House of Usenet reagiert auf BoU-Interview



Die Macher des Forums House of Usenet (HoU) reagieren momentan sehr heftig auf das Interview . Man verbreitet Schmutzkampagnen gegen den Wettbewerber als auch gegen Tarnkappe.info. Die Rede ist von der angeblichen Verbreitung von kinderpornografischen Werken. Es gibt auch Gerüchte über eine Bustwelle, für die das Team des Wettbewerbers verantwortlich sein soll. Zur Schmutzkampagne gehören leider auch niveaulos wirkende Angriffe unter der Gürtellinie.

Ganz offensichtlich hat das mit den Betreibern des Boards Brothers of Usenet bei der Konkurrenz für sehr viel Unwillen gesorgt. Dort melden sich seit Bekanntwerden des Interviews ständig neue Personen an, um Beiträge mit negativem Inhalt über das Team der Brothers und Tarnkappe.info zu veröffentlichen. Viele Threads sind beleidigend und agieren auf unterstem Niveau. Doch manches Mal gibt man sich auch recht einfallsreich.



So werden Gerüchte gestreut, der Administrator B-Devil äußere sich derzeit bei Tarnkappe.info zu einem möglichen Rücktritt von seinem Posten. Seine Mutter habe außerdem aktuell ihren Anspruch auf Kindergeld verwirkt. Das ist recht erstaunlich und unterhaltsam. Warum? Ganz einfach: Weil uns der Betreiber von House of Usenet namentlich bekannt und dieser tatsächlich noch minderjährig ist. Zudem wird zu DDoS-Angriffen gegen die Konkurrenz aufgerufen. Threads vermelden zudem den erfolgreichen Hack von BoU, um die restlichen Nutzer des Forums zu verunsichern. Uns wurden erste Screenshots mit 30 eröffneten und direkt wieder gelöschten Threads neuer User, vorgelegt. Die Angriffe stammen ganz offensichtlich vom Team von House of Usenet.

Ein Teammitglied der Brothers teilte uns mit, das Team vom HoU solle seine Energie doch lieber sinnvoll investieren und sich beispielsweise um deren IT Sicherheit kümmern. Vom um sich greifenden Misstrauen gegenüber den Brothers waren bei House of Usenet kürzlich auch zwei Moderatoren betroffen, deren private Nachrichten gelesen wurden. Man legte ihnen vor ihrer „Degradierung“ als Beweis Screenshots von privaten Unterhaltungen mit einem der Macher der Konkurrenz vor.


Serverwechsel bei House of Usenet?


Auch tauchen aktuell Gerüchte auf, ein bei HoU sorge dafür, dass jetzt dort wieder ganz regulär die IP-Adressen der Nutzer gespeichert werden. Bekanntlich kann man die Erfassung der IP-Adressen der Seitenbesucher grundsätzlich überhaupt nicht verhindern. Problematisch erscheint aber, dass man laut Gerücht auf diese Daten schon auf Mod-Ebene zugreifen kann. Wir können diese Informationen leider nicht überprüfen. Auch eine Kontaktaufnahme bei den Autoren der Schmutzkampagne kann mangels funktionierendem HoU-Account leider nicht erfolgen.

P.S.: Wir möchten an dieser Stelle deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir es nicht als unsere Aufgabe ansehen, bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Foren Partei zu ergreifen. Dazu kommt: Derartige Streitigkeiten sind für Ermittler eine willkommene Hilfestellung, sollten sich die Hintermänner im Eifer des Gefechts irgendwann mal verraten wollen. Die GVU wäre froh zu erfahren, welche Personen derzeit hinter den Foren stecken. Leichter als mit solch kindischen Aktionen kann man den Konkurrenzkampf untereinander nicht hochkochen. Und letztlich entstehen somit langfristig gesehen für private und behördliche Ermittler Möglichkeiten zur Verfolgung, die sich ihnen bei einem gepflegtem Umgang nicht bieten würden. Vor einer weiteren Eskalation kann man folglich nur warnen.

Im Anhang zum Beweis die drei uns vorliegenden Screenshots:














Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Das ist recht erstaunlich und unterhaltsam. Warum? Ganz einfach: Weil uns der Betreiber von House of Usenet namentlich bekannt und dieser tatsächlich noch minderjährig ist.

Brothers of Usenet: Der Kontakt wurde durch Tarnkappe.info . Es wurde eine Art Bewerbungsprozess durchgeführt. Das heißt, es gab erstmal ein Gespräch mit B-DeadAngel, ob man überhaupt die Philosophie der Brothers vertritt und erste Prüfungen, wie man die Brothers administrieren würde, und anschließend musste man sein administratives Können unter Beweis stellen.

Da wird ja hoffentlich nicht mal jemand auf den Gedanken kommen, zu hinterfragen, inwiefern der Betreiber von Tarnkape.info in irgend einer erdenklichen Art und Weise als Mittäter, Mitwisser oder Anstifter anzusehen sein könnte, bei was auch immer.
Vielleicht fragt dann mal einer nach, gerne auch früh am Morgen.
 
Wäre nicht das erste mal, dass die Behörden bei Journalisten zwecks Informantenenttarnung auf der Matte stehen.
Darum - absolut alles verschlüsseln, damit man auch als Zeuge völlige Herrschaft über seine Daten und Daten Dritter hat.
 
Bei Ermittlungen gegen ihn selber hat der Journalist keine Privilegien und ein Krimineller, der über sich selber erzählt, ist auch mit Sicherheit kein Informant, insbesondere wenn die Informationen vor allem aus Eigenwerbung besteht.
 
Bei Ermittlungen gegen ihn selber hat der Journalist keine Privilegien
Noch besser, denn dann kann er jede Aussage verweigern. Etwas besseres kann gar nicht passieren.
Fraglich ist aber, welche Delikte man ihm denn zur Last legen will. "Mitwisserschaft" kann man ja gleich mal knicken.

und ein Krimineller, der über sich selber erzählt, ist auch mit Sicherheit kein Informant, insbesondere wenn die Informationen vor allem aus Eigenwerbung besteht.
Informant = Person, die Informationen liefert.
Das kann auch ein Krimineller sein, der zB für 4 Mio Euro Bankdaten an deutsche Behörden verhökert und dazu noch einen deutschen Pass bekommt, damit er unter falscher Identität zB Einreisesperren umgehen und Strafverfolgung vereiteln kann.
Informant wurde er zumindest in deutschen Medien genannt. Kriminelle können sehr wohl Informanten genannt werden - kommt eben auf die Sichtweise an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht, ob nichts besseres passieren kann, wenn seine Wohnung auf links gedreht wird.

Entscheidend ist, daß es Informationen über Dritte sind.
 
@KaPiTN: Der Informantenschutz der Presse geht schon recht weit. Und diesbezüglich schützt sich die Presse selbst, weil ein Angriff auf einen Journalisten ein Dammbruch ist, den alle anderen Journalisten in Grund und Boden schreiben werden, um nicht selbst eines schönen Tages Opfer zu werden. Ein Staatsanwalt, der das versucht, kann seine Karriere wohl eher in die Tonne treten. Hat man auch beim Netzpolitik-Fall gesehen.
 
Der Informantenschutz der Presse geht schon recht weit.

Das ist richtig und auch gut so. Aber ich persönlich hege Zweifel am Informantenstatus, wenn im Vordergrund steht, einem Kriminellen eine Werbeplattform zu liefern und auch daran, daß es so etwas wie 'embedded journalism' bei Organisierter Kriminalität geben kann, unter dem Schutz des Presserechts.

Jetzt sehe ich mich nicht als Journalist. Ein solcher könnte ja mal recherchieren, wie es damit steht.
Vielleicht nur nicht mit einer direkten Anfrage bei einer Staatsanwaltschaft in eigener Sache. ;)
 
Aber ich persönlich hege Zweifel am Informantenstatus, wenn im Vordergrund steht, einem Kriminellen eine Werbeplattform zu liefern

persönlich ist das natürlich deine sache, aber juristisch ist das etwas dünn für einen konkreten anfangsverdacht.. hat nicht in den 80ern Plasberg (u.a.) diesen geiselnehmer bei der ausführung seines verbrechens interviewt und ihm damit eine plattform gegeben? also wenn pressefreiheit mindestens 17,50€ im monat wert ist, erwarte ich selbstverständlich umfassende berichterstattung aus allen winkeln der unterwelt (scnr :D)..
 
juristisch ist das etwas dünn für einen konkreten anfangsverdacht.. hat nicht in den 80ern Plasberg (u.a.) diesen geiselnehmer bei der ausführung seines verbrechens interviewt und ihm damit eine plattform gegeben?

Stimmt. Danke für Deine juristische Erklärung. Plasberg mußte tatsächlich die Namen der Bankräuber nicht preisgeben und dies sicherlich nicht, weil die Täter namentlich bekannt und live im Fernsehen waren, sondern wegen des Informantenschutzes.
 
na also.. wenn dir noch juristische gründe einfallen, warum ghandy kein journalist ist, für den informantenschutz und zeugnisverweigerungsrecht gelten, kannst du sie ja noch ergänzen.. (und qualität ist kein juristischer grund - pressefreiheit bedarf keiner qualifikation, sondern ist ein abonniertes grundrecht ;))..
 
Ich distanziere mich von der Andeutung, die ich Deinem Post entnehme, Ghandy wäre kein Journalist und/oder unqualifiziert. Das ist nicht meine Aussage.


Mein Punkt ist unabhängig von einer bestimmten Person, sondern bezog sich allgemein auf das Verhältnis zwischen Journalist und Kriminellen und hat den Einzelfall nur als Aufhänger gebraucht.
 
Klar könnte mir das die nächste Durchsuchung einbringen, wäre ja nicht das erste Mal. Verschlüsselt ist hier eh alles, obwohl es keine Dateien gibt, die das Urheberrecht Dritter verletzen. Da ich die Namen der beteiligten Personen sowieso nicht kenne, kann ich die auch nicht preisgeben. Das war ja auch Sinn der Sache.
 
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