Lawrence Wilkerson: Snowden hat uns allen einen Gefallen getan


Lawrence Wilkerson. Foto: , thx! .

Der ehemalige Pentagon-Stabschef Lawrence Wilkerson, applaudiert dem Whistleblower Edward Snowden in einem Interview des Snowden hätte in einer perfekten Welt für seine Bemühungen eine Belohnung verdient, statt ihn für sein Verhalten bestrafen zu wollen.

In der Vergangenheit ist Wilkerson vor allem durch seine Kritik an der US-amerikanischen Außenpolitik öffentlich . So auch am Verhalten seiner Nation im nicht enden wollenden Syrien-Konflikt.

(Geburtsjahr 1945) ist ein ehemaliger Oberst der US-Armee. Er selbst versuche mit Snowden irgendwie „mitzuhalten„, sagte er dem Salon in einem . „Mein Gott, er hat viel aufgedeckt“, äußerte er sich lachend im Gespräch. Der ehemalige Stabschef glaubt daran, dass Snowden allen Menschen mit seinen Enthüllungen einen echten Dienst erwiesen hat. Er glaubt von sich selbst, er habe nicht den Mut und vielleicht auch nicht die Intelligenz, um es ihm auf gleicher Weise nachzumachen.

Egal was die Leute sagen, Snowden hat nie etwas verraten, was in Hinblick auf unsere Sicherheit wirklich gefährlich gewesen wäre.“ Der Whistleblower sei umsichtig gewesen, wem er das Material gab und wie die Beweise ans Licht gebracht wurden. Snowdens Motive habe er stets als gänzlich uneigennützig eingeschätzt. Wer so ist wie er, könne sich entweder als sehr gefährlich oder als sehr nützlich erweisen. „Ich glaube, Snowden ist eher hilfreich und kollegial als gefährlich.

Wilkersen rechnet es Snowden sehr hoch an, dass er diese große Portion an Mut aufbrachte, weil er sich und sein Leben damit für immer ruiniert hat. „Ich glaube nicht, dass er eine Zukunft hat. Snowden müsse viel Druck und Einschränkungen hinnehmen.“ Das werde sich nicht ändern, weil man ihn in den USA nicht als freien Mann akzeptieren wird, glaubt Wilkerson.

Dass die Wahl seines Exils auf Russland fiel, sei vor allem eine Frage der Bequemlichkeit gewesen. Beim Versuch in einem anderen Land Asyl zu bekommen, könnte Snowden von den US-Behörden abgefangen werden. Der ehemalige Pentagon-Stabschef würde es niemandem raten, sich so wie Snowden zu verhalten. Es sei „unmöglich“, dass Snowden vom scheidenden Präsidenten Obama freigesprochen wird. In einer perfekten Welt müsste der Techniker für seine Dienste belohnt werden, so Wilkerson.

Die komplette englischsprachige Zusammenfassung des Interviews .




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Hat er sicherlich. Leider offensichtlich vergeblich. Denn wirklich geändert hat sich ja nichts.
 
"Ihr habt uns mit der Hand in der Keksdose erwischt. Ok gut, wir werdens nicht mehr tun", wäre zB eine Möglichkeit gewesen.
Die USA sind jedoch nicht gewillt, ihre "Vollausspähung" zu unterlassen. Solange der vermeintliche Gewinn größer ist, als der Schadem, werden sie nichts ändern.

Man könnte es wie Reagan halten: Das Reich des Bösen muss man totrüsten. In dem Falle eben die USA mitsamt ihren Helfern und Helfershelfern.
 
Warum sollten sie es denn lassen?
Das war ja nicht deine ursprüngliche Frage.
Auch beinhaltet mein voriger Beitrag die Antwort auf die von dir gestellte Frage.
Solange der vermeintliche Gewinn größer ist, als der Schadem, werden sie nichts ändern.
Sprich, der Preis muss für die Massenüberwachung so groß werden, dass sie ihn nicht mehr stemmen können bzw wollen.
Bei einigem Willen, kann man die Geheimdienste totrüsten. Das Problem ist nur, dass jene, die das wollen nicht können und die, die können nicht wollen.
 
Zurück
Oben