Holz biegen?

tophirsch

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Tach auch!

Naaa, hat denn von euch schonmal jemand Erfahrung beim Balkenbiegen gesammelt? :D

Folgendes:
Hab einen großen Mauerdurchbruch als Durchgang, den ich zu gegebener Zeit mal mit einem Bücherregal veredeln will und da befinde ich mich gerade in der Brainstormphase. Da der Durchbruch natürlich nicht komplett zugebaut werden soll und ein gerades Regal langweilig ist dacht ich mir: Da muss ein Bogen her!

irgendwie so...Sorry, komme mit Paints' Bögen irgendwie nicht klar...in Echt solls dann mal schön aussehen ;)

Nun muss die rechte Wange von dem Regal ja den kunstvollen Spagat zwischen Wand- und Deckenanschluss meistern und das geht nur mit ner ordentlichen Kurve.
Ich hatte mir überlegt, man könnte mehrere dünne Sperrholzschichten aufeinander leimen, hat da evtl. ein Modellbauer unter euch Erfahrungen, wie gut sich das Biegen lässt? Denke vielleicht könnte man 4 Schichten 6er nehmen, aber hab keine Ahnung, ob das die - zugegebenermaßen ja recht großen - Radien mitmacht oder ob es einfach bricht. Außerdem wird wohl der Formenbau schon recht aufwändig bei der Größe...

Möglicherweise gibts auch einen anderen Weg, oder auch alternative Materialien? Aber die müssten dann auch was aushalten, denn bei mir wird so ein Bücherregal auch solches verwendet;)


Naja, vielleicht kennt ja jmd. von euch einen professionellen Balkenbieger oder ist gar selbst einer:eek:
 
Ich würde einfach Deckenpaneelen kaufen. Die lassen sich auch ein wenig im bogen anbringen.
 
Alternative wäre, die ganze Sache so wie zu machen. Heißt: Die gewünschte Form mehrmals aus einer dickeren MDF-Platte ausschneiden und die Ausschnitte aufeinander leimen. Wenn man die Form(en) richtig auf der MDF-Platte anordnet, sollte man da auch relativ wenig Holz brauchen und man ist ziemlich frei in der Gestaltung der Form. Nach dem Zusammenleimen noch abschleifen, spachteln und lackieren.
 
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  • #4

Ich hab Deckenpaneele als überwiegend hässlich in Erinnerung:D Vielleicht muss ich mal im Baumarkt wieder ne Materialerkundung machen...



Denkste, das Hält dann, wenn man das nur ~24 stark macht? Die Box ist ja noch dadurch verstärkt, dass die Seitenwände geschlossen sind, was bei einem Bücherregal echt unpraktisch wäre:D

Aber für zukünftige Basteleien ist die Technik es auf jeden Fall Wert, im Hinterkopf behalten zu werden. Die Möglichkeiten sehen interessant aus:T
 
Sperrholz großartig zu biegen, stelle ich mir schier unmöglich vor. Bau das doch lieber aus anständigem Holz. Da kannst Du es vielleicht sogar wie die Bootsbauer machen und das Brett in Wasser legen, um es mit der Zeit zu verformen. Zumindest meine ich, dass ich das mal so gesehen hab.
 
Sperrholz großartig zu biegen, stelle ich mir schier unmöglich vor.

Na sag das mal dem Biegesperrholz :D
Das heißt nicht ohne Grund so ..... auch wenn es für dich "schier unmöglich" erscheint.
Mit den geeigneten Verfahren sind auch andere Holzsorten "biegbar", z.Bsp. auch starke MDF Platten.
 
Und wenn Du Dir im Baumarkt einen Rundbogentürrahmen kaufst und den einfach halbierst?

Keine Ahnung was Du mit der übriggebliebenen Hälfte machst :cool:

Oder je nachdem wie breit der Durchbruch ist: auf beiden Seiten dann Regal.
 
Ich werde es mal darauf ansprechen und hoffe, dass es dann nicht gleich die Biege macht. ;-)
Mir war das unbekannt und im Thread wurde das nicht genannt, aber interessant zu wissen. Merci für den Hinweis. :-)

An der Stelle sehe ich aber auch einen, bzw. den Fehler meinerseits, weil ich dabei an Holzspanplatten dachte, also das zusammengehäckselte Sach. Drum auch mein Hinweis, er solle doch anständiges Holz nehmen. Hab mich schon gewundert, was er mit so einem Zeugs für so eine Funktion will. - Jo, mit Sperrholz mag das anders aussehen, Pardon, Biegesperrholz. :-D
 
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  • #9
Da fehlt mir im Mom wie oben schon mal erwähnt die Materialkenntnis im Baumarkt. Aber hört sich irgendwie teuer an?
 
Denkste, das Hält dann, wenn man das nur ~24 stark macht? Die Box ist ja noch dadurch verstärkt, dass die Seitenwände geschlossen sind, was bei einem Bücherregal echt unpraktisch wäre:D
Kommt auf einige Faktoren an. Von der Materialstärke sollte eine solche 24mm-Konstruktion -gut geklebt- nicht viel von einer normalen 24mm MDF-Platte entfernt sein, imho. Immerhin sind es in beiden Fällen geklebte Feinspäne, nur dass sie hier dann anders geklebt sind. Soll das Bücherregal in beide Richtungen offen sein oder möchtest Du eine Seite schließen? Mit einer geschlossenen Seite könnte man die Konstruktion sauber versteifen und auch befestigen.

Sollen beide Seiten offen sein, kommt es ganz darauf an, wie und wie oft Du die "Platte" über die Regalböden versteifen kannst. Das sollte dann auf jeden Fall mehrmals geschehen, da MDF (vor allem wenn es leicht feucht ist) über die Jahre auch gerne mal etwas nachgibt. Die Platte an der Decke festzuschrauben, sollte auf jeden Fall auch gemacht werden.
 
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  • #11
Soll das Bücherregal in beide Richtungen offen sein oder möchtest Du eine Seite schließen? Mit einer geschlossenen Seite könnte man die Konstruktion sauber versteifen und auch befestigen.

Sollen beide Seiten offen sein, kommt es ganz darauf an, wie und wie oft Du die "Platte" über die Regalböden versteifen kannst. Das sollte dann auf jeden Fall mehrmals geschehen, da MDF (vor allem wenn es leicht feucht ist) über die Jahre auch gerne mal etwas nachgibt. Die Platte an der Decke festzuschrauben, sollte auf jeden Fall auch gemacht werden.[/QUOTE]

Soll schon so sein, dass man durchgucken kann, wenn es leer ist. Glücklicherweise ist dort die Wand so stark, dass man das Regal von beiden Seiten voll Bücher stellen könnte und dann auch auf beiden Seiten Buchrücken statt einer Rückwand sieht.
Links dachte ich mir, kommt ein Brett hin, dass mit der Wand verdübelt wird, da dran könnte man dann die Einlegeböden zugfest(evtl. mit Winkeln) mit dem Bogen rechts verbinden.


Hab vorhin noch so n gefunden, sieht interessant aus, gibts aber wahrscheinlich nicht um die Ecke...
 
Da kannst Du es vielleicht sogar wie die Bootsbauer machen und das Brett in Wasser legen, um es mit der Zeit zu verformen. Zumindest meine ich, dass ich das mal so gesehen hab.
Das habe ich schon mal - unerwünschterweise - bei nem Holzbrett beobachtet dass ein paar Stunden in der feuchten Spüle lag.

Die Faßbinder haben früher mit Hitze gearbeitet.
 
Komme momentan leider nicht dazu, die zahlreichen Googleergebnisse genauer unter die Lupe zu nehmen. :o

Würde einen Tischler fragen, ob er Sperrholz in eine entsprechende Form biegen kann.
Zum Dampfbiegen benötigt man entsprechendes Gerät und Erfahrung, ein Selbstbau könnte am Ende teurer werden als eine Auftragsarbeit.
 
Mach doch erst mal nen Plan... Lt. deinen bisherigen (nicht vorhandenen) Maßangaben könnte der Durchbruch zwischen und höher sein.
 
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  • #18
Momentan bin ich noch in einer anderen Wohnung und hab natürlich vergessen, die Höhe zu messen... Breite des Durchbruchs sind 2,40m, sollte ausreichend sein, um einen Teil davon mit einem Regal zu füllen. Genug Tiefe gäbe die Wandstärke an der Stelle mit 0,35m auch her. Höhe schätz ich jetzt mal 2m, halt ein bissel weniger als Raumhöhe...


Hab heute mal einen Kleinversuch mit 4 Lagen 3mm Sperrholz gemacht, unter spartanischen Bedingungen, da ich hier momentan weder Werkbank noch gescheites Werkzeug hab. Und auch nur ne miese Handy-Cam:D Mal schauen, was es wird, wenn der Leim trocken ist...



Aber fürs nächste mal Memo an mich:
 
Wie wäre es mit einem dicken Vollholzbalken, den du entsprechend zusägst/ schleifst?
 
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  • #20
Ich glaube nicht...
Bei der Biegung, die ich haben will, müsste der schon aus ner 1000 jährigen Eiche sein, oder man müsste das in mehreren Stücken zusammensetzen. Außerdem wär der Balken ja dann mindestens so stark, wie das Regal tief werden soll und einen 0,35m Balken teuer kaufen und dann zersägen? Nä.

Ging mit dem Sperrholz so eig ganz gut. Ich hoffe mal, dass es noch besser geht, wenn das Teil dann länger wird, da sind dann die Spannungen nicht mehr so hoch. Kann ganz schön schnippen das bisschen Sperrholz da....
 
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