[Politik und Gesellschaft] Handy-Rasterfahndung kein Sonderfall

Wie aktuelle Zahlen einer Anfrage der Piratenpartei zeigen, sind die Funkzellenabfragen der Mobilfunkbetreiber durch Polizeibehörden nicht wie bisher vermutet ein Sonderfall bei Ermittlungen. Beispielsweise wurden in den letzten 3 Jahren, allein in Nordrhein-Westfalen (NRW), 10.330 Funkzellenabfragen durchgeführt. Das sind durchschnittlich 10 Anfragen pro Tag. Statistisch gesehen sind so inzwischen die Mobilfunkdaten aller Einwohner des Bundeslandes Gegenstand von verdachtsunabhängigen Ermittlungen geworden.

 
Funkzellenabfragen = Rastefanhnung
oder
Artikel = Piraten-Propaganda?
 
Wenn man bedenkt, dass nicht näher bezeichnete Geheimdienste quasi eine Echtzeit-Kopie unseres Lebens speichern, finde ich 10 derartige Abfragen pro Tag ziemlich wenig. :D
 
die Frage ist doch, zu welchem Zweck wurden die Abfragen durchgeführt?
Was genau sollte ermittelt werden?
Standort des Handys auch mehrere 100m genau? Wozu?
 
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  • #5
Rastefanhnung... hab ich das geschrieben? :confused:

naja.
Was du denkst warum die Abfragen durchgeführt wurden ist eigentlich eher nicht relevant.
Relevant wäre eine sichere Aussage wozu die Abfragen dienten...

Der eine Artikel redet nur von "Handydaten" die erfasst wurden.
Der andere Artikel handelt von abgebrannten Autos in Berlin wegen denen dann dort an den Standorten durch Funkzellenabfragen ermittelt werden soll wer sich dort aufgehalten hat.
Finde ich völlig legitim, irgendwie müssen ja solche Täter ermittelt werden.
Ich stelle gerne mein Aufenthaltsprofil zur Verfügung wenn dadurch eine Straftat aufgeklärt werden kann.
Dass das natürlich linksradikale Typen und ihre Webseiten anders sehen ist mir klar...

Und der 3. Link, sorry dass wegen einer Mordserie zig Tausend Funkzellenabfragen durchgeführt werden und dann ausgewertet wird ist klar und völlig ok.

Ich frage mich was die Leute wollen.
 
Funkzellenabfragen = Rastefanhnung
oder
Artikel = Piraten-Propaganda?
Nein, nicht Rastefanhnung aber Rasterfahndung.
Und ja, das kann man durchaus so bezeichnen. Im Artikel wird ja sehr gut beschrieben, wie gefahndet wird. Und hier ermittelt man genau nach dem Prinzip eines Rasters, in dem dann aus zig Tausenden ein paar Verdächtige herausgesucht werden sollen.
Gibt es übrigens nicht nur in NRW.



Ich stelle gerne mein Aufenthaltsprofil zur Verfügung wenn dadurch eine Straftat aufgeklärt werden kann.
Das ist dein gutes Recht. Ich ziehe es vor, als unbescholtener Bürger auch so behandelt zu werden.

Tipp:
Lesen und verstehen.
 
Ich kann euch mal was erzählen. Paar Kinder haben hier im Ort mehrere Spielhallen und Lebensmittelmärkte überfallen.
Der eine Junge kam aus der U Haft raus. Er sagt, ihn haben sie nur gekriegt, weil er sein Handy immer dabei hatte.

Die haben einfach geguckt welche Handys in der Zelle eingebucht waren. Und zack hatten die die Jungs.
 
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  • #9
@elgitarre

Meiner Meinung nach geht es ja auch um alle betroffenen Menschen im Ereignisumfeld. Bürger, die keinen Bezug zu links/rechts-radikalen Delikten haben, können bei dieser Art Ermittlungen ins Fadenkruz geraten. Darum gilt hier das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Kosten, Nutzen und möglicher Schaden sollten in einem genau balancierten Verhältnis stehen. Dieses könnte in diesem Fall möglicherweise nicht mehr ausreichend darstellbar sein.
 
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