Re: 6.1-Soundsystem für ~600€ mit einzeln ansteuerbaren Lautsprechern
Ah, also wenn ich mir jetzt die Dali Zensor 1 kaufe, habe ich mich quasi auf die Dali Zensor-Reihe festgelegt?
Bei einem Hersteller und einem Modell zu bleiben, macht (wie zuvor schon gesagt) aus dem o.a. Gründen tatsächlich Sinn. Dabei bleiben musst Du natürlich nicht. Du sagtest ja selbst bereits, verkaufen kannst Du sie ja jederzeit wieder. Ich kenne auch Leute, die mischen die LS. Im Vergleich zu einheitlichen Modellen klingt das jedoch überwiegend deutlich unruhiger. Du kannst natürlich LS finden, die aus völlig unterschiedlichen Ecken kommen und andere Funktionsweisen haben, die trotzdem gut miteinander harmonieren. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eben nicht so ist, um ein Vielfaches größer. Du sagst ja selbst, Du bist auf dem Gebiet noch frisch. Nun, willst Du es Dir unnötig schwerer machen? Du kannst Dir ja zu Beginn direkt das für Dich im Endergebnis passende Set zusammen hören und dann eben nur mit 2.0 dazu kaufen. Den Rest dann später hinterher holen. Dagegen spricht ja nichts.
Gehen wir mal davon aus, Du kaufst die Satelliten mit Kalotten, die stellst Du dann von hinten nach vorne, wenn Du später dann Stand LS kaufst. Die neuen LS haben dann aber Bändchen. Diese beiden HTs unterscheiden sich komplett im Abstrahlverhalten. Kalotten bündeln zum Beispiel weniger in der Horizontalen als Bändchen. Bei Bändchen kannst Du aber mehr in die Breite gehen. Sprich mehrere Leute, die nebeneinander sitzen, haben ein gleichmäßiges Hochtonerlebnis. Stehst Du hingegen bei Bändchen auf, hörst Du direkt, wie der Klang dumpf wird. Mit der D'Appolito-Anordnung hingegen arbeiten Kalotten wieder anders. Und das waren jetzt nur mal einige, wenige grobe Typen. Da haben wir noch nicht die verwendeten Materialien, Frequenzweichen, das Raumvolumen usw. mit bedacht.
Zielkurven – sind die im Gerät drin oder macht man sich die selbst? Tut mir leid, ich bin totaler Noob auf dem Gebiet.
Ich meine damit die optimalen Zielkurven, die im Gerät (AVR) vorgegeben sind, auf die die Einmessung hinarbeitet. Bei Audyssey z.B. Standard XT32 oder XT flat usw. Die kann man, wenn man will, nur auf einen Teil der LS anwenden. Aber auch leichte EQ Anpassungen vornehmen. Wobei der EQ sich auf eine Hand voll von Filtern begrenzt.
Und kann ich für das Abstimmen auch einfach ein beliebiges Mikrofon nehmen? Was unterscheidet speziell für das Einmessen produzierte Mikrofone von "normalen"?
Nein, das geht leider nicht. Man braucht ein Kugelmikrofon, welches linear 360° aufnimmt. Optimal wäre noch, wenn man eins nimmt welches eine Korrekturdatei (Kalibrierung) für die Messsoftware hat. Allerdings liegen bei den ganzen Denons, Marantzens und Co. geeignete Mikrofone bei. Die Messmikrofone die den AVRs beiliegen sind nun nix besonderes, sind aber halbwegs auf das Gerät abgestimmt. Insofern liefern die ganz brauchbare Messwerte und entsprechende Korrekturen. Je nach Einmesssystem natürlich.
Nachtrag:
EDIT: Warum sind Studiomonitore jetzt genau nix? Weil sie fürs Nahfeld abgestimmt sind? Habe das noch nicht so verstanden.
Studiomonitore sind linear abgestimmt, um ein unverfälschtes Hören beim Abhören von Musikarbeiten zu gewährleisten. Darauf würde ich mich aber erst ab einer gewissen Preisklasse wirklich verlassen. Was für Dich entscheidender ist, ist die Tatsache, dass Studiomonitore in der Regel stark auf den Nahbereich innerhalb des Sterodreieicks bündeln. Kurz gesagt, für mal hier und mal da und in unterschiedlichen Positionen im Raum sitzen, sind die nix.