[Politik und Gesellschaft] Kükenschreddern bleibt vorerst erlaubt

Heute fiel das Urteil vom Bundesverwaltungsgericht: Das Schreddern von Küken bleibt vorerst erlaubt. Was momentan in der EU geduldet wird wurde nun auch bestätigt: Bis man alternative Möglichkeiten findet zur Geschlechterbestimmung vor der Geburt ist es zulässig Küken innerhalb der ersten 72 Stunden zu schreddern. Es wurde im deutlich im Urteil geschrieben, dass Wirtschaftliche Interessen kein vernünftiger Grund sei für das Töten, jedoch soll das Ziel sein schnellstmöglich Verfahren zur Geschlechterbestimmung zu finden um zeitnah ein Ende des Schreddern erzwingen zu können.

Quelle:
 
Das Weltbild, ja, hätte einen Thread verdient. Wie sieht das Weltbild aus. Ganz ehrlich, ich bin 41 Jahre und habe mir nie Gedanken über das (eigene) Schlachten von tieren gemacht. Ich gehe in den Supermarkt und kaufe mir fertiges Fleisch. Ja heute wird alles in Frage gestellt, zurecht, aber ich habe täglich zwischen 11:30 und 13:30 Mittagessenhunger und kaufe mir dann halt Fertiggericht Hühnerfrikassee von Penny (schon hier im ngb in anderem Thread thematisiert) und ja ich Scheisse drauf. Egoist, AfD-Wähler, Ignorant? Keine Ahnung, ich bin Stadtkind. Ach Mann lasst mich doch in Ruhe, Tiere, pff.

ps: 1:13 habe Hunger auf was deftiges (Huhn oder so).
 
Richtig. Den meisten ist es scheißegal. Da muss der Respekt her. Persönlichkeit. Aber was haben Küken da schon zu bieten?

Ich hab was gefunden gerade, lässt tief bliecken:
 
Solange man das Huhn nicht erfolgreich gefragt hat, welches Geschlecht es annehmen will, sollte man es eh nicht schlachten. Vielleicht will es ja geschlechtslos aufwachsen. Denkt mal drüber nach!

Aber, kein Grund für Sarkasmus, denn ich bin mir sicher, dass sich bei diesem enormen Druck, der da aufgebaut wird, Horden an Wissenschaftlern daran machen, eine Lösung zu finden. Oder wir lassen einfach weiter unseren Abgasen freien Lauf und das Problem erledigt sich mit Glück von selbst.

TLDR: Viele Menschen essen viel zu viel Fleisch und anderen Kram, den es nicht unbedingt (jederzeit) bräuchte. Sehr traurig für die Natur und Umwelt. Und eigentlich auch für uns selbst, aber hey, das Wasser kocht noch nicht... glaub ich.

Ich werde den Tag feiern, an dem diese ganze beschissene "Zivilisation" endlich zusammenbricht. Anders haben wirs auch nicht verdient, so wie wir mit dem Leben auf der Erde und dem Planeten selbst umgehen.
Das finde ich ehrlich gesagt zu pauschal, auch wenn ich glaub schon weiß, wie Du es meinst. Aber ich würde es mittlerweile wahrscheinlich anders formulieren, wenn es mir nicht grad in der Form rausrutscht. ;-)
 
Es ist im Grunde zu spät, die Lebensmittel-Kapitalismus-Industrie hat ein dermassen gutes Karma in der der Politik, da helfen nur radikale Greenpeace-Aktionen. ich weiss doch auch nicht, hineingeboren in *Stadtkindbekommtallesimsupermarkt*. Ich habe hier gerade einen langen Text editiert oder gelöscht, ich denke mir manchmal einfach nur. Kann ichs aufhalten, habe ich vor allendingen die Kraft und die Zeit das aufzuhalten? Fleisch werde ich immer essen. Ich kenne das noch eigene Hühner gefangen und gebraten zu haben. Ist das besser, Nein. Wir Menschen brauchen Fleisch, Veganer mögen mir widersprechen, aber dann töten wir halt Tiere. Schnitzel in Knoblauch-Sahne-Sauce ist lecker und ich will mir das nicht nehmen lassen.
 
Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.

Warum zu spät? Wenn jeder weniger isst und man sich noch um die Tiere kümmert, bevor man sie schlachtet, dann wärs ja relativ ok. Kostet nicht die Welt und keiner wird zu schwach, um zu leben.
So könnte man also Ketten meiden und alle paar Tage mal zum örtlichen Metzger gehen. In der Art mein ich.
 
So könnte man also Ketten meiden und alle paar Tage mal zum örtlichen Metzger gehen. In der Art mein ich.

Und der Metzger hat sein Fleisch woher? Vom gleichen Großschlachthof wie der Discounter auch...
Die EU tut alles dafür um die letzten Alternativen auch noch umzubringen.
 
Kannst ja mal anfangen. Du alleine? Also starte eine Gruppe, eine Demo, gewinne Leute für dich, mach dem Konsumenten klar, dass er was bewirken kann. Nur darüber reden bringt gar nichts. Aber das ist genau das was passiert, besonders hier im ngb. Machen, Aktionen, mobilisieren, dazu hat keiner Lust, nicht das Nerd & Geeks Board.
 
Ich sprach da natürlich schon von solchen Metzgern mit eigener, quasi kleiner Schlachtung. Dass das nur bis zu einer gewissen Größenordnung bedingt geht, ist klar.

Ob in kleinerem oder größeren Rahmen, ein Verbraucher kann dennoch Menge und Anbieter wählen. Und man könnte den Anbietern auch mal sagen, was man davon hält und dass man lieber mehr zahlt, aber dann garantierte und gute Bedingungen haben will. - Dass das in dem Kontext teils ein makaberer Witz ist, muss man ja nicht auch noch diskutieren. ;-)

@Laui: Ja, mit Leuten darüber reden, sollte man schon. So, wie bei fast allem.
Und für wen Demos oder ähnliches nichts sind, der kann noch immer quasi passiv aktiv sein.
Ein wirkliches Mobilisieren ist aber sicher schwer, dem stimme ich zu. Es geht ja auch nicht um Benzinpreise.
 
Ich behaupte mal selbst den Audi Fahrer Benzinpreise kriegst du heute auch nicht mehr mobilisiert. Aber das ist mir auch Scheiss egal, Autos können von mir aus verrecken. Ich sage nur, die Industrie, Schlachtindustrie in dem Fall ist so verzwickt. wir sind ja fast reingeboren in dieses "Ichkaufmiralleausdemsupermarkt" Ding. Wie willst du das rückgängig machen. Klar heute im Social Media wird alles diskutiert und aufgedeckt, aber was ändern? Ändert sich was? Oder mal anders gefragt. Du willst Fleisch in Sahnesauce, willst du es denn auch selber schlachten. Und nicht das Huhn, das wäre ja größenmäßig noch harmlos, Nein, das Rindtier, das Schwein. Hast du denn überhaupt die Möglichkeit dazu, dir deine eigene Tierzucht zu führen, wenn du in einer Großstadt in 30451 wohnst. Geht nicht mehr, vergiss es. Nach mir die Sinnflut.
 
Solange man das Huhn nicht erfolgreich gefragt hat, welches Geschlecht es annehmen will, sollte man es eh nicht schlachten. Vielleicht will es ja geschlechtslos aufwachsen. Denkt mal drüber nach!

ymmd! :D

[video]https://getyarn.io/yarn-clip/8906d280-50fe-4199-b7fa-7a163c5ac289[/video]
 
Die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Werbung könnte nun endlich einen Gesetzesentwurf vorlegen, um den Wahnsinn wenigstens in Deutschland zu stoppen. Doch leider heisst sie Klöckner und steckt bis zu den Pumps im Anus der Agrarlobby.
 
Nicht nur in der Agrarlobby.
(Betäubungslose Ferkelkastration war/ist auch so eine ekelerregende Angelegenheit, die sie nicht aus der Welt schaffte)

Die macht auch schwerstens Werbung für und mit dem Wasserdieb Nestlé Werbung.
Als Ministerin. Aber das fliegt ihr gerade um die Ohren. Da hat sie keine Zeit mehr für Tierschutz.
 
Wir müssten lediglich den Fleischkonsum auf maximal einen Tag in der Woche reduzieren, das reicht völlig aus. Küken brauche ich persönlich dabei überhaupt nicht.
 
du bist entlarvt, renate künast!

natürlich hast du recht. ich esse nur noch wenig fleisch, aber ich zwinge mich nicht. es hat sich einfach so entwickelt. eier kaufe ich aus privater haltung, die paar cent mehr, die es kostet, bringen mich nicht um. aber wie ist es bei fertigprodukten. mein kuchenkonsum toppt bequem den verbrauch einer vierköpfigen familie bekanntermaßen, und ich kann mir denken wo die bäcker die eier beziehen und wo eher nicht. so lande ich bei adorno - und was soll ich nun tun? es gibt kein richtiges leben im privaten, ich muß es anerkennen. dann braucht es politische entscheidungen, die wiederum aber maßvoll sein müßen. küken schreddern zu verbieten ist nur eine halbherzige entscheidung, aber viel mehr wird die bevölkerung nicht mittragen. und das ist nun einmal voraussetzung für legitimes politisches handeln.
 
Ja, die böse Hexe ist es, die Schuld ist. Niemand sonst. Vor allem nicht der Verbraucher.

Sowohl das Thema Hähnchenschreddern, als auch das Thema Ferkelkastration hat das Ministerium auf dem Schirm, wie man ausführlich auf der Seite des Ministeriums nachlesen kann.
Alleine kann sie überhaupt keine Gesetzesinitiative starten, weil ihr dazu das Recht fehlt. Das müßte die Regierung machen.
Oder mit 5% wäre auch der Bundestag in der Lage, somit derzeit jede vertretene Partei.

Aber?: tumbleweed

Heute muß aber immer jemand Schuld haben.

Hat schon jemand soviel Mitleid mit den Küken gehabt, daß er seinem Wahlkreisabgeordneten deswegen auf die Eier gegangen auf die Pelle gerückt mal auf das Thema angesprochen und ordentlich Dampf gemacht hätte?
 
Wir sind also schuld, dass Miss Freiwilligkeit und ihre CDU-Kolleg*innen nichts gebacken kriegen? Habe es schon geahnt. :rolleyes:

Sowohl das Thema Hähnchenschreddern, als auch das Thema Ferkelkastration hat das Ministerium auf dem Schirm, wie man ausführlich auf der Seite des Ministeriums nachlesen kann.
Alleine kann sie überhaupt keine Gesetzesinitiative starten, weil ihr dazu das Recht fehlt. Das müßte die Regierung machen.
Soll das heissen, dass sie in ihrem unermüdlichen Tatendrang ausgebremst wird? Hast Du einen Kasper verschluckt?

Mein Wahlkreisabgeordneter schlägt sich vor den Kopf, wenn er sieht, was Klöckner, Scheuer und Co. veranstalten.
 
Das soll heißen, daß es extrem simple ist, bei vielen, die da untätig rumstehen, einfach einen auszusuchen, der dann Schuld hat.

Das ist Populisten-, und ,damit eingeschlossen, auch AfD-Style.

Was macht denn Dein Wahlkreisabgeordneter noch so für Sachen? Vielleicht sogar Sinnvolles und /oder Konstruktives?
Oder ist er der Oberwutbüger bei Euch, der die ganze Zeit nur über Klöckner, Scheuer und Co jammert? Die bremsen ihn wahrscheinlich aus, in seinem unermüdlichen Tatendrang.
 
Das Problem ist in beiden Fällen, dass sowohl Kükenschreddern als auch Ferkelkastration nur männliche Tiere betrifft.

Wenn man von den Tierschützern die Radikal-Feministen abzieht, die am liebsten auch männliche Menschenkinder schreddern würden, bleibt nicht mehr viel übrig :uglyngb:
 
Das soll heißen, daß es extrem simple ist, bei vielen, die da untätig rumstehen, einfach einen auszusuchen, der dann Schuld hat.
Nun lässt es sich aber nicht leugnen, dass Klöckner leider Gottes Merkels u.a. auch für den Tierschutz verantwortlich zeichnet, dort wie ihr Vorgänger Schmidt bremst und ausschliesslich Lobbyinteressen vertritt. Über den Skandalbruder brauchen wir uns wohl nicht mehr zu unterhalten.

Zum anderen Blabla sage ich nichts.
 
Lassen wir es. Dir geht es ja eh nicht um das Thema sondern nur darum, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Deine Abneigung gegen Schwarze in einem Thread unterzubringen.
 
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