[Politik und Gesellschaft] Kim Jong-un soll mit USB-Sticks gestürzt werden

Die Human Rights Foundation sowie die Non-Profit-Organisation Forum 280 fordern im Rahmen der Aktion "Flash Drives for Freedom" die Öffentlichkeit auf, ungenutzte USB-Sticks und Speicherkarten zu spenden.

Auf diese werden dann südkoreanischen Fernsehsendungen und Filmen, westlichen Medien sowie der koreanischen Version von Wikipedia und Bücher kopiert. Im Anschluss schmuggeln nordkoreanische Flüchtlinge diese dann von Südkorea nach Nordkorea wo sie unter der Bevölkerung verteilt werden. Hiermit soll den nordkoreanischen Bürgern ein möglichst unzensierter Blick auf Nordkorea aber auch auf andere Länder wie Amerika ermöglicht werden.

Gruppierungen wie Fighters for a Free North Korea, North Korea Intellectual Solitarity oder North Korean Strategy Center betreiben diesen Schmuggel bereits seit längerem, bezahlen die Speichermedien aber selbst. Da bei diesen Aktionen auch noch Bestechungsgelder und Schmugglergebühren anfallen, treiben die Speichermedien die Kosten in die Höhe. Mit den gespendeten Sticks und Karten sollen diese gesenkt werden. Anstelle von Speichermedien kann auch Geld gespendet werden, die dann für den Kauf von Sticks und Karten verwendet wird.

Quelle:
 
Nette Aktion, aber ich frage mich gerade, wie viele PCs mit USB-Anschluss in Nordkorea herumstehen.
 
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  • #4
@Dieter85:

Laut diversen Quellen finden Computer selbst in Nordkorea immer mehr an Verbreitung.

Der Besitz von Computern und DVD-Spielern mit USB-Buchse nimmt rapide zu - die Geräte werden aus China eingeführt oder umgerüstet. Und wer kein Abspielgerät hat, sieht bei Bekannten mit.

Quelle:

Und für die Sachen die als Text auf dem Sticks oder Karten vorliegen braucht es im Grunde genommen nur einen Computer und einen Drucker. Und ein paar Menschen die mutig genug sind die Ausdrucke zu verteilen.
 


Wir können uns eine Mangelwirtschaft gar nicht vorstellen. Hardware ohne Verbrauchsmaterial reicht nicht.
Und ohne Strom ist sie gänzlich unnütz.
 
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  • #6
Wenn ich mir den im vorherigen Beitrag von mir genannten Artikel durchlese sollte es durchaus genug Menschen in Nordkorea geben, die über alles nötige verfügen. Da die im Eingangsbeitrag genannten Gruppierungen das ganze ja schon länger betreiben muss es solche Leute auch geben. Speichermedien z. B. in Dörfern ohne Strom und Rechner zu verteilen macht ja auch keinen Sinn.
 
Ich meinte nicht, daß es auf dem Land keine Stromleitung gibt, sondern daß Stromerzeugung ein Problem ist.

Das Land ist nachts, bis auf die Hauptstadt, dunkel.
 
Viel schlimmer als die Vorstellung, daß diese Aktion sinnlos sein könnte, ist der, daß sie vielleicht Menschenleben gefährdet.

Denn man mag in NK einen Rechner bekommen, aber mit welchem OS läuft dieser dann?

Wahrscheinlich mit Red Star, dem Landeseigenen OS?

Dieses hat einen Watermarking Prozess. Wird eine Datei z.B. von einem USB-Stick geöffnet, dann wird die Festplattennummer mit in das Dokument integriert. Somit sind Verteilungswege nachzuvollziehen.

Zwar sind diese Markierungen zu entfernen, wenn man von ihnen weiß, aber am Wissen mangelt es dort ja gerade.
 
Oh nein, haben die Behörden von Südkorea und der USA nicht genug Kohle ein paar hunderttausend Speichermedien zu kaufen, sie dann als gespendet zu deklarieren und dann nach Nordkorea schmuggeln zu lassen?
Ach ja, sie brauchen zumindest einen öffentlichwirksamen Aufruf, damit die folgenden Geheimdienstoperationen plausibel klingen.
 
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  • #10
Viel schlimmer als die Vorstellung, daß diese Aktion sinnlos sein könnte, ist der, daß sie vielleicht Menschenleben gefährdet.

Davon kann man ausgehen, dass hier Menschenleben gefährdet werden. Schon alleine derjenigen die das Zeug schmuggeln.

Denn man mag in NK einen Rechner bekommen, aber mit welchem OS läuft dieser dann?

Wahrscheinlich mit Red Star, dem Landeseigenen OS?

Laut dem ntv-Artikel kommen Rechner über China ins Land. Da meines Wissens Rechner in Nordkorea genehmigungspflichtig sind, gehe ich mal davon aus, dass diese ebenfalls geschmuggelt werden. In China gibt es Rechner auch mit Windows oder Linux.

@TBow:

Welche der genannten Gruppierungen gehört zu den südkoreanischen Behörden und welche zu den amerikanischen Behörden?
 
Offiziell keine. Wäre auch selten dämlich, wenn der südkoreanische und/oder der amerikanische Geheimdienst, zu Spenden aufrufen würde. Das ist ein typischer Fall für eine verdeckte Operation.
Am besten wäre es, wenn man chinesische Produkte über Strohmänner organisiert und diese dann schmuggeln lässt, damit man möglichst plausibel alles abstreiten kann. War ja schon zB in Afghanistan so der Fall.
Natürlich bedarf es auch Strohmänner, um die Bestechungsgelder etc den Organisation zukommen zu lassen. An Tarnfirmen mangelt es den US Behörden ja sicherlich nicht. Seit der Iran Contra Affäre ist das ja hinlänglich bekannt, wie sowas abläuft.

Das heisst aber noch lange nicht, dass die genannten Non Profit Organisationen da mit drin stecken.
 
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