[Wissenschaft] JAB Code

jabcode.png

Das Fraunhofer Institut SIT in Darmstadt hat im Auftrag des BSI einen bunten Barcode entwickelt in dem mehr Daten gespeichert werden können als in der verwendeten Schwarzweißvariante. Zudem sollen durch die hohe Datendichte Fälschungen schwieriger werden.

JAB (Just another Bar Code) Code besteht aus bunten Farbquadranten. Aktuell werden acht Farben empfohlen, was einer dreimal höheren Datendichte entspricht. Dies sei mit aktuellen Smartphonekameras gut auslesbar. JAB Code besteht aus zwei Basistypen: Master Symbolen und Slave Symbolen. Ein JAB Code besteht aus einem Master Symbol und optional viele Slave Symbole. Das Masterp Symbol beinhaltet vier Patterns in den Ecken des Symbols, während das Slave Symbol kein Muster hat. Ein Slave Symbol ist entweder an einem Master oder an einem anderen Slave horizontal oder vertikal angedockt.

JAB soll sowohl eine DIN-Normierung als auch ein internationaler ISO-Standard werden. Eine Übertragung in Graustufen ist ebenfalls angedacht.

Ich selbst bin gespannt, ob sich JAB Code duchsetzen wird.

Code inklusive Writer und Reader:
BSI-Spezifikation:
 
Dagegen! Alter, gib den Vierjährigen mal Buntstifte ………………….
Das schmerzt ja richtig im Auge. Die muß man verklagen wegen Augenkrebs und so. Mit Graustufen müßte man mal sehen. Falls sich soetwas wirklich durchsetzen sollte brauche ich eine Schwarzweißbrille (Sephia geht auch noch) …………… dieses beleidigt ja jedes Farbempfinden. Bestimmt mit einer KI entwickelt, der Rotz!
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Graustufen fänd ich persönlich auch ok, die Farbe ist unmöglich.

Egal wie, verwende ich QR-Code vielleicht 2-3 Mal im Jahr, daher...
 
Nun hat QR vermutlich nicht mal 2% der EAN und ähnlichen Barcodes abgelöst … nun brauchen wir mehr Datendichte … So ein Barcode soll ja möglichst fehler-unanfällig sein und da sind Grau / Farbstufen sicher von Nachteil
 
Ja, Farben sind da sicher nachteilig, schon alleine weil die Farbwiedergabe vieler Ausgabegeräte (Monitor, Drucker, etc.) sicher zu wünschen übrig lässt. Selbst obwohl man sich gerade auf wenige Grundfarben beschränkt hat. Dem kann man zwar mit Redundanz innerhalb des Codes gegenwirken, allerdings ist Redundanz wiederum der Gegner von hoher Datendichte.

Aber gut, wenn der Code von aktuellen Readern dann einfach zusätzlich unterstützt wird, ist das sicher kein Nachteil, sondern eben nur eine weitere Option.
 
Man siehe die gedachten Einsatzzwecke:
Bei herkömmlichen Barcodes oder QR-Codes kann nur eine sehr geringe Datenmenge gespeichert werden, was Verweise auf eine Webseite oder eine Datenbank erfordert. So kann der Nutzer offline mit den Daten oft nichts anfangen. Der JAB Code speichert einfach die Infos selbst. Auf Medikamentenpackungen kann ein JAB Code zum Beispiel den Beipackzettel enthalten.
[...]
Interessant ist der Code auch, um die Fälschungssicherheit von Ausweisen und anderen ID-Dokumenten zu erhöhen, die nicht über einen Chip verfügen. Dazu kann der Inhalt des Dokuments digital signiert und in einem JAB Code abgebildet werden. Wer die Echtheit prüfen will, kann dies mit der Kamera eines Smartphones tun.
Das ganze wird ggf. Einsatzzwecke in der Industrie haben, wenn man z.b. relativ viele Infos auf reativ kleinem Raum auf einem Produkt speichern muss o.ä.
 
Mir stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit und der Alltagstauglichkeit.
Bei Beipackzettel oder ähnlichen Anwendungen muss wohl schon auf Farbtreue geachtet werden. Das kann beim Druck schon entsprechend zu Mehrkosten führen, abhängig davon wie Fehlertolerant das neue System ist. Dementsprechend müssen fälschungssichere Dokumente so bedruckt werden, dass die Code auch nach Jahren noch gleich lesbar ist. Die Farbe darf also nicht verblassen oder in sich in ein anderes Spektrum verändern.
Mal sehen wie sich das noch entwickelt.
 
Zurück
Oben