Krankenversicherung Hund bei bekannten Vorerkrankungen?

Kaesereibe

Haben oder Sein?
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Folgendes: Mein Hund wird wegen eines Kreuzbandschadens in diesem Moment einer an einem Hinterbein unterzogen. Der Schaden geschah scheinbar nicht unfallbedingt, zumindest nicht so dass wir es mitbekommen haben. Durch die Verletzung ist bereits eine leichte Arthrose im Knie entstanden, die in dieser Form nicht gravierend ist, aber wohl auf Lebenszeit bestehen bleiben wird. Zwei Ärzte haben den Hund vorab unabhängig voneinander untersucht und jeweils darauf hingewiesen, dass, da es sich scheinbar nicht um eine Unfallverletzung handelt, das Risiko sehr hoch ist dass das Kreuzband im anderen Hinterbein auf mittelfristiger Sicht auch behandelt werden muss (das gesunde Bein wurde dabei nicht untersucht, es waren nur Vermutungen aufgrund des Befundes am anderen Bein). Sie haben deswegen empfohlen, eine Krankenversicherung für das Tier abzuschließen. Einer der Ärzte wies jedoch darauf hin, dass bei dem momentanen Befund die Möglichkeit besteht, dass die Versicherung die möglichen zukünftigen OP-Kosten nicht übernimmt.

Attraktiv wirkt für mich das Krankenschutz-Angebot der AGILA AG, das sehr viele medizinische Maßnahmen einschließt, darunter auch OP-Kosten. Den online-Antrag habe ich mir bereits angesehen und wundere mich, dass dort nicht nach bekannten Vorerkrankungen oder Operationen gefragt wird. In dem Sinne frage ich euch: Woher kann eine Versicherung dann von selbigen wissen? Holen sie Erkundigungen bei behandelnden Tierärzten ein (nach denen allerdings auch nicht gefragt wird)? Oder gibt es sowas wie eine Zentraldatenbank für Tierkrankenakten? :confused:
Unabhängig davon fand ich in den (PDF) der AGILA AG folgende Punkte unter §4:

2. Es können gesunde Tiere ab dem tariflich oder vertraglich vereinbarten Lebensmonat bis zur Vollendung des vereinbarten Lebensjahres aufgenommen werden.
3. A ls nicht gesund und damit nicht versicherungsfähig gelten Tiere mit chronischen oder akuten Erkrankungen sowie mit Anzeichen oder Symptomen einer rassespezifischen Erkrankung, es sei denn, die Erkrankung erfordert in Zukunft keinerlei medizinische Behandlung.

Gelten die oben beschriebenen Probleme meines Hundes als akute oder chronische Erkrankung? Kann und wird die AGILA darüber evtl. ein Gutachten verlangen? Und damit natürlich wieder der Bogen zur obigen Frage - woher wird die Versicherung von der Krankengeschichte des Hundes erfahren, wenn diese im online-Antrag nicht erfragt wird?

Kann mir da jemand Auskunft geben? Ich könnte vielleicht mal bei der Versicherung direkt nachfragen, hab aber ein wenig Schiss, dass man sich dort merkt wer ich bin :D
 
Allgemeine Bedingungen für die Haftpflicht- und Krankenversicherung (AHKV) schrieb:
§ 8 Versicherte Tiere und Aufnahme in die Versicherung

1. Versichert sind die Haustiere, die im Versicherungsvertrag bezeichnet sind.

2. Es können gesunde Tiere ab dem tariflich oder vertraglich vereinbarten Lebensmonat bis zur Vollendung des vereinbarten Lebensjahres aufgenommen werden.

3. Als nicht gesund und damit nicht versicherungsfähig gelten Tiere mit chronischen oder akuten Erkrankungen sowie mit Anzeichen oder Symptomen einer rassespezifischen Erkrankung, es sei denn, die Erkrankung erfordert in Zukunft keinerlei medizinische Behandlung




Für Schäden gibt es auch eine Sperrfrist von 3 Monaten. Mache dich bitte nicht unglücklich.


Gruß
Baer
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Für Schäden gibt es auch eine Sperrfrist von 3 Monaten. Mache dich bitte nicht unglücklich.

Das ist nicht unbedingt problematisch. Die OP-Nachsorge ist nicht unbedingt das, was aufs Portmonnaie drückt. Es geht eher um mögliche Probleme, die vielleicht in 1-2 Jahren (oder später oder gar nicht) auftreten.
 
Achso. Ich dachte du wolltest die akute Operation abwälzen. Entschuldige bitte. :)

Das kann dir, glaube ich, nur ein Tierarzt beantworten. Man weiß ja auch nicht ob die Erkrankung deines Hundes rassespezifisch ist. Da wäre die Versicherung dann fein heraus und würde eine Erstattung der Kosten ablehnen.

Gruß
Baer
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #5
Nein, wie gesagt liegt der Hund grad auf dem OP-Tisch und die Rechnung werde ich heute Abend selbst übernehmen müssen. Das Kapitel ist leider durch :m

Okay, werde meinen Tierarzt nochmal darauf ansprechen, da ich in den nächsten Tagen sowieso zur Nachsorge mal dort vorbeischauen muss. Allerdings ist die Rasse niemandem bekannt, klar ist das es "irgendein" Mischling ist, der aus dem Tierheim kommt und dort anonym "abgegeben" wurde, ohne Chip/Tattoo und entsprechenden Hintergrundinfos. Ob sich da rassespezifische Erkrankungen beglaubigen lassen weiß ich nicht. Mein Tierarzt hat auch keine klaren Ideen, was für Rassen involviert sein könnten :coffee:
 
Naja, bei einem 'Skann, kann die Versucherung wohl eher nicht auf rassespezifische Erkrankungen argumentieren.

Höchstens darauf, das der Hund ja eben nie gesund war und es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Erkrankung zu Tage tritt.

Ich würd mal mit deinem Tierarzt sprechen und das klären und dann die Versicherung anschreiben wie es in dem Fall aussieht.

Dann hättest du es schriftlich das sie die Kosten übernehmen würden, wenn es denn so käme.
 
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