Glossy vs Matt - Bildbearbeitung

Tone

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Seid gegrüßt,
vorneweg ich arbeite mit einen MacBook (Glossy Display) und ein PC (mattes Display/ LG e2290v).

Wenn ich nun meine Bilder bearbeite und auf beiden Bildschirmen betrachte, merke ich immer wie krass die Unterschiede teilweise sind und werde dann sogar leicht unsicher, ob das auf anderen Displays dann nicht komplett dämlich aussieht.

Meiner Erfahrung nach ist das Glossy zum einen etwas dunkler und hat schon "Schminke drauf", heißt Bildfehler fallen kaum auf z.B. sehe ich bei diesen Display schwarz und bei meinen matten Display dunkel grün und blau.

Ich habe mich mit dem Thema ehrlich gesagt noch nie wirklich auseinander gesetzt. Aus meiner Sicht macht es jetzt erstmal mehr Sinn die Bilder an einen matten Display zu bearbeiten.

Aber wie seht ihr das? Haben Glossys auch Vorteile in der Bearbeitung oder gibt es Tricks und Kniffe wie Bilder auf beiden Displays möglichst gut aussehen?
Bin auf eure Antworten gespannt:)
 
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  • #3
Ich dachte zwar über Ein-Wort-Beiträge wären wir hinaus, aber trotzdem danke für den Ansatz.
 
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie "gut" die Dinge auf Mac's aussehen. Der Bildschirm stellt alles intensiver dar, als es wirklich ist. Von dem her würde ich persönlich, als Amateur, das matte Display empfehlen. Natürlich kann man kalibrieren aber auch das ist nur annähernd korrekt.
 
Aus Hardwaretechnischer Sicht:
Glossy stellt die Farben durch den Spiegeleffekt 'anders' da. Das ganze wirkt glänzender, die Sättigung ist imho viel höher.

Bei Matt wirkt das Bild halt matter, nicht so Farbintensiv, nicht so kontraststark.

Dazu kommt aber auch: Dein Display hat ein TN Panel, die sind für Bildbearbeitung eh nicht so toll, IPS oder AMV würden sich eher eignen, da die (vernünftig kalibriert) eine bessere Farbdarstellung haben.

Keins von beiden ist das ideale Gerät. Beim glossy wirken die Farben übersättigt und werden dadurch verfälscht, beim matten Monitor wirken die Farben zu stumpf.

lg,
 
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  • #6
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie "gut" die Dinge auf Mac's aussehen.
Meine Rede! Ich war neulich wirklich so erschrocken, als ich ein Bild am Mac bearbeitet habe und es dann am PC gesehen habe, dass ich erstmal (farbtechnische) Bearbeitungen am Mac gar nicht mehr mache, bzw. wenn dann mindestens nochmal am matten Monitor "kontrolliere".

Dazu kommt aber auch: Dein Display hat ein TN Panel, die sind für Bildbearbeitung eh nicht so toll
Ja, dass mit dem TN Panel stört mich momentan auch etwas, ein neuer Monitor mit IPS steht aber auf der To-Do-Liste.


Ok fragen wir mal so: Gibt es überhaupt einen idealen Monitor oder muss man sich "das kleinere Übel" aussuchen?
 
Profigeräte von Eizo taugen schon was, sind aber für den normalen Anwender unbezahlbar und imho lohnt sich das auch nur für den Druck, nicht für Web (da du ja nicht die Ausgabegeräte anderer beeinflussen kannst ... wenn die einen mies kalibrierten Monitor nutzen sieht es halt u.U. Scheisse aus) ... Kompromiss für dich, um dich selber zufrieden zu stellen, ist imho ein solider IPS (oder vergleichbarer) Monitor. Die gibt es auch "günstig" und trotzdem vernünftig, muss ja nicht immer ein Eizo für 2.000€ sein ;)
 
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  • #8
Ja 2000€ müssen nicht sein, wenn mein Monitor wertvoller als ein PC ist würde ich mir mies vorkommen :D

Jetzt wo du Eizo erwähnst fällt mir aber wieder ein, dass ich neulich zufällig ein Video von Calvin Hollywood (relativ bekannter, aber vor allem erfolgreicher Fotograf) gesehen habe, wo er darüber spricht.
Er meinte er benutzt einen 300€ Eizo Monitor und saß auch schon vor 700€ Eizos (leider noch nicht vor erwähnten High End Modellen, wäre gut für den Vergleich gewesen) und sieht absolut keinen Unterschied, aber das seine Bilder was taugen, davon kann sich ja jeder selbst überzeugen ;)

Danke, dann weiß ich jetzt worauf ich achten muss und die ganz Großen kochen anscheinend auch nur mit Wasser :)
 
Das Modell des Monitors ist erst mal egal, wichtig ist dass der verwendete Monitor, wie bereits von KaPiTN erwähnt, richtig kalibriert ist. Sonst hilft dir das 2000€-Teil nämlich auch nur bedingt weiter.
 
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  • #10
Die Frage ist nun: wie kalibriere ich richtig?
Kaufe ich mir ein Kolorimeter, benutze ich die Windows Kalibrierung, stimme ihn auf diverse Testbilder ab....
Die Monitore die ich kenne haben jedenfalls nur ca. 3 Themen und der Rest geht manuell, aber das Bild soll ja nicht am besten aussehen, sondern z.B. bei einen Druck am "echtesten".
 
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  • #12
Eigentlich beides, Web überwiegt aber.
Sagen wir 90% Web, 10% Druck.
 
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie "gut" die Dinge auf Mac's aussehen.

Ich finde es eher erschreckend, wie viele Leute Macbooks für professionelle Bildbearbeitung nutzen. Die iMacs sind da um einiges besser, am Besten sind aber "richtige" Bildschirme, die nicht gerade ein Mainstream-Mac-Display haben. Ich kann im Billgst-Bereich den HP Z24i empfehlen, der ist besser als die meisten Mac-Displays.

Wegen glossy vs. matt: Es gibt einen guten Grund, warum nahezu alle Bildbearbeiter-Bildschirme matt sind. Und zwar die nervigen Reflexionen.

Für Bildschirmtests empfehle ich – die haben auch Kaufberatungs-Artikel.

Webdesign braucht i.d.R. keine Kalibrierung, da das Zeug eh auf 1000 verschiedenen Displays 990 verschiedene Bilder erzeugt. In einer Agentur, in der ich mal arbeitete, waren die Webentwickler-Arbeitsplätze nie kalibriert, sondern auf maximale Ergonomie eingestellt.
 
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