Insekten essen?

Ich verstehe den wertenden Unterton nicht. Woher kommt der?
Allein der Begriff "Hirnfunktionen" deutet schon an das du die neuralen Kapazitäten einiger Insekten überschätzt.
Ja, Gut möglich. Ich weiß darüber kaum etwas.
 
Welcher wertende Unterton? Wenn du eine Antwort auf deine Frage willst musst du etwas präziser werden.

Ich will hier nur klarmachen das "Leid" nicht annähernd objektiv ist.

Mein Problem hier ist das mir nicht in den Kopf geht. Das einige Menschen offenbar echt denken. Sie könnten einem Fisch helfen indem sie ihn aus dem Wasser holen damit er nicht ertrinkt.

Ja, es gibt Lebwesen die sind anatomisch und/oder psychologisch so nah an Menschen das man einiges gut übertragen kann (siehe Skinnerbox zB). Das heisst aber nicht das es überall auch nur annähernd sinnvoll ist. Siehe Fisch Beispiel.
 
Mal kurz weg vom fehlenden Hirn und Robotern und wieder hin zum Thema:

Hier wird oft von Ekel gesprochen. Er hängt hauptsächlich damit zusammen, dass man sieht, was man verspeist.
Geht mal in ein Dunklrestaurant essen oder verkostet einfach nur mit verbundenen Augen Getränke. Ihr werdet staunen, denn das Auge isst viel mehr mit als man denkt. Habe z.B. ein herbes Pils für Grapefruit- oder Pomelosaft gehalten.

Vor Weihnachten waren wir in ein Dunkelrestaurant (blinder Koch, blinde Bedienung, stockdunkler Raum) eingeladen.
Ich: "Was soll der Sch**ss? Will sehen, was auf den Tisch kommt." Dann war ich doch überrascht, dass man das Umfeld sowie Essen und Trinken blind völlig anders erlebt. Der Abend war ein ganz besonderes Erlebnis.

Unter diesen Voraussetzungen hätte vielleicht sogar die Witwe und Mutter Daniela Appetit auf Kamelarsch und lecker Gewürm. :D
 


Da war mal bei der Sendung mit der Maus,Wissen macht Ahh oder sonst wo ein Experiment, wo bei Wackelpudding die Geschmacksrichtungen falsch erkannt wurden, wenn die Farben nicht stimmten.
Finde das gerade nicht, aber da gibt es auch genug andere Beispiele.




und noch andere Aspekte spielen eine Rolle
 
@KaPiTN: Jo, es gab schon einige Sendungen darüber. Weinliebhaber und "Fachleute" sollten z.B. mit verbundenen Augen Rot- und Weissweine unterscheiden. Sie haben geschnüffelt und geschmatzt, dass es eine Pracht war und lagen völlig daneben.Sehen, riechen und schmecken sind eng verknüpt. Sobald ein Sinn ausfällt, kann es lustig werden. ;)

Mitten im Therma, na siehste, es klappt doch. Feiiin. Nimm Dir nen Madenkeks. :D
 
Also müssen wir einfach nur die Augen zu machen, wenn man uns das nächste mal Geschmeiß zum essen vorsetzt?
Oh, und natürlich alle Empathie gegenüber Tieren entweder ablegen (Fleischesser), oder für jede Lebensform Empathie empfinden (Vegetarier). Denn offenbar ist Differenzierung ja dumm. Made=Schwein=Hund, alles gleich. Entweder alle umbringen und verzehren, oder keine?
 
Wobei dies nur gut gemeint ist, wenn die Produktion durch weniger Konsum nicht sinkt.

Leicht OT: Wenn Flüchtlinge aus der 3. Welt kommen, hört man schon mal so etwas wie "Wir können doch nicht die ganze Welt ernähren".
Ironischer Weise kommen aber nicht wenige Flüchtlinge, weil ihnen Zuhause Armut droht, weil wir dort die Märkte mit Lebensmittelüberschwemmung zerstören.
In Afrika z.B. insbesondere mit Milch und Hühnchen.

Es ergibt wenig Sinn, daß wir in Europa anfangen Insekten zu essen, während wir mit Fleischexporten vielleicht den Insektenkonsum dort senken, wo der traditionell normal ist.
 
@KaPiTN:
Das ist tatsächlich ein gerne übersehen Punkt.
Wir haben hier mit einer Überproduktion an Milch,
vermutlich mehr Schaden in Afrika angerichtet,
als Leopold der 2.
 
Aber kommt die Geflügel und Milch "Überprodukion" nicht als Nebenprodukt der Sachen die wir hier konsumieren?

Beim Geflügel warens afaik die Teile die hier nicht so stark gekauft werden und bei der Milch halt das was quasi nebenbei mehr anfällt durch unseren Rindfleischbedarf.

(Jetzt können sich auch wieder Kontextbehinderte passiv aggressiv über den OT beschweren.)
 
Aber kommt die Geflügel und Milch "Überprodukion" nicht als Nebenprodukt der Sachen die wir hier konsumieren?
Die Milchproduktion ist von der Fleischproduktion ziemlich weit entkoppelt.
Geflügel wird, soweit ich weiss auch nicht geschlachtet, damit wir Hühnerbeine nach China verkaufen können. (Edit: Du meinst wahrscheinlich Eier, das ist auch entkoppelt)

... man könnte ... mhh ... die Hühnerbeine an Maden verfüttern.

Ok, nich so prall, vlt. bekommt's wer besser hin mit'm OT.
 
Zuletzt bearbeitet:
In dem fall würde mich die Logik interessieren warum wir die Märkte dort überschwemmen.

Ist das die selbe Scheisse warum man Putzmittel über Lebensmittel schüttet damit keiner Containern geht nur auf globalem Level? Aka: Was der Großhandel nicht verkaufen konnte muss irgendwie weg und hier entsorgen ist aus irgendeinem Grund ungünstig?

Aber in dem Fall wäre doch ein dauerhaftes runterschrauben auch eine Lösung.:confused:
 
Das was dexler sagt, Milch- und Fleischproduktion laufen im Prinzip auf zwei getrennten Schienen ab.

Also müssen wir einfach nur die Augen zu machen, wenn man uns das nächste mal Geschmeiß zum essen vorsetzt?
Definiere bitte "Geschmeiß". :rolleyes:

Ernährung hat nichts mit Empathie zu tun, sondern im Wesentlichen mit Tradition und Religion.

In den modernen Industrieländern kann man es sich mittlerweile auch leisten, sich unter dem Gesundheits- und Umweltaspekt zu ernähren.
Das klappt aber nur auf Kosten der armen Länder, die wir bis über die Schmerzgrenze ausgezutzelt haben.
Wir dürfen uns also nicht wundern, wenn Hoeckes afrikanischer Typ Europa eines Tages aus Hunger überrennt.

Nebenbei bemerkt: In Vietnam und Afrika essen sie Affen, :eek: also nehmt euch in 8.
Und würde der feine Herr bitte den Stinkkolben wegpacken? Man raucht nicht bei Tisch. :D

Edith fragt sich, warum die Seite mal nachlädt und mal nicht. :confused:
 
Eben, die produzieren doch nicht die selbe Menge um dann mehr bis alles dort entsorgen zu müssen.

Aber ich seh schon ein das gerade Tierhaltung noch ein bischen weiter reguliert werden muss. Um die Motivation für das problematische Vorgehen an sich zu reduzieren. Wenn man kein Fleisch auf Müll Qualität mehr produzieren darf. Dann kümmerts einen automatisch mehr auch alles davon Gewinnbringend verkaufen zu können.
 
Bei der Milch liegt das hauptsächlich an Subventionen,
Bauern sind in deutschland eben heilige Kühe, die über den Kapitalismus erhaben sind und künstlich beatmet staatlich gefördert werden müssen.

Nur wohin mit der ganzen sinnlos produzierten Milch?

Erinner dich mal daran,
was letztens passierte als die Milchpreise hier zu weit nach unten gegangen sind,
da waren die alle ganz doll sauer und haben die Milch auf die Straße gekippt.

Im Kapitalismus wären einfach überflüssige Bauern pleite gegangen statt sie zu beatmen
und die übrigen hätten wieder vom stabilen Milchpreis leben können. :unknown:


Edit:
Ach und
@NoName1954:
...
 
Zuletzt bearbeitet:
Essen Vegetarier wirklich Insekten? Das klingt für mich recht willkürlich

Vegetarier essen keine Insekten.
Ich für meinen Teil war 12 Jahre Vegetarier und esse heute maximal einmal pro Woche Fleisch von Tieren, die in der Region aufgewachsen sind.
Wenn das so ist, wie alter_bekannters Beitrag von letztens nahelegt, dass Insekten nicht wirklich neuronale Aktivitäten haben, welche man mit "fühlen" oder "denken" bezeichnen könnte, dann würde ich vermutlich ziemlich schnell auf Insekten umsteigen. Also, sobald man die zu halbwegs vernünftigen Preisen bekommt.
Ich zahle aktuell so 80 Cent bis 2 Euro pro 100 Gramm Fleisch. Das wäre auch die Grenze wo ich dann ggf. vollständig umsteigen würde. Leider scheinen 100 Gramm aktuell noch über 10 Euro zu kosten.
Ich bin aber auch sehr pragmatisch, deswegen esse ich überhaupt Fleisch. Die ganzen Vegetarier werden nicht anfangen, Insekten zu essen. Würde mich jedenfalls wundern.
 
Bei der Milch liegt das hauptsächlich an Subventionen,
Bauern sind in deutschland eben heilige Kühe, die über den Kapitalismus erhaben sind und künstlich beatmet staatlich gefördert werden müssen.

Nur wohin mit der ganzen sinnlos produzierten Milch?

Erinner dich mal daran,
was letztens passierte als die Milchpreise hier zu weit nach unten gegangen sind,
da waren die alle ganz doll sauer und haben die Milch auf die Straße gekippt.

Im Kapitalismus wären einfach überflüssige Bauern pleite gegangen statt sie zu beatmen
und die übrigen hätten wieder vom stabilen Milchpreis leben können. :unknown:

Ich denke, daß das absolut kapitalistisch von statten geht. Zahlenmäßig sind nämlich gut 90% der Milchbauern, die es mal gab, verschwunden.
Kapitalistisch ist der ständige Druck für Wachstum und die Monopolarisierung.
Die Preise werden auch nicht durch das Angebot in Deutschland bestimmt, sondern unterliegen dem globalen Handel.

Hörensagen und nach ein paar Jahren habe ich das nicht mehr alles in Erinnerung, aber mir hat mal einer von dem Druck erzählt, der gemacht wird, damit weitere Ställe gebaut werden. Da gibt es wohl auch Kredite. In den Rechnungen kommen aber wohl nur die Baukosten drin vor. Daß da über die Jahre auch Sanierungen und anders anfällt nicht.
Der Mann hatte so 20-30 Kühe, glaube ich, was sich seiner Aussage aber nicht rentiere. Der geht tagsüber einem Brotberuf nach und hält die Kühe für die Gäste seiner 2 Ferienwohnungen.
 
Zurück
Oben