Inanspruchnahme der Haftpflichtversicherung - Negative Folgen?

Hector

Board-Paladin
Registriert
16 Juli 2013
Beiträge
4.234
Moin,

hab letztens bei Vaddern zuhause mich irgendwie blöd aufs Waschbecken im Bad gelehnt, da hats *kraaack* gemacht und ein Riss war in der Seite, recht groß. Ich krieg eben alles klein :D
Ist ja in der Familie, Vaddern meinte dann, er wollte eh neues Waschbecken und ich hätte ja ne Haftpflicht, wenn ich die in Anspruch nehme kosts nix, wäre dann ja die Gelegenheit.

So weit, so gut. Dass mein Beitrag an die Versicherung nicht steigt weiß ich. Hat das ansonsten noch irgendwelche negativen Folgen, internes Scoring whatever? Das Einfordern meines Erstgeborenen?
Ich weiß, ein Waschbecken ist jetzt kein Riesenbetrag, dennoch traue ich diesen Versicherungsläden halt absolut nicht übern Weg und keinen Bock, irgendwann mal unnötigerweise dadurch Nachteile zu haben.

Die Frage mag doof sein und ich vielleicht zu paranoid :D
Aber weiß da jemand Bescheid?

Thx.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du eine Selbstbeteiligung? (Normal 150 oder 300 Euro)
Was kostet ein Waschbecken? 50 Euro?

Mir wäre es der Aufwand nicht wert.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #3
Selbstbeteiligung ist ein gutes Stichwort. Muss da mal in die Papiere schauen. (Wollte das Ding eigentlich eh kündigen *grml*)
Wobei ich die Selbstbeteiligung, wenn, dann von Vaddern einforder würde. ^^
 
Ich hatte mal den Fall, dass meine Mutter meine damalige Kompakt-Kamera geschrottet hatte. Wollten wir auch ueber die Haftpflicht laufen lassen, wurde aber abgelehnt, da es eine "Familiensache" war. Schau mal in deinen Unterlagen nach was dazu drin steht.
 


Normalerweise ist der Haftungsauschluss nur bei einer "häuslichen Gemeinschaft", das heißt wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, dann ist es egal ob ihr verwandt seid oder nicht.

Zumindest kenn ich das so.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #7
Das mit den Familienverhältnissen war auch ein Gedanke von mir. Wohne allerdings nicht mehr daheim.
Jap, das nächste Mal schau ich vor blöden Fragen mal in die Unterlagen ^^


Naja, ich hab die erst seit 3 Jahren, als es um andere Versicherungen ging, hatte der entsprechende Mitarbeiter SOLCHE Augen gemacht und konnte die Welt nicht mehr verstehen, dass ich keine habe. Sein Entsetzen war absolut nicht gespielt. ^^ Aber ich muss ehrlich sagen, ich hab seit über 30 Jahren noch nie irgendwas (bei Fremden ^^) kaputt gemacht. Schon gar nicht irgendwas, was so horrend viel kostet, als dass es über die sowieso ggf enthaltene Selbstbeteiligung hinausgeht. Und ich bin eher ruhiger geworden und treffe vllt einmal im Quartal andere Menschen ^^ -> kann noch weniger kaputt gehen. Ich sehe es für mich einfach irgendwie als unnötig an.. :/ Aber vielleicht bin ich da einfach zu naiv in dem Fall.... kA...
 
@Hector
Kündige NIEMALS deine Haftpflichtversicherung.
Beispiel: Dir platzt ein Reifen am Auto und fährst jemanden an. Der ist danach Berufunfähig/Invalide.
Ohne Versicherung bleibst du KOMPLETT auf allen Folgekosten hängen.
Das heißt Operation, Schmerzensgeld, Pflegegeld bis zu seinem Lebensende, Schadensersatz etc. PP. Das ganze summiert sich dann, auf die Restlebenszeit des Geschädigten gerechnet, gerne mal auf 2 bis 3 Millionen. Die du selbst zahlen MUSST ohne Versicherung. Achtung makaber: Leute gleich ganz tot fahren ist billiger.
Solange du nicht wirklich einige Millionen über hast würde ich das nicht ansatzweise riskieren.
 
Bezahlt bei solch einem Fall nicht eher die KFZ-Haftpflicht, die sowieso zwingend ist?
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #10
Hätte ich jetzt aber auch gesagt.
 
Die KFZ-Haftpflicht bezahlt nicht die Pflegekosten oder Ähnliches, die ist tatsächlich nur für KFZ da. Es gibt bestimmt Kombi-Versicherungen, die das alles abdecken, aber die "standard" Versicherung macht es eben nicht.
Ähnliches Beispiel:

Für Morgenmuffel ist der Winter ein Graus: Bereits um sieben Uhr morgens müssen Hausbesitzer auf dem Gehweg Schnee und Eis räumen, so sehen es die meisten Gemeindeordnungen vor. Um diese Zeit noch zu schlafen, kann den finanziellen Ruin bedeuten: Stürzt jemand auf dem Gehweg, muss deswegen ins Krankenhaus oder kann gar als Invalide nicht mehr arbeiten, dann muss der Anwohner zahlen - im schlimmsten Fall bis an sein Lebensende. Das kann in die Millionen gehen.
Quelle:
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #13
Jap, Personenschaden ist da meines Wissens mit drin.
(Und mein Gehweg wird von der Baugesellschaft, bei der ich wohne, in Stand gehalten, auch im Winter ^^ (Was ich, am Rande, eh nie kapiert habe: Jemand ist zu doof, geradeaus zu laufen und ICH muss dafür bezahlen...ne, Danke ^^))
 
Ich muss mal ein Wörtchen mit meinem Versicherungsvertreter reden. Der hat mit das mit der KFZ-Haftpflicht sogar mit Schaubildchen erklärt. Scheint aber falsch zu sein.
OK, noch ein Beispiel: Dir Läuft aus deinem Auto/Mofa/Sonstwas Öl aus, am besten noch schön in ein Naturschutzgewässer. Da kannst du auch direkt von der Brücke springen, wenn du keine Haftpflicht hast. Alles, was du nach so einem Vorfall verdienst, wird direkt mit den "Schulden" verrechnet.... so lange, bist du die paar Millionen abgezahlt hast oder vorher selbst den Löffel abgibst. Und ich kann noch viel mehr Beispiele bringen. Diese 4 Euro im Monat sind absolutes Gold wert, wenns mal drauf ankommt.

und wegen dem Eis auf den Gehweg:
Ja, du musst zahlen, wenn du zu blöd bist den Gehweg jedenfalls so in Schuss zu halten, das er keine Gefährdung für die Allgemeinheit ist ;)
 
KFZ Haftpflicht deckt solche Schäden.

Trotzdem ohne Haftpflicht ist einfach fahrlässig. Man Grillt gemütlich im freien, Funkenflug und schon brennt die anliegende Stall mit nem reinrassigen Rennpferd drin...es kann so viel passieren. Trink zwei Bier weniger im Monat und lauf sorgenfrei durch die Gegend.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #16
Dann behalte ich sie mal. Fürs erste. Vllt wechsel ich auch, wird dann ggf billiger :p
Naja, für die Fragen der Folge muss ich wohl dann mal zuerst die Papiere nochmal durchlesen. Dann schaumer mal weiter.
 
Ne Haftpflicht braucht jeder!
Ich bin erst gewechselt. Ist die Versicherung 4-5 Jahre alt, dann lohnt es sich eigentlich immer! eine neue abzuschließen. Allein schon die Deckungsbeiträge haben sich in dieser Zeit fast verdoppelt.

Und ja, wie immer kommt es auf das Kleingedruckte an. Gefälligkeiten, Ehrenamtliche Tätigkeiten waren in meiner alten Versicherung z. B. nicht drin!
 
Naja, ne Privathaftpflicht ist vor allem fürs gute Gewissen. Die Beitragshöhe korreliert ja direkt mit der Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintritt bzw. der Schadenshöhe. Daraus kann man sich ja leicht ausrechnen, dass es bei den allermeisten Leuten höchstens Kleinkram ist, der von der Versicherung geregelt wird. Die Horrorszenarien gibt es kaum außerhalb der Schauergeschichten von Versicherungsmaklern. Ist ja vor allem typisch deutsch sich gegen alles und jeden zu versichern.

Ich hab im übrigen auch eine. :p Allerdings erst, seit ich mit knapp 10.000€ für meinen Dienstschlüssel hafte. Dass ich den in absehbarer Zeit mal verliere ist quasi sicher. :D
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #20
Ein Handy ist mir schon mehrfach runtergefallen. Was kaputt habe ich wie gesagt (woanders) in über 30 Jahren noch nicht gemacht.

Nun könnte man argumentieren, dass ich bloß nicht fremder Leute Handys in die Hand nehmen sollte... ^^
 
Zurück
Oben