Inhalte Schülerpraktikum

LadyRavenous

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Hi zusammen,

nachdem ich mal wieder einen Praktikanten bei mir im Büro habe, würde ich gerne von euch wissen, was bei euch Schülerpraktikanten machen dürfen/sollen.

Hier im Haus ist das Thema Informatik und Sicherheit. Normalerweise bekommen die Praktis erst einmal Lego Mindstorm und können dann auf einfache Art "Programmieren", danach je nachdem. Wenn der Verantwortliche keine Zeit hat, bekomm ich meist für 1-2 Tage einen. Meiner versucht sich gerade bei einem CTF an SQL Injections :D Alternativen sind irgendwelche Rätsel, HTML und SQL.

Gibts bei euch vorgefertiges Material? Was sind typische Aufgaben und Erklärungen?
 
Also ich musste damals HTML-Quelltext sauber formatieren. Doof nur das mein Chef nicht wusste das es dafür im Dreamweaver eine Automatisierung gibt :D Ansonsten hab ich eigentlich das selbe gemacht wie alle anderen dort (Werbeagentur, Print und Web-Zeug). Aber Oke, die Berufe kann man wohl auch schlecht vergleichen. Spiele oder Rätsel gab es weniger, gibts das nicht nur im Kindergarten? :cool:
 
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  • #3
HTML formatieren? :D

Rätsel u.a.: verschiedene CTF, das Osterrätsel von getDigital, Notpron,... bzw. wer spielt nicht selber noch gerne?
 


wenn sie das Osterrätsel innerhalb einer Woche packen würde ich ihnen direkt einen Ausbildungsvertrag geben^^

Schau halt das sie nicht bescheißen :D
 
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  • #6
Wobei mich das an mein Praktikum 2004 oder 05 erinnert, wo es in dem Laden auch nicht bekannt war... Wir Praktikanten haben dann erst einmal ein rudimentäres CMS eingeführt. In einem anderen Betrieb erst mal die über 100 Viren entfernt, indem wir Windoof neu aufgesetzt haben :D waren das noch Zeiten!
 
Warum Beschäftigungstherapie und nicht was Sinnvolles?

Ich hatte mal einen Schülerpraktikanten, der einen PDF-Verarbeitungs-Workflow optimiert hat. Einfache Aufgaben, die schon seit Jahrhunderten im Ticketsystem liegen und auf die niemand Bock hat, weil sie weder direkt nötig, noch sonderlich spannend sind.

Würde eben den Fokus darauf legen, dem Prakti das näherzubringen, was er später im Beruf auch machen würde. Natürlich nicht ins kalte Wasser werfen, ist ja immer noch ein Praktikant und kein Azubi.

Was hat der Kleine denn für Fähigkeiten?
 
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  • #8
Sinnvolles wäre schön, aber dann müssten wir auch Zeit haben was vorzubereiten oder erklären.
Einfache Aufgaben, die liegen geblieben sind... Puuh... Maximal die Migration von SVN auf Gitlab :D Der letzte durfte löten.
Der Rest ist befürchte ich zu hoch gegriffen. Ich kann ihn z.B. nicht meine Referenzimplementierung überlassen, aber solche Aufgaben hätten wir da ;)
Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass der Laden n Fokus auf Forschung und Entwicklung bei Sicherheit hat.

Der aktuelle kann mit Datenbanken und HTML umgehen, daher SQL Injection und morgen dann Erklärung grob, wie man Anwendungen sicher gestaltet.
Die meisten können recht wenig, aber kommen schnell mit Mindstorm klar.
 
SVN auf Gitlab hört sich einfach, nervig und nach der idealen Praktikantenaufgabe an.

Edit: warum nicht Gogs?
 
Hmm, soll ein Praktikum nicht Lust auf mehr machen und einen Einblick auf den Beruf bieten? Was bring es dem Praktikanten wenn er nur nervigen Müll erledigt und eh keiner Zeit hat was zu erklären? Ist das dann so was wie ne billige Aushilfskraft für ein paar Tage? Da kann ich dann wohl froh sein das ich damals einen engagierten Chef hatte :cool:
 
Das war nicht mein Punkt. Die Migration von SVN auf Gitlab ist nichts, wofür er viel Verständnis haben müsste, aber man kann sich in sowas toll einlesen und viel über Codeversionierungssysteme lernen. Ich musste "damals" in meiner Ausbildung zum Fachinformatiker einen Windows-Build-Server aufsetzen und habe das erste Mal herausgefunden, was Dependency Hell auf DLL-basierten Systemen wirklich heißt.

Ich fand es früher viel schöner, wenn ich als Praktikant eine sinnvolle Aufgabe erledigt habe und wirklich das Gefühl hatte, was beizutragen. Hätte man mich damals mit Lego Mindstorms beschäftigt, hätte ich als allererstes gefragt, wie das der Firma weiterhilft und ob hier alles mit Mindstorms programmiert wird.

EDIT: Und die Arbeit als Entwickler oder Sysadmin (neudeutsch: DevOps Rockstar) ist eben nicht nur lustiges Beisammensitzen mit Lego, sondern genau solche Aufgaben. Ein Praktikum soll einen Einblick in den Beruf bieten und eventuell Lust auf mehr machen, aber nicht fachfremde Inhalte vermitteln.

Ich merke gerade, ich reite auf Mindstorms ein wenig rum. Nicht falsch verstehen: Das ist eine tolle Plattform, um Programmieren zu lernen. Für mich aber eher in der Schule oder im Makerspace sinnvoll :)
 
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  • #12
Du triffst nen wunden Punkt, der mir auch auffiel, aber ich dachte bisher mehr an Programmieraufgaben (da gäbs paar kleine Sachen). Nachdem die meisten Praktikanten nur 1-2 Wochen da sind und auch nicht programmieren können, sind solche Aufgaben zu groß für sie.
Auch sind die meisten Security-Sachen zu komplex.

Aber neben dem svn-git-Umzug müsste es noch paar andere liegen gebliebenen Arbeiten geben. Wenn man die sammelt, gäbs schönere Aufgaben für Praktikanten, die auch noch näher an der Praxis wären.
 
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  • #14
Nee, glaub bisher kannte gar kein Praktikant Linux. N kleinen Linux-Grundkurs hab ich inzwischen zusammen.
Falls mal einer mehr weiß, klingt Kiosk-System ziemlich cool, und Pis haben wir glaub immer welche rumliegen.
 
Würd ich stark vom Praktikanten abhängig machen.

Mein erstes Schülerpraktikum war total lame, irgendwas mit PCs auspusten und die CPU austauschen oder so.
Das Zweite war eigentlich ein Einstellungstest zum AuZbi Vertrag, da musste ich RAM bei nem Macbook austauschen.

Beim EQJ im Anschluss war ich aber bei einem Drucker Fachhändler mit neu gegründeter 1 Mann IT - Abteilung, da hab ich schon nach 3 - 4 Monaten alle Adminpasswörter der Kunden gehabt und musste nach seinem Fortgang sogar die Übergabe quasi alleine machen.
Das war va in Anbetracht des beschissenen Lohns total nervig, auf der anderen Seite aber echt hilfreich!
Das Fachliche und aber auch das Menschliche bzw den Umgang mit Kunden betreffende.

Würd sich aber glaub ich kein normaler Betrieb trauen, das war vom wirtschaftlichen abgesehen echt ein totaler Saftladen aber so wie das Leben eben spielt.
Wird sich bei mir langfristig noch zeigen müssen, ob das sinnvoll oder schädlich war.

Ich fand es jedenfalls toll und hilfreich, Probleme die gerade kein anderer lösen konnte angehen zu dürfen.
Mit gespielten Szenarien wie in der Berufssschule z.B. konnte ich nie was anfangen. Wenn mir kein Ernst vermittelt wurde, hatte ich auch keine Motivation.

Das trifft vlt nur auf mich oder Menschen die ähnlich sind wie ich zu, aber wenn mir das Gefühl vermittelt wurde, das ich die einzige tragbare Lösung für ein immenses Problem sei, hab ich immense Energie entwickelt um das Problem zu lösen. :)

E: Ich war immer FiSi. Ab und an stumpf ein paar Drucker putzen kam mir echt gelegen.
Das größte war die regionale Arbeiterwohlfahrt mit Zentrale und Außenstellen die nach und nach an den von mir und meinem frisch umgeschulten Ausbilder konzeptionierten und installierten Host mit IPSEC VPN angebunden waren.
Kitas, Suchthilfen, Jugendhilfen usw.
Alle per VPN Router verbunden und dann per RDP mit Load Balancing auf die virtuellen Server verteilt.
Geht bestimmt besser, ich hab in Berufsschulen aber auch so viel Schlechteres mitbekommen.
 
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Meine Aufgaben waren;
- besagtes Kiosk-System auf nem Raspi 3
- SMTP-Server aufsetzen, der eine interne Mailadresse vorgaukelt und damit das Filtersystem vom wirklichen eigenen Mailserver darauf testen ob es erkennt dass es ein Fake ist (könnte für euch sowie für ihn durchaus interessant sein)
- Serverraum umbauen (Könnte sich bei euch als eher schwierig darstellen :P)

LG
 
Das ein Praktikant produktiv im Einsatz ist, ist auch selten - aber sollte eigentlich die Regel sein, ich hatte mal einen unterstellt, der hat gleich ne Webseite für nen Kunden erweitert. Eigentlich nichts dramatisches, aber er hat es gut gemacht. :)

Fand ich auch sinnvoll, da ich relativ sauberes HTML/CSS bei dem Projekt hatte - nicht sonderlich das neueste vom neuesten - aber dafür hat es gereicht. Und er hatte eine sinnvolle aber nicht zu schwere Aufgabe - auch weil das in seinen Interessen liegt, neben Gaming-Servern. Aber er mußte sich halt auch an das halten, also die Struktur, die vorgegeben war.

Jedem anderen Praktikanten mit den Kenntnissen würde ich vorschlagen ein Wordpress Blog aufzusetzen und zu stylen.

Vielleicht kann man neben dem Pen-Testing, bei euch, auch Aufgaben einräumen wie System einrichten, konfigurieren - wo man viel Lesen muß.... gehört wohl doch dazu in dem Feld/Gebiet.... und auch von nichts etwas aufbauen, was hinterher funktioniert und rennt. Gerade in Bezug auf die PIs.
Zum Beispiel als FileServer/Druckserver.

Und auch wie man Software selbst kompiliert.... also zum Beispiel Atom.

Dafür muß man auf Github und Anweisungen folgen. Genau so sieht es aus mit Bibliotheken und anderer Software.
Also viel Lesen, viel den Computer machen lassen. Sich in etwas einarbeiten....

Ich denke das wird bei euch ja auch Gang und Gebe sein das man mal Informationen recherchiert und daraus dann etwas zusammenbaut, je nach persönlicher Präferenz und Skills.

Halt, was halbwegs sinnvolles aber nichts das kein anderer könnte, wenn die Zeit da wäre - man könnte ja auch kleinere Aufgabe deligieren und dann versuchen mit ein paar Erklärungen an der Seite zu stehen. Dann wird eine Aufgabe erledigt, man ist selbst auch im Austausch und kann vielleicht den Praktikanten etwas unterstützen. Daraus ergibt sich ja dann noch mehr.

Und so ein PI der macht was man will, egal wie schnell er ist, ist doch ein gutes Resultat. :)
 
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  • #19
So, ich habe bei mir im Haus mit dem eigentlich Verantwortlichen auch einmal geredet.

Als eines der ersten Sachen schauen wir, dass es ein dediziertes Praktikantennotebook geben wird. Das kann ja mal der Erste einrichten.

Löten wird wohl in Zukunft häufiger anfallen, also wieder was für zukünftige Praktikanten.
Für die nächsten Wochen gibt's da so eine größere Veranstaltung, die ein Gewester hätte organisieren sollen und wo es sicherlich auch Aufgaben für Praktikanten geben wird. Danach hätte ich noch gerne zwei Demonstratoren, woran sich auch ein fitter Praktikant versuchen kann. Was sonst liegen geblieben ist, müssen wir noch schauen. Anschließend schauen wir erst einmal weiter.

Danke für eure Ideen!
 
Ist zwar etwas spät, aber ich hab das irgendwie verpennt hier früher was zu sagen:
Wenn es um programmieren Geht ist Phyton immer ein guter Einstieg.

Der Vorteil daran ist das man das mit z.B.
relativ einfach im Browser machen kann.

Mit der Anaconda Umgebung bekommt man da auch relativ schnell Visualisierungen hin.
Da kann man z.B. so kleine Spielereien machen wie:
Ne TxT einlesen und Worthäufigkeiten ausgeben lassen, etc.

Ich fand das für den Anfang immer relativ nett.
Es gibt einem ein Gefühl fürs Programmieren und erzielt schnell sichtbare Ergebnisse.

Da es dafür auch relativ viel Doku auf deutsch gibt, kann man den Praktikanten damit auch mal alleine lassen.
 
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