Es war er heilige Geist und Maria hatte ihr Einverständnis erklärt.
Schriftlich? Konnte die junge Frau überhaupt lesen? Das hört sich für mich nach einer #metoo-Story an.
Was viel wichtiger ist, ist die Dauer der Existenz von Göttern, von ihren Anhängern gern als "immer" oder "ewig" bezeichnet. Die Idee mit dem Urknall mußte ich nach reiflicher Überlegung verwerfen. Bei physikalischen Prozessen pflegen keine Götter zu entstehen.
Das brachte mich auf die Idee mit Quetzalcoatl. Dem wurden zu Zeiten seiner Herrschaft zahllose Menschenopfer dargebracht, zu bestimmten Zeremonien schwammen seine Bildnisse in einem Meer aus Menschenblut. Heute liegen diese Statuen zerbrochen im Urwald oder werden als Touristenattraktion herumgezeigt, ein ziemlich schmachvolles Ende für einen einst so mächtigen Gott. Götter sind also sterblich, eine wichtige Erkenntnis.
Manchmal brechen unter den Göttern geradezu tödliche Epidemien aus: zur Zeit der Einführung des Christentums im römischen Reich oder eben durch die Konquistadores. Götter beginnen zu leben, wenn es irgendeinem "Religionsstifter" gelingt, genügend Anhänger für ihn zu finden ("Gläubige") und sterben mit ihren letzten Anhängern. Das bedeutet religionstechnisch "immer" und "ewig".
Nun zu Weihnachten. Da es zur Zeit der Geburt Jesu noch keinen einzigen Anhänger des Christengottes oder seines Alter Ego "Heiliger Geist" gab, kann sich die Geschichte unmöglich so zugetragen haben, wie es in den Evangelien beschrieben und von den "Gläubigen" heute "geglaubt" wird.