesen ist, weiß wieviel Zeit da mit herumtuckern vorbeizieht,

Die Wahl der richtigen Wohnung kommt aber in der Regel auf den Typ an, man kann zwei Räume haben oder 4... aber was bringt es einem, wenn man eh nie da ist bzw. nur wenig Zeit dort verbringt oder man einfach gar nicht so viel Kram hat und Platz braucht.

Wer sich natürlich ein Künstlerattelie, nen Nähzimmer und ne Heimwerker/Bastelecke wünscht, nun ja, der braucht auch mehr Räume/Stellfläche oder vielleicht nen Keller wo er sich austoben kann. Wenn das jetzt noch nicht der Fall ist, sollte man auch überlegen ob sowas nicht auch noch kommt, dann kann man es zumindest berücksichtigen.

Ansonsten, "Wohnklo" vor Luxusbude - ein Bett, nen gut gefüllter Kühlschrank weil Geld übrig ist oder man sparen kann, vielleicht nen Balkon (ich gehe einfach mal von Mietshaus aus) - ne halbwegs anständige Gegend und klar, der Fokus sollte dann bei dir auf die Verkehrsanbindung liegen. Ist nun einmal so glaube ich, ich kenn es selbst.

Zu Preisen kann ich leider nichts sagen, aber 8-12 € der m² sind nicht unüblich.

Aber ich find die Wahl der richtigen Wohnung hängt ganz ganz stark davon ab, was für ein Typ du bist und was du für dich beanspruchen willst/mußt.

Wenn man sich orientieren muß oder schnell etwas braucht - ohne das durchblicken zu lassen! - wäre was "einfaches" vielleicht erst mal besser - und dann kann man ja immernoch schauen.

Aber ich würde halt persönlich nicht unsummen in viel Räume und viel Platz investieren so fern nicht nötig. Wenn du jetzt "Single" (erstmal) bist, ist das um Längen besser, ansonsten, außer du weißt das du gewisse Ansprüche hast - aber das kostet dann wohl auch.

Nur finde ich, kann man mit einer geringeren "Grundbelastung" weitaus besser leben, auch was das drumherum angeht, oder mal was sparen für was anderes, als sich nen großen (leeren) Klotz ans Bein zu binden.
Im Endeffekt mußt du es aber selbst wissen was dir liegt. ;)

PS: Aber eines noch, die Wohnung muß dir natürlich gefallen und sollte keine groben Mängel aufweisen, zentralheizung versus "eigener Heizungsschaltung" - keine "luftzug Fenster" - alles ordentlich renoviert, so weit möglich.... halt schauen das es einem "sympathisch" ist.

Viele Treppen können ja auch ein Problem sein wenn kein Lift da ist, aber das muß man wie gesagt abwegen bzw. einfach mitmachen.... ich kenne euren Wohnungsmarkt ja nicht und weiß nicht wie es da aussieht - aber Bonn wäre persönlich nicht meine Top-Adresse wenn ich irgendwo hinziehen würde. :p Aber anderes Thema :D
 
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Also ich zahl für eine 3 1/2 Zimmer Butze (80m2) mit Balkon 570Euro warm. Stadtteil von Duisburg, gehobenere Gegend.

Für mich alleine würd auch eine 1 1/2 Zimmer Wohnung reichen.
 
Ja 1/3 ist eine sinnvolle Größe warm...
Ich wohne auch in einer der top 10 Städte in der es angeblich keine schönen und bezahlbaren Wohnungen gibt.
Nestoria.de gibt einen guten Überblick, sonst ruhig mal schauen was es für größere Wohnungsbau Firmen im Ort gibt und dort direkt fragen, zusätzlich lokal Zeitung oder schauen ob es andere Verzeichnisse gibt in die privat inseriert, der Rentner mit Wohnungen. Die 3 größten Portale funktionieren eher nicht.
Und 1 bis 3 Monate suchen ist eher sinnvoll und normal. Sonst wenn du raus musst lieber so ein Handwerker Motel für einen Monat nehmen. Es gibt definitiv in jeder Stadt was wenn man nicht die erst besten nimmt.
 
Denke bitte bei dein Kalkulation auch daran, das alleine Leben generell teurer ist.
Besonders Essen und Verbrauchsmaterial können da ungeplant zu Buche schlagen.
(Liegt vor allem daran das kleinere Verpackungen teurer sind und man größere alleine nicht immer leer bekommt - man glaubt kaum wieviel das ausmachen kann :confused:)
 
Also ich finde 308 Wohnungen bis 700€ und mit mindestens 50 Quadratmeter in Bonn bei dir. Solltest also schon was finden. Deine 350 Euro kannst du dir aber abschminken. Auch in Bonn. Dafür bekommst du einen Lagerraum oder ein WG Zimmer. Bei deinem Netto würde ich bei 600 bis 650 Euro meine Grenze ziehen. Sonst bleibt dir ja nicht mehr viel über.

@cokeZ: oha das iat echt wenig. Aber passt zu Duisburg :D *scnr
 
@godlike: Und das noch im gehobenen Stadtteil zwischen Einfamilienhäusern :D Geh mal nach Marxloh, da zahlt man für eine 5 Zimmer Altbau Wohnung, je nach Lage, gerade mal 500€ warm. Da eill halt keiner hin :D
 
Ich kann auch nur empfehlen Genossenschaften anzurufen. Ggf. haben die auch Wartelisten.

Ich hab da durch Glück auch ne Wohnung bekommen und zahl für meine 75m² warm knapp unter 550€ statt den üblichen 900€ hier in der Gegend...
 
Viel dürfte wohl wirklich davon abhängen, wie du deine Wohnung suchst. Die großen Portale sind meist total überlaufen. Nutze lieber, wie schon angesprochen, die lokalen Zeitungen, auch die Umsonstblättchen, die Wohnungsbaugenossenschaften, Webseiten, wo hauptsächlich Leute Nachmieter suchen (z.B. wggesucht.de oder salzundbrot.de). Erzähle vielen Leuten, dass du eine neue Wohnung suchst. Fahr auch mal zur Uni und lauf an ein paar schwarzen Brettern vorbei. So findest du Wohnung, die sonst gar nicht so offensichtlich im Wohnungsmarkt auftauchen. Und es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass man sich auch mal mehr als 10 oder 15 Wohnungen ansieht, bis es passt.
 
Ich würde auch zu Alternativen wie lokalen Zeitungen raten, da finden sich häufiger mal Wohnungen von irgendwelchen Rentern, die noch den Mietpreis von 1980 nehmen (meine Oma zum Beispiel :p). Ergibt sich teilweise auch über persönliche Kontakte.

Aber auch bei den großen Portalen kann man mal ein Schnäppchen machen, ist aber deutlich unwahrscheinlicher. Bei meiner aktuellen Wohnung hatte ich das große Glück, dass mein Vermieter den unfähigsten Makler der Welt angagiert hat. Das Inserat bestand im Wesentlichen aus 5 miserablen, unbeleuchteten Handy-Fotos und zwei Sätzen (sinngemäß: "Akzeptable Wohnung in brauchbarem Zustand"). Wenn ich nicht vorher in unmittelbarer Nähe gewohnt hätte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht hingefahren, aber hat sich bei Tageslicht dann als wirkliches Schnäppchen herausgestellt.
Häufig ist's aber eher andersrum.
 
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  • #18
Vielen Dank für euren Input! Werde dann mal verstärkt auf die Zeitungen achten. :)
500-600 erscheinen mir nach langer Rechnerei auch am Sinnvollsten.
 
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