Kryptographie und Verschlüsselungsmaschinen

EinsDurchNull

NGBler
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Tag zusammen,

ich wollte mal fragen, ob es hier noch weitere Leute gibt, die sich für Cryptomaschinen interessieren.
Bei mir liegt der Schwerpunkt auf mechanischen und elektromechanischen Maschinen. In der letzten Zeit ist das bei mir etwas eskaliert und ich habe jetzt schon ca. 7 Stück davon angehäuft :uglyngb:
Es macht mir Spaß, sowas nach Feierabend zu reparieren und vertsehen zu versuchen. Und das ist manchmal gar nicht so leicht, wenn man dies im Vergleich zu relativ einfach zu verstehenden Rechenmaschinen sieht (sammle ich auch). Das eine soll immer gleich rechnen und das andere soll abhängig von Schlüsseleinstellungen Pseudozufall erzeugen - und dann gibt es ja noch die lustige Tatsache, dass zB die Hagelin Crypto AG jahrzehntelang im Besitz von CIA und BND war und man auch in mechanische Maschinen schon Hintertürchen eingebaut hat. Teilweise auch in "Zufallsgeneratoren" :cool:. Manchmal hat man die Geräte auch nicht angetastet und einfach nur die Anleitungen so verfasst, dass der Benutzer quasi mit unsicheren Bedienweisen versorgt wurde. Das muss man dann auch noch versuchen zu verstehen bzw. muss es beim Verstehen berücksichtigen..
Noch nicht vorhanden, aber auch für mich interessant sind echte Zufallsgeneratoren (also keine PRNG), die beispielsweise mit radioaktivem Zerfall arbeiten

Mit der Hoffnung auf weitere Cryptonerds,
Beste Grüße.
 
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  • #2
Hier im ersten Bild mein kleinstes Gerät. Eine Hagelin CD-57. Ein nahezu identischer Lizenznachbau ( ) ersetzte in den 60ern die Enigma beim Bundesgrenzschutz.
Laut Angaben von Crypto AG ist die CD-57 kompatibel zur CX-52. Ich habe beide Geräte jeweils doppelt und es noch nicht hinbekommen, sie "miteinander sprechen zu lassen". Der Versuch hat mich einige erfolglose Abende gekostet. Macht aber Spaß, es zu versuchen. Auch wenn man Gefahr läuft, sich dabei eine schwere Synapsenzerrung einzufangen...
Zweites Bild ist ein Tischgerät CX-52. Meine sind mechanisch anfällig und waren beide komplett verharzt, als sie bei mir ankamen. Bei einer muss ich noch den Hebel rechts demontieren und die Achse hartlöten. Dann wird sie wieder wie neu funktionieren.

Spannend ist auch, wie unterschiedlich leicht zu verstehen solche Maschinen sind. Enigma ist einfach zu verstehen, eine "ähnliche" schweizer NeMa eher nicht und bei den Hagelin Geräten kann man stundenlang nachhirnen.
 

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