Illegale Sky-Streamer verurteilt


DFB Pokal Viertelfinale 2008: FC Bayern vs. 1860 München. Foto: , thx! ( )

Im fränkischen Tauberbischofsheim wurden kürzlich zwei Ex-Betreiber einer Webseite mit illegalen Bundesliga-Streams verurteilt. Der Hauptverdächtige erhielt eine einjährige Freiheitsstrafe auf Bewährung, der andere Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen verurteilt. Sie hatten im Jahr 2014 Sky-Übertragungen der Fußball Bundesliga im Internet angeboten ohne dafür die erforderlichen Rechte zu besitzen.

Letzten Monat hatte der Bezahlsender Sky , die Tätigkeit der „Streaming-Jäger“ zu intensivieren, um der Konkurrenz aus dem Graubereich habhaft zu werden. Nun verurteilte das Amtsgericht Tauberbischoffsheim zwei Männer im Alter von 28 Jahren, deren Identität von den Sky-Ermittlern eindeutig festgestellt werden konnte. Der Hauptverdächtige wurde zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt wurde. Der zweite Angeklagte, ein 28-jähriger Mann aus Sachsen, muss hingegen eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen bezahlen.

Der Pay-TV Sky sieht sich in seiner Strategie durch diese gerichtliche Entscheidung bestärkt: „Mit diesem klaren Urteil des Amtsgerichts Tauberbischofsheim sehen wir uns einmal mehr in unserer Strategie bestätigt, illegale Live-Streams kontinuierlich und konsequent zu verfolgen“, erklärte Thomas Stahn, Head of Anti-Piracy & Technology bei Sky Deutschland . Es sei ein wichtiges Zeichen, dass die Justiz gegen derartige Urheberrechtsverletzungen vorgehe und diese mit Freiheitsstrafen oder empfindlichen Geldstrafen ahnde, glaubt Stahn.

Letzten Monat hatten Sky und die Deutsche Fußball Liga (DFL) bekannt gegeben, dass das Angebot illegaler Bundesliga-Streams im Internet in den letzten Monatten . Das Angebot könne die „qualitativ hochwertigen TV-Berichterstattung der Bundesliga“ beeinträchtigen, hieß es zum damaligen Zeitpunkt. Sky rechnet aufgrund der illegalen Streams mit Einnahmen-Einbußen in Millionenhöhe. Wie der Premiere-Nachfolger diese Summe tatsächlich berechnet hat, wird in der Pressemitteilung leider nicht ausgeführt.

Wie dem auch sei. Nicht alle Seitenbetreiber des Graubereichs spielen im wahrsten Sinne des Wortes fair. Wir haben in unserer Berichterstattung schon mehrfach aufgeführt, dass es unter den Anbietern , die ihre Webseiten-Besucher mit Schadsoftware bedrohen oder ihnen Spyware statt




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
ziemlich geringe Strafe wie ich finde.
Womöglich geht da Sky noch zivilrechtlich dagegen vor und verlangt Schadenersatz?
Da kenne ich Leute die für den Umbau von Nintendo Konsolen oder ähnlichem deutlich mehr zahlen mussten.

Gefühlt würde ich zwar meinen eine Freiheitsstrafe ist bei sowas nicht angebracht, das ist aber ein reines Gefühl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mag fränkisch geprägt sein ist aber trotzdem in Baden Württemberg :coffee:

Die Strafe finde ich auch i.O. - die haben die Streams ja nicht nur privat genutzt sondern eine breiten Masse zur Verfügung gestellt. Das ist ja noch mal eine andere Hausnummer. Das Selbe wie beim Uploadern und reinen Downloadern.
 
ohne die relevanten infos hat die "news" keinen mehrwert - wie konnten denn die sky-schergen die identität "eindeutig" feststellen? etwa durch ein gültiges impressum auf der illegalen stream-seite? :confused:
 
nur dass hier nicht die polizei ermittelt hat, sondern eine privatarmee ;)
 
was haben private Ermittler mit einer privaten Armee zu tun?
Solltest du da nicht ein wenig die Objektivität deiner Aussage überprüfen?
Hast es doch nicht nötig so reißerischen Mist zu schreiben, oder?
 
Das Stilmittel der Überspitzung, sagt wohl nicht jedem zu.
Dem einen gefällts, dem anderen stossen solche Aussagen sauer auf.

Wäre Häscher genehm? ;)
 
wenn "private ermittler" aufgaben und womöglich noch sonderrechte der polizei übernehmen, dann bin nicht ich es, der die objektivität verloren hat ;)..
 
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