[Politik und Gesellschaft] G20-Krawalle: Polizei hat keine Beweise für Hinterhalt

In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli wurde im Hamburger Schanzenviertel randaliert: Kriminelle haben Geschäfte geplündert, Barikaden angezündet und das Viertel verwüstet. Die Polizei hat gezögert und nicht eingegriffen, weil sie auf den Dächern Gewalttäter vermutet hatte, die Polizisten mit Steinen, Gehwegplatten, Eisenstangen und Molotowcocktails bewerfen würden. Erst später bekam ein Sondereinsatzkommando der Polizei die Lage in den Griff.

Nun muss die Hamburger Polizei einräumen, dass sie für den Hinterhalt keine Beweise hat und keine Steine, Gehwegplatten, Eisenstangen oder Molotowcocktails gefunden hat. Auch selbstgemachte Eisenspeere, mit denen die Täter bewaffnet gewesen sein sollen, haben die Polizisten nicht entdeckt. Allerdings haben die Ermittler erst vier Tage später nach Beweismitteln gesucht. Damit lassen die Aussagen der Polizei nicht beweisen.

Am Morgen des 7. Juli sollen Randalierer außerdem ein Fahrzeug der Bundespolizei mit einem Molotowcocktail angezündet haben. Auch das war wohl falsch: Es gab keinen Brand, räumt die Polizei nun ein.

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Von "rechts" hätten sie das nicht?

--- [2017-12-05 23:52 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Es ist die Ungleichheit.
 
Was meinst Du mit "hätten"?
Was für eine Ungleichheit?

Bei Ermittlungen nach einem solchen Vorfall muß man sich doch an die Leute halten, die man da angetroffen hat. Man kann da doch nicht zusammenhangslos wegen irgendwelcher Quoten gegen Unbeteiligte ermitteln.
 
So sieht es wohl aus. Ich habe auch noch nie gehört daß sich sogenannte rechte und linke Gruppen für gemeinsamen Aktionen verbrüdern.
 
Eine exrteme Seite, also wohl die Linken.

Die Rechte würden wohl nie einen Überfall planen.
 
Du weißt gar nicht, um was es hier geht, kann das sein? Man hat da keine Gegenstände gefunden und dann entschieden, daß die von Linken sein müßten.
Nachdem die Linken die Bundespolizei angegriffen haben, hat es Festnahmen und Erkennungsdienstliche Maßnahmen gegeben.
 
Verstehe. Ich hatte gedacht etwas von heute nur Kaffee gelesen zu haben.
 
Du weißt gar nicht, um was es hier geht, kann das sein? Man hat da keine Gegenstände gefunden und dann entschieden, daß die von Linken sein müßten.
Nachdem die Linken die Bundespolizei angegriffen haben, hat es Festnahmen und Erkennungsdienstliche Maßnahmen gegeben.

Was meinst du mit "man hat da keine(?) Gegenstände gefunden und dann entschieden, daß die(se) von den Linken sind?"

Gab es zu Anfang nicht den Verdacht auf einen "schwarzen (Krawall)block" ? Und die sind nicht Links, wenn auch nicht wirklich Rechts einzuordnen, sondern wohl eher auf Stunk aus...?

Oder ist denn klar, das es "eindeutig" aus der Linken Ecke kommt? Und damit meine ich nicht weil es übergriffe auf die (Bundes)polizei gab von Linken aber andere auf den Dächern von Hamburg vermutet worden sind, was ja nicht vollends belegt werden konnte?

Ich frage daher, weil ich das verstehen will.....
 
Etwas Neues vom Polizeipräsidenten...

Hamburgs Polizeipräsident entlastet Rote Flora

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer sieht hinter den schweren Ausschreitungen und Plünderungen im Hamburger Schanzenviertel einen "internationalen Mob". Das autonome Zentrum Rote Flora, glaubt er, habe keine aktive Rolle gespielt.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass das aktiv von der Flora ausging. Ich denke, es ist ihnen aus dem Ruder gelaufen", sagte Meyer. Wie bei der Demonstration "Welcome to Hell" habe es im Schanzenviertel vielmehr eine Gruppe gegeben, die jenseits aller Vermittelbarkeit agiert habe: "Sie war nicht steuerbar, nicht von den selbst ernannten Sprechern der Roten Flora, nicht vom Viertel."

 
Der Ton macht die Musik und der Ton ist ja 'Gewalt ist ok, Sachbeschädigung ist ok'.
Das man dann doof findet auf einmal selber betroffen zu sein.. just LOL.
 
Letztendlich transportieren die Chaoten keine eigene Botschaft, sondern beschädigen lediglich die Glaubwürdigkeit legitimer und vor allem legaler Kritik.

Die Gewalt, die durch das Gewaltmonopol des Staates ausgeübt wird, muß angemessen und transparent sein. Dies bedeutet, daß Beamte nicht in einer anonymen Masse untertauchen können.

Aber niemand sollte vergessen, daß ,wenn man bei Demos die Polizei nur zur Verkehrsregelung brauchen würde, man über Polizeigewalt gar nicht diskutieren müßte.
 
WTF, geile Fahndung :D ->

Da erkenne ich mich ja selber auf manchen Fotos von solche brillanter Qualität sind die. Und ich war noch nicht mal in Hamburg an besagtem Datum :D

kann doch wirklich JEDER sein! Sogar mein Vadder :D
 
Schon erstaunlich, wie viel Aufwand für die Fahndung betrieben wird. Über Hundert Foto-Fahndungen, jedes einzelne richterlich abgesegnet. Ich habe wenig Sympathie für die Verdächtigen und noch weniger für die tatsächlichen Täter, aber das scheint mir alles etwas übertrieben.
 
Und hier ein tiefer Einblick in die Gedankenwelt mancher Polizisten.

Polizisten durften vorab Zeugenaussagen lesen

Vor einem G20-Prozess konnten Polizisten Einblick in die Aussagen ihrer Kollegen bekommen. Der Anwalt eines Angeklagten sagt, die Bemühungen des Gerichts, den wahren Sachverhalt zu ermitteln, würden "durch die Polizei torpediert".


Den Aktivisten zufolge sagte ein Polizist vor Gericht aus, dass in einem Ordner in der Dienststelle der hessischen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit Vernehmungsprotokolle und die Protokolle der Gerichtsaussagen gesammelt wurden. Der Beamte habe zudem in einem weiteren Ordner unter anderem die Kopie seines eigenen Vernehmungsprotokolls abgeheftet und ihn unter Kollegen herumgereicht. Ein weiterer Polizist habe die Kopie seines Vernehmungsprotokolls hinzugefügt.

Der Gerichtssprecher bestätigte, dass es die Aussagen des Polizisten gegeben habe.

Wieso werden diese Protokolle angelegt und herum gereicht?
Aus Langeweile, oder weil die Beamten ihre Aussagen "abstimmen" wollten?
Wie glaubhaft können Beamte in Verfahren sein, wenn sie keine Bedenken haben, dass solche Sammlungen angefertigt werden?
 
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