Ketamin bei Depressionen - ein Experiment

Xenon Gas soll auch eine antidepressive Wirkung haben. Aber da ist es wahrscheinlich wie mit dem Ketamin. Kurzfristig sicher gut, aber langfristig muss man dann doch wieder zu anderen Krücken greifen.
Die "modernen" SSRI sind für mich auch sehr ekelhaft.
Im Moment fahre ich mit dem alten Doxepin ganz gut. Wenn man die Matschphase überwunden hat und die kleinste wirksame Dosis (in meinem Fall 37mg) gefunden hat, hat man kaum (erstmal fühlbare) Nebenwirkungen und die Hauptwirkung fühlt sich im Gegensatz zu den SSRI echt an.
 
Nebenwirkungen von Depressionen sind verbockte Leben und Suizide...
Da darf man IMO auch zu Medikamenten mit starken Nebenwirkungen greifen, besonders wenn es darum geht jemanden erstmal auf Therapiefähigkeit zu stabilisieren.
 
Würd mich mal interessieren wie das bei Lachgas/N2O ist. Wirkt ja auch auf das Glutamat System.
Ist bei mir schon einige Jahr her jetzt.
Aber tagelange Auswirkungen hatte ich da glaub ich nie von, werde ich aber beim nächsten mal beobachten.
 
Würd mich mal interessieren wie das bei Lachgas/N2O ist. Wirkt ja auch auf das Glutamat System.

Das kann ich dir nach dem 2.07 sagen. Da habe ich nämlich eine ca. 45 Min Zahnarztsitzung, die mit Lachgas begleitet wird. Das ist zwar nur ein 35 % Lachgas/Sauerstoff Gemisch, aber gespannt bin ich trotzdem.
Ansonsten bin ich, was Depressionen angeht, kein Härtefall. Ich hatte z.B. nie suizidale Gedanken. Ich verstehe auch kaum, wie man soweit kommen kann, den Überlebenstrieb zu überwinden.
Bei den Härtefällen machen Medikamente mit starken Nebenwirkungen sicher Sinn, aber bei mir ist das dann eher ein schlechtes Tauschgeschäft.
 
Ja bei mir in jedem Fall auch.
Ich bin aber auch gut im Verdrängen, ich hab eher psychosomatische Symptome bevor es mir gefühlt psychisch schlecht geht.
Also verspannte Muskulatur, die Schlafstörungen, Magen-/Darmprobleme und sowas.

Gleichzeitig bin ich aber auf einem guten Weg was die Ursachenverarbeitung angeht, ich bin kurz davor eine ganz wichtige Nuss zu knacken hab ich den Eindruck.
Bald noch mal ein bisschen Psychotherapie aber ich schwöre dass meine bisherigen Trips mit Psychedelika mindestens genau so sinnvoll wie jede Therapie davor waren.
Aber zum Nachmachen rate ich keinem, wenn dann erst die verfügbare Lektüre sichten und sich das dann noch mal überlegen.

Aktuell lese ich Topographie des Unbewussten von Stanislav Grof, sehr interessant aber auch ziemlich anspruchsvoll.

Das Ziel ist jedenfalls bewusst leben. Da will ich hin, bin ich aber noch nicht ganz.

E: Ich muss auch bald wieder zum Zahnarzt, übernimmt das N2O die Kasse?
Würd mich allgemein mal interessieren wie die Wirkung da so kommt, vor allem wenn die konstant vorhanden ist. Im Normalfall dauert ein N2O Rausch nur so 2 - 3 Minuten an.
Ist aber denke ich bei missbräuchlichem Konsum stärker und dissoziativer weil mehr auf einmal konsumiert wird.
Während der vollen Wirkung könnte ich jedenfalls den Mund nicht kontrolliert öffnen oder schließen, nur lachen :D Auch mal ganz angenehm
 
Beim Partykonsum von Lachgas wird ja kurzzeitig viel aufgenommen. Beim Zahnarzt ist es ein 35 % Lachgas + Sauerstoff Gemisch, welches auch über 45 Min abgegeben werden kann und auch noch dosiert/eingestellt werden kann, je nach Empfinden.
Die Kosten muss man selbst tragen. Je nach Länge der Behandlung im 70/80 Euro Bereich.
 
Propofol wirkt übrigens, wenn auch nicht lange, antidepressive. (Die Wachphase danach)
Wahrscheinlich war das auch ein Grund warum Michael Jackson sich daran bedient hat.
Er ist übrigens nicht an einer Überdosis Propofol gestorben. Propofol kann man schlecht überdosieren.
Es kann vorkommen, dass Menschen im Propofolschlaf "vergessen" zu atmen. (Hat wohl auch nichts mit einer Atemdepression wie bei zu hoch dosierten Opioden zu tun)
Ein einfaches Zwicken des Patienten hätte wohl gereicht damit er wieder atmet, aber leider war er wohl alleine.
Ich hatte neulich eine freiwillige kleine Operation. Warum ist jetzt egal. Auf jeden Fall ließ der operierende Arzt auf sich warten und der Anästhesist hat mich nach der üblichen Midazolam (Benzo) Spritze angefangen "Teilabzuschießen".
Mit Propofol und Remifentanil (starkes Opioid).
Auf die Frage ob ich schon was merke, habe ich, obwohl ich schon was merkte, mit "nein" geantwortet. :-)
Also stellte der Anästhesist das Gerät um 2 Stufen höher. Dann wurde es interessant und ich fing an den Anästhesisten vollzusappeln. Hatte mich dabei aber noch im Griff.
Meine zweite Frage war ob er vom Ketamin und seiner antidepressiven Wirkung wüsste.
Er hat ziemlich direkt geantwortet und gesagt "Ja, aber es wirkt nicht nachhaltig".
Kurz darauf habe ich im Augenwinkel gesehen wie die Schwester die Propofolspritze durchdrückte und anschließend natürlich das Licht aus war.
Entweder hat der operierende Arzt den Saal betreten oder der Anästhesist wollte einfach nur, dass ich die Klappe halte. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und bei mir durch Zufall gestern.
Mein Erfahrungsbericht wird von den natürlichen Cannabinoiden verfälscht sein.
Dosis ca. 20mg nasal gestern, hatte sich so ergeben. Gestern die Taxifahrt nach Hause war sau unangenehm und ich derbe paranoid aber heute gehts mir mega,
glaub nach den Paranoia gestern mache ich grade mit dem antidepressiven Metaboliten Bekanntschaft.
Hab direkt nach dem Aufstehen die Wohnung durchgesaugt, bin wunderbar ausgeschlafen und erholt.
Bin auf den Rest der Woche gespannt, das soll ja so 1-2 Wochen nachwirken.. :)
 
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