FRITZ!Box 7362, LAN drosseln?

Skull

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9 Nov. 2016
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Hallo zusammen,

ich lebe in einer WG wo wir uns alle eine DSL Leitung teilen. Leider haben wir einen Bewohner, der abends gerne noch online zockt und somit nicht wirklich Rücksicht auf alle anderen nimmt. Da er als einziger LAN nutzt wollte ich euch mal fragen, ob es die Möglichkeit gibt, ihn zu drosseln? Ich habe zwar schon versucht alle anderen Geräte eine höhere Priorität zu geben, aber trotzdem zieht er, vor allem Abends die volle Leitung, so das wir anderen durch das Netz lahmen.
Reden bringt leider nicht viel bei ihm. Denn das Spiel geht nun schon ein paar Monate.

Würde mich freuen, wenn euch eine Lösung einfällt.
 
Mit der Fritzbox wäre mir persönlich kein Weg bekannt. Dafür ist die Firmware der Box afaik zu eingeschränkt. Eine recht günstige Möglichkeit dafür wäre, ein weiteres Gerät zwischenzuschalten, z. B. einen Smart Switch wie den TP-Link TL-SG108E (nicht mit TL-SG108 verwechseln). Kostenpunkt dafür wären ca. 30€. Dort kann man die Bandbreite portbasiert genau einstellen.


Allerdings könnte Dir das Dein Mitbewohner ggf. übel nehmen und das grundsätzliche Problem löst das auch nicht. Vielleicht solltest Du es zuerst nochmal mit Reden versuchen. Gerade in einer WG sollte man imho immer versuchen, partnerschaftlich in solchen Problemen umzugehen.
 
DHCP auf der Fritzbox aus, Software-Firewall mit DHCP rein, Traffic-Shaping/QoS und fertig. Allerdings braucht kein Gamer viel an Leitung, das sind lediglich ein paar kB, die da benötigt werden.
 
Ich glaube auch nicht, dass er die ganze Bandbreite braucht. Gerade wenn es abends auftritt, kann es auch am Provider oder an der WLAN Nutzung ( nur ihr benutzt es, er nicht) liegen. Dann sind nämlich auch die Nachbarn im WLAN und die Kanäle sind dicht. (Mal prüfen unter WLAN => Funkkanäle in der FB, mit aktueller Firmware wird die Auslastung (auch durch fremde Netzte) angezeigt. Außerdem einfach mal in den Online Monitor der Fritz Box gucken wieviel Bandbreite er tatsächlich braucht (dürfte ja wegen der anderen Priorität eine andere Farbe haben). BTW gerade von dieser Fritz Box ist das WLAN grottig.
grüße
 
Denk mal lieber an Netflix und Co.
Gerade Netflix zieht so dermassen viel Speed!

In den Abendstunden bricht mein Kabel-Internet eh schon immer von 150k auf ~25k ein. Schaut Frau Netflix und ich spiel zB CSGO oder RL, hab ich n Ping von 100 und aufwaerts. Ist Netflix aus, lieg ich bei 20 (btw. gibts je Moeglichkeit Netflix n bissl zu drosseln?).
 
Jau, wenn du das jetzt noch einem Netzwerk-Technik Laien erklaerst....:D
 
Denk mal lieber an Netflix und Co.
Gerade Netflix zieht so dermassen viel Speed!

In den Abendstunden bricht mein Kabel-Internet eh schon immer von 150k auf ~25k ein. Schaut Frau Netflix und ich spiel zB CSGO oder RL, hab ich n Ping von 100 und aufwaerts. Ist Netflix aus, lieg ich bei 20 (btw. gibts je Moeglichkeit Netflix n bissl zu drosseln?).

Wenn Frau nicht gerade Ultra HD guckt( => ) dann sollte die Bandbreite reichen. Sieht dann eher nach schwacher Hardware oder Überlastung im Segment aus.
 
Kabel Internet ist ein shared Medium und das ist eben bis Segemntierungsarbeiten vorgenommen worden sind in deinem Falle einfach am Ende seiner Kapazität angelangt. Oft ist bei vielen Teilnehmern auch einfach der Upload früher ausgelastet als der Download, was mindestens ebenso deutlich zu spüren ist, wenn man etwas im Internet machen möchte. Machen kannst du also gar nichts, außer abzuwarten.
Willst du die Leitung drosseln zu Netflix, kannst du das zB mit einer virtuellen Maschine, auf welcher eine Firewall-Appliance arbeitet und die gewünschte Funktion des Traffic-Shapings oder QoS mit sich bringt. Sinnvoll ist das aber auch nicht, denn wenn die Leitung durch den Stream ausgelastet wird, erreichst du dadurch zwar evtl. dass dein Ping besser wird, aber der Film wird nicht mehr fehlerfrei durchlaufen, welcher gestreamt wird.
Sollte man die Qualität herunterstellen können des Films, oder das Buffering wird das vmtl die bessere Wahl sein, oder eben Offline abspielen, sofern das bei Netflix möglich ist.
 
Na, dann wart ich lieber doch. Soll angeblich jetzt im November irgendwie ausgebaut werden alles.
 
Falls ihr Geld ausgeben könnt, würde ich euch den Ubiquiti ER-X empfehlen. Da kann man mehrere Methoden zur Verbesserung der Internetperformance einstellen. Kostet allerdings 50-70€ und ist ein nicht unerheblicher Einrichtungsaufwand. Die Fritz!Box könntet ihr in diesem Szenario im Bridge-Modus als Modem nutzen.

Ich nehme an, ihr leidet eher an . Wie schnell ist denn eure ADSL/VDSL-Leitung?

auch wenn es schön ist, dass du "im Vorbeigehen" cokeZ' Probleme lösen möchtest: Der TS hat kein Kabel ;)
 
Weiss ich doch, sonst hätte ja auch kein Segment überlastet sein können. Bezog sich ja dann auf cokez. Die vorhergehende Antwort mit der Firewall ist doch trotzdem zutreffend?
 
Mit der Fritzbox wäre mir persönlich kein Weg bekannt. Dafür ist die Firmware der Box afaik zu eingeschränkt. Eine recht günstige Möglichkeit dafür wäre, ein weiteres Gerät zwischenzuschalten, z. B. einen Smart Switch wie den TP-Link TL-SG108E (nicht mit TL-SG108 verwechseln). Kostenpunkt dafür wären ca. 30€. Dort kann man die Bandbreite portbasiert genau einstellen.

Das wäre unnötig. Es geht auch anders und direkt über die Fritz!Box. Zwar nicht so, dass die Bandbreite exakt justiert wird, aber so, dass der TS den Effekt hat, den er möchte. Internet für alle.

In meinem Haushalt drossle ich den Anschluss der Kids direkt über die Fritz!Box, da die mir sonst auf dem Tablet mit nem Nickelodeonstream alles wegsaugen. Bzw. Du kannst einzelne Geräte unterschiedlich Priorisieren. Heißt, es steht grundsätzlich für jedes Gerät erst einmal die volle Bandbreite zur Verfügung. Braucht jedoch ein höher priorisiertes Gerät (in meinem Fall, meine Geräte :P ) mehr Bandbreite, so bekommt das höher priorisierte Gerät eben das, was es braucht und das was an Bandbreite übrig bleibt, kann von den niedrig priorisierten Geräten verwendet werden.

Das regelst Du einfach mit den Zugriffsprofilen.
 
Das wäre unnötig. Es geht auch anders und direkt über die Fritz!Box. Zwar nicht so, dass die Bandbreite exakt justiert wird, aber so, dass der TS den Effekt hat, den er möchte. Internet für alle.

Während das bereits von eraser erwähnte QoS in der Fritz!Box besser ist als das, was man in vielen billigeren Routern bekommt, reicht es noch lange (!) nicht an eine ordentliche Routerlösung heran.

DHCP auf der Fritzbox aus, Software-Firewall mit DHCP rein, Traffic-Shaping/QoS und fertig.

Ich ärgerte mich letztens über Congestion-Probleme und konnte innerhalb von 30min als Netzwerkprofi ca. 20% mehr Bandbreite unter voller Auslastung aus meinem Anschluss holen – und das, nachdem ich in den vergangenen Monaten eigentlich schon einiges optimiert hatte (nur eben nicht auf congestion).

Und bei Buffer Bloat helfen auch simple QoS-Maßnahmen nichts mehr, da muss man dann schon die von eraser erwähnte Software-Firewall hinzuziehen.
 
Während das bereits von eraser erwähnte QoS in der Fritz!Box besser ist als das, was man in vielen billigeren Routern bekommt, reicht es noch lange (!) nicht an eine ordentliche Routerlösung heran.

Mag sein. Ich sag ja nicht, dass das die ultimative Lösung ist. Aus der Wohnsituation leite ich allerdings ab, dass da nicht die dicken Finanzmittel sind. Ich habe jetzt nicht alles gelesen, wahrscheinlich ist´s eine Studi-WG. Auch wenn´s nur 30,- € für kleines Equipment sind, kann man sich doch erst einmal anschauen, ob man mit dem, was man bereits hat, klar kommt. Wozu unnötig Geld verbrennen? Wenn der Effekt bereits darüber eingestellt werden kann, der erwünscht ist, würde ich sagen - Ziel erreicht. ;)
 
Nur der Vollständigkeit halber, sage ja nichts dagegen, QoS testweise zu aktivieren.

Habe aber schon einige WGs mit professionellerem Netzwerk ausrüsten dürfen, die haben mich sogar dafür bezahlt – Studenten haben oft mehr Geld (von Papa), als man denkt ;)
 
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