Kaufberatung DSLR

U.S.C.H.

Slayer
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South of Heaven
Hey,

in letzter Zeit habe ich immer mehr Lust Fotos zu machen, kompletter Neuling. Ich habe bis dato eigentlich alles mögliche fotografiert via DSLR von einer EX, die Erfahrungen damit liegen etwas zurück.

Ich weiß leider nur noch die Marke "Canon" (ich komme ums verrecken nicht mehr auf das Modell) die Kamera war eigentlich okay, was mich überwiegend störte war das eigene Unwissen. Makroaufnahmen waren damals eher unser Ding allerdings ohne ein besonderes Objektiv dafür.

Was genau ich fotografieren möchte, lässt sich relativ schwer eingrenzen da ich mir öfter denke, Mensch das müsste man eigentlich ein Foto von machen und mein Handy genügt da meinen Ansprüchen nicht mehr. Dazu zählen Menschen, Landschaften, Lowlight Bilder (sehr gerne Sternenhimmel), Häuser und Tiere und dann sicherlich auch mal ein wenig Makrozeug.

Das Budget ohne Zubehör sollte 2-3k€ nicht überschreiten, damit ich das für mich beste aus den möglichen Motive raushole, schrecken mich auch nicht diverse Objektive ab.

Ob der Sucher nun elektronisch oder optisch sein sollte weiß ich nicht genau da beide Vor- und Nachteile haben, außer ich habe da etwas falsch verstanden.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich schaue mir nun wiederholt auf Amazon diverse Kameras auf Amazon an und komme zu keinem Ergebnis welche am besten geeignet wäre, selbst ohne jegliche Ambitionen Sportfotografie zu betreiben reizt mich die D500 von Nikon oder eine EOS 5D Mark III... vielleicht rät mir auch jemand zu etwas komplett anderem was mich dann komplett überzeugt.
 
Ui, sicher, dass du direkt so viel investieren möchtest?

Wenn ja, empfehle ich dir generell, eine gebrauchte Vollformat mit niedrigem Shuttercount zu kaufen. Dazu ein gutes Weitwinkelzoom und ein lichtstarkes 50mm, damit bist du dann auch schon an der Grenze mit deinem Budget. Canon, Nikon, Sony - eigentlich alles ähnlich, vor allem als Einsteiger. (Meine Empfehlung wäre die aktuelleste, spiegellose Systemkamera mit Vollformat von Sony - etwas kleinerer Objektivpark, dafür imgrunde alle Objektive adaptierbar)

Abgesehen von dem ganzen Technikkrimskrams solltest du mal in einen Fotoladen gehen und schauen, wie dir die Haptik der Kameras zusagt. Menüführung, Handhabung, Größe, Aussehen. Vollformat inkl Objektiv kann zB sehr schwer werden. Für mich persönlich ist das zu viel Gewicht, ich habe bspw. eine spiegellose APS-C Kamera, die wiegt je nach Objektiv um die 500g und weniger. Dagegen das VF mit 2-3 Kilo - eine ganz andere Klasse.

Zusätzlich könntest du auch erstmal die Basics lernen mit der geliehenen DSLR - Lichtstärke, Belichtungszeit, ISO, Technikausstattung wie Stabi, Spiegel, etc. Damit weißt du dann auch selbst, was dir wichtiger ist. Denn neben Fotos machen an sich ist es auch echt spaßig, selbst sein Technikzoo auf- und auszubauen.
 
Oooke, jetzt mal langsam. Du hast noch keine Ahnung vom Fotografieren und denkst an eine EOS 5D Mark III? Ich würde es nicht gleich übertreiben :D Für den Einstieg reicht dir locker ne Dreistellige (z.B. 750D) oder, wenn du ne Vollformat willst (weniger Rauschen bei höhere ISO -> gut für Nachtaufnahmen) ne 6D. Die bekommst du im Kit für ~ 1800€. Damit hast du dann schon ne Profi-Ausrüstung ;)

Was du machen könntest -> Dreistellige Canon + 24-70 Objektiv. Oder, wobei ich das für einen Anfänger schon fast etwas arg übertrieben finde, 6D (Vollformat) mit 24-70 mm.

Zum Probieren reicht dir imho aber auch ne Dreistellige mit dazugehörigen "Billig"-Kit-Objektiv. Merke: Je mehr du an der Kamera drehen und fummeln kannst desto schwieriger und evtl schlechter sind deine Fotos auch erst mal.

Edit: Und nein ich will dir hier keien Canon empfehlen. Nikon und Co schenken sich da eigentlich nichts. Bis auf das Canon wohl die meisten Objektive hat.
 
DSLR technisch unterscheiden sich die ganzen Hersteller im Einsteigerbereich so gut wie gar nicht. Daher: befummeln. Haptik und Menüführung. Objektive sind die Herstellereigenen von Nikon imho etwas teurer als das Zeug von Canon, von Fremdherstellern (Sigma, Tamron etc.) gibt es eh meist 3 Ausführungen (Canon/Nikon/Sony).

Und - lass den Quatsch sofort mit dem Max. Gear. Für den Anfang Body + Kitobjektiv + kleine Festbrennweite (50mm f1.8) und gut ist.
Erst mal mit der Kamera vertraut machen - Manueller Modus und Halbautomatiken, Verhältnis Iso/Zeit/Blende, Bildausschnitt usw.

Danach kannst du dann für dich erst mal wirklich festlegen was du am ehesten brauchst.

Nachthimmel/Sterne? Da braucht es was (ultra)weitwinkliges mit vernünftiger Lichtstärke. Kostet mal eben 500 Flocken für APS-C wenn man Zoom dabei haben möchte.
Ordentliches Macro? Je nach Typ (mit IS/ohne IS/Fremdanbieter oder nicht) 400-800 Flocken.
Immerdrauf? Das von godlike erwähnte 24-70 z.B.

Außerdem darfst du den ganzen anderen Quatsch der anfällt nicht vergessen. Zweitakku, 2. Speicherkarte, vernünftiges Stativ, Gegenlichtblenden, vernünftiger Gurt/Handschlaufe, ggf. ein Graufilterset, Rucksack oder Tasche - da kommt ordentlich geraffel zusammen - und das will auch erst mal getragen werden.

Am meisten holt man eh mit vernünftigen Gläsern raus. Mit einem 70-300mm Suppenzoom für 100€ nutzt dir auch der 2.000€ Body nix.


*hust*
 
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  • #5


Das Budget bezog sich auf die Kamera mir ist klar dass ich für Objektive dann auch nochmal zuzahlen darf, ist nicht so tragisch. Aber warum rätst Du mir zu einer Systemkamera, lediglich wegen dem Gewicht? Was meinst Du mit im Grunde adaptierbar, liest sich für mich eher so als ob man da dann Erfahrung bräuchte damit man auch weiß wie man es adaptiert bekommt. Ich werde trotzdem mal danach schauen, hast Du evtl gleich eine bestimmte im Kopf(Namen)?

Den Tipp mit dem Fotoladen werde ich beherzigen allerdings kriege ich dabei fast ein schlechtes Gewissen, die Kameras zu begutachten und dann wieder zu gehen, vielleicht kommt es auch zum Impulskauf.

Von der Seite habe ich die ganze Thematik noch nicht betrachtet, ehrlich gesagt weiß ich nicht ob ich daran gefallen finde meinen Technikzoo auf- und auszubauen, da die Entscheidung sich für mich nun schon schwierig gestaltet.



Danke für den Tipp mit der 6D, ich schau sie mir an und werde sofern der Fotoladen die parat hat auch dann mal direkt im Laden testen.

Was wäre denn eigentlich genau ein "Billig"-Kit-Objektiv? Ist damit das was z.B. bei Amazon immer als Kit zusätzlich angeboten wird gemeint?

Bei der dreistelligen Canon stellt sich mir halt auch wieder die Frage welche denn (750D warum die?)? Ich schaue halt und man wird quasi von der Auswahl erschlagen.

Klar ich gehe auch davon aus das meine Fotos definitiv schlecht sein werden, Übung macht den Meister und vor allem dann euer Feedback, ich denke mal ich kriege davon bestimmt genug wenn man hier Bilder teilt. ;)
 
Ich denke schon, dass dir auch der Technikteil Spaß machen wird. Besonders wenn es am Anfang schwierig erscheint, macht es umso mehr Spaß. Lernen wirst du sehr schnell, indem du etwas besitzt, ausprobierst und Unterschiede erkennst. Das geht echt schnell.

Mit adaptieren meine ich, es gibt sehr viele Objektivadapter. Die spiegellosen können nicht nur ihre eigene E-Mount Objektive aufnehmen, sondern mit Adapter jedes A-Mount von Sony. Für Canon gibt es auch einen Autofokus-Adapter, wenn mich nicht alles täuscht.

Konkret dachte ich an die Sony A7R oder A7R2.
 
Ich halte es echt fuer Quatsch sich eine Einstellige zu holen wenn man 0 Ahnung hat...

Nimm bei MediaMarkt und Co. eine Dreier mit Kit Objektiv und dann teste, probiere, uebe. Und merke: Mehr Megapixel heisst nicht, bessere Fotos. Lass dir im Fotoladen nix aufschwatzen.
 
Als spiegellose Kamera, die bisschen günstiger ist, empfehle ich gerne die Alpha 6000. Wirklich leicht, guter Sensor, ziemlich günstig, und somit einiges Budget für Objektive. Elektronischer Sucher (zeigt auch Einstellungen an, geschossene Fotos), somit auch guter LiveView, ist evtl ungewohnt, wenn du nur typische DSLRs gewohnt bist.
 
Was wäre denn eigentlich genau ein "Billig"-Kit-Objektiv? Ist damit das was z.B. bei Amazon immer als Kit zusätzlich angeboten wird gemeint?
Jep, genau das! ;) Die sind halt lange nicht so gut wie ein L von Sony dafür aber halt günstig (eigentlich alles unter 500€ für eine Linse ist imho recht günstig).

Hier noch ne Seite wo du nach allen Regeln der Kunst Kameras durekt vergleichen kannst. Hier mal der Vergleich 6D vs 750D:

Bei ner Spiegellosen kann werner nur zustimmen. Die Sony A7R ist ne brutal gute Kamera. Ebenfalls Vollformat.

Die Teile in nem Laden vorher mal zu betatschen ist aber eine gute Idee. Ich komm mit ner Nikon irgendwie nicht so gut zurecht. Ne Canon lieg aber gut in der Hand. Musst du mal schauen was für dich am angenehmsten ist.

Am Ende bist eh DU für die Fotos verantwortlich. Jemand mit Gefühl für die Sache und etwas Ahnung holt aus ner 750D sicher mehr raus als ein Anfänger mit ner 6D von dem her ;)

Bei der dreistelligen Canon stellt sich mir halt auch wieder die Frage welche denn (750D warum die?)?
Ach das war nur ein Beispiel. Hauptsächlich wegen dem Preis ;) Dann hast noch Kohle für ein oder zwei gute Objektive ;) (Beim Makro und ner Canon kann ich das Canon EF 100 mm 2,8 L IS USM empfehlen, als Immerdrauf wie gesagt entweder das"günstige" EF 24-70mm f/1:4L IS USM [etwas doof wegen der Blende 4] oder halt ein super günstiges Kit aus dem Laden)
 
Ja, das ist besonders wichtig. Eine Kamera und Equipment gibt die Möglichkeiten vor. Größerer Sensor? Mehr Bokeh, weitwinklerige Aufnahmen, etwas bessere Low Light Möglichkeiten. Was damit passiert, hängt ausschließlich vom Fotografen ab.

Wenn du an den Punkt gelangst, wo du denkst dass dich deine APS-C Kamera oder mft Kamera stark begrenzt, kannst du updaten.
Ich bin noch nicht an diesem Punkt angekommen. In einigen Bereichen durchaus, aber noch nicht so, als dass es sich lohnen würde.

Achja: Noch ein paar Vor- und Nachteile einer Spiegellosen
- Du möchtest unauffälliger bleiben, zB in der Streetfotografie
- Du möchtest proffessionell wirken -> eher schlecht, da die meisten mit kleinen Kameras erstmal nicht "richtiger" Fotograf verbinden; das legt sich dann aber mit der
- Du möchtest deine Kamera auf eine Party mitnehmen und inkl. Pancake Gruppenportraits machen -> gut, passt in die Jackentasche

Ich denke Bildtechnisch steht da kaum eine Marke der anderen nach. Hier geht es vor allem um Vollformat vs APS-C. Und der Rest ist dein Geschmack. Jeder wird dir sein eigenes System empfehlen mit dem er fotografiert, weil es selten etwas schlechtes zu finden gibt :)
 
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  • #11


Es wäre halt toll wenn Du noch ergänzen könntest was denn z.B. ein vernünftiges (ultra) weitwinkliges ist, ich weiß für diejenigen die sich in der Materie auskennen, ist es bestimmt klar aber mir leider nicht. Kenne mich wie gesagt 0 aus und bitte genau da auch um Hilfe. Auch was halt ein gutes 24-70er ist, da wird es bestimmt auch Qualitätsunterschiede geben?!

@all
Mir ist auch bewusst das meine Bilder am Anfang, vielleicht auch längere Zeit, unabhängig von der verwendeten Ausrüstung grottig sein werden, who cares ich will für mich fotografieren und nicht damit anderen Leuten meine Bilder gefallen, das ist sicherlich toll wenn es mal so sein sollte aber das wird bestimmt dauern. Also ja mir ist klar das andere Leute damit sicherlich bessere Bilder machen können, auch mit anderen Kameras aber das hält mich doch nicht davon ab mich zu verbessern, ich verstehe halt nicht warum ich von vornherein die Möglichkeiten gefühlt eingrenzen soll?

Die Priorität wird bei mir am Anfang auf Sternenhimmel bzw. Nachtaufnahmen liegen, daher tendiere ich momentan zur 6D(die wohl auch schon einige Jahre auf dem Markt ist und als Einsteigermodell für Vollformat gilt?!) auch wenn es übertrieben sein mag. Ich sollte mir auch ein Stativ (was wäre ein gutes Stativ, worauf sollte ich achten?) holen um Verwackler zu vermeiden wegen den längeren Zeiten. Übrigens habe ich meine Ex befragt und es handelt sich bei der Kamera um eine wie sie meinte alte 400D.

Die Modelle von Sony sind auch noch nicht raus, ich fahre morgen ein paar Läden an und bin gespannt wie sich die Kameras anfühlen und wie mir Display und Menüs zusagen, vielleicht entscheidet es sich am Ende ganz einfach daran.
 
Ich denke, dir rät jeder dazu, dich zu "begrenzen", dass du nicht unnötig viel Geld ausgibst. Wenn du es locker hast, kannst du es natürlich machen. Aber Stell dir vor, du kaufst dir teures Equipment für Astro/Nachtfotos, um dann zu merken, dass es dir gar nicht so viel Spaß macht wie du denkst.

Wenn ich mir keine Gedanken über Geld machen müsste, würde ich mir auch sofort eine VF kaufen. Aber meine kleine A6000 möchte ich trotzdem nie mehr missen :cool:

Das gute ist an dem Hobby, dass vor allem AF Objektive auf dem Gebrauchtmarkt kaum an Wert verlieren. Heißt, du kaufst es gebraucht für 1000 und kannst es im besten Fall nach einem Jahr für denselben Preis wieder verkaufen.
 
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  • #13
Habe nun meine 6D, Zweitakku, Stativ, Rucksack, Objektiv das 24-70mm f/4L IS USM, dazu hab ich mir für den Anfang eine 128er geholt.

Andere Objektive werden mit Sicherheit folgen, ma schauen ob ich direkt heute anfange, erstmal Akku laden. ._.
 
Mal eben so 2500€ ausgegeben. Als Einsteiger. Mögest du deine jetzige Motivation beibehalten.
 
Wenn ers übrig hat, dann kann ers ja tun :T Wenn nicht, und kein Bock mehr in 1 Monat, dann wirds im sicher eine Lehre sein :eek:
 
Anstelle einer 128er hätte ich eher 32er oder 16er genommen ... SD Karten sind zickig, gehen gerne mal dann kaputt wenn man es echt nicht brauchen kann und dann sind wenigstens nicht alle Sachen weg :p
 
Würde meine Fotos prinzipiell nach jedem Fotoshooting bzw. am Abend sichern / rüber ziehen. Hatte es auch schon das ich 2 Stunden wo Fotos als Auftrag gemacht habe und am Abend war die Karte kaputt :dozey:

Btw.: GZ zur Ausrüstung. Ich hab knapp 20 Jahre gebraucht bis ich mir ne Kamera in der Preisregion gegönnt habe :D
 
Ich würde dir übrigens empfehlen direkt in RAW zu fotografieren, und dir eine geeignete Postprocessing-Software zu besorgen (Lightroom). Youtubevideos bringen schnell rüber, was damit alles so möglich ist. Und dazu brauchst du eben RAW.

Und natürlich: Zeigen, und Feedback holen :)
 
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  • #20


Klar lasse ich die Fotos in RAW abspeichern :)

Erstmal lerne ich die Kamera kennen, danach LR und dann wird gezeigt :cool:

Mit viel Pech kriegt ihr Augenkrebs beim nächsten Wettbewerb, wenn ich auch eins einreiche :D
 
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