Also nach den ersten drei Folgen bin ich voll zufrieden. Man bekommt genau das, was man haben will. Nette Unterhaltung mit Leuten die man von früher kennt und mag.
Natürlich ist es kitschig, natürlich ist es unglaublich "weiß" (was ja sogar kurz als Gag angedeutet wird) und natürlich ist es in vielem nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ich will und brauche auch einfach nicht die 84891. Krawall-Drogen-Titten-Eskalation-Sitcom. Nein...wirklich nicht.
Wie las ich doch passend dazu irgendwo? "Fuller House ist angenehm vertraute und wohltuende Langeweile". Das trifft es finde ich ganz gut und ist von meiner Seite aus keinesfalls negativ gemeint.
Full House war nie die Serie für Gags am laufenden Band und das ist Fuller House auch nicht. Nichtsdestotrotz gibt es durchaus gute, funktionierende Gags.
Loben möchte ich auch das neue Intro mit den Elementen von früher und heute und die aufgepeppte Version des Titellieds.
Der alte Cast funktioniert auch nach all den Jahren immer noch erstaunlich gut zusammen vor der Kamera, die Chemie stimmte da einfach von Sekunde eins an direkt wieder. Die neuen Charaktere sind zumindest nicht nervig und bietet durchaus noch Potential vom Storytelling her.
Etwas seltsam fand ich die teilweise sehr schnellen, vielen Schnitte innerhalb von einzelnen Szenen. Hier hat man wohl versucht etwas mehr Speed in die Show zu kriegen und etwas moderner zu wirken. Kann man machen - hätte man mMn aber gerne auch lassen können.
Krass wie Kimmy Gibbler einfach als erwachsene Frau immer noch EXAKT so aussieht wie damals und geil wie ihre (Serien)tochter die ganze Gestik und Mimik 1:1 auch drauf hat.

Und auch wenn es als Mann etwas schwierig zu beurteilen ist, finde ich, dass Jesse sogar besser aussieht als damals.
Joey und Danny sind dagegen schon merklich gealtert, aber hey...eigentlich finde ich das eher sympatisch.
Und meine Güte...aus den beiden Tanner-Schwestern sind echt hübsche Frauen geworden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich mags, mir gefällts. Ich gucke es weiter.
