Freiheit statt Angst 2013

Togijak

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Ein breites Bündnis ruft dazu auf, für Bürgerrechte, Datenschutz und ein freies Internet auf die Straße zu gehen:

In den letzten Monaten hat sich etwas getan, leider nichts Gutes: Die Bestandsdatenauskunft ist Gesetz geworden, der Prism-Skandal hat das Ausmaß staatlicher Überwachung deutlicher denn je gemacht und die Vorratsdatenspeichrerung droht uns nach der Wahl immer noch. Es bleibt noch sehr viel zu tun.

Die Seiten zur Demo findet ihr und
 

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Und jetzt wandeln mal alle hier (vor allem aber der TS) seinen Beitrag entsprechend um, dass er mit den Regeln des P&G konform ist. Das Thema ist sicher nicht uninteressant, und es wäre schade, wenn ich hier trotzdem schließen müsste!
 
"Freiheit statt Angst", das ist doch ein Schuss in den Ofen.

Angst ist meine Empfindung. Warum soll ich dagegen demonstrieren?

Wenn sie unbegründet ist, muss ich zum Arzt. Wenn sie begründet ist, muss ich die Gefahr beseitigen.

Da war ja "Freiheit gegen Sozialismus" (remember?) besser, und das war schon schwachsinnig genug.

"Mut statt Angst" - das wäre wenigstens noch ein Appell.

Ich glaube, man will einfach mal demonstrieren, um seinem Verdruss Luft zu machen, weiß aber auch nicht so genau, gegen wen eigentlich.
 
Es geht nicht um die eigene Angst, sondern um die "Angst des Staates" vor Terror, Mord und Totschlag wofür er immer mehr Überwachung installiert und die Freiheit der Bevölkerung einschränkt.
 
Es geht mMn schon auch um die eigene Angst bzw. darum, sich eben keine Angst mehr machen zu lassen. Da können Friedrich und Schäuble noch so nebulös von geplanten Anschlägen und erhöhtem Sicherheitsrisiko erzählen... das rechtfertigt keine Totalüberwachung.
 
Wessen Gefühl auch immer, ich sehe nicht, was eine Demonstration gegen oder für ein Gefühl bedeuten soll, ob es nun Angst ist, Verzagtheit, Mutlosigkeit, Depression, Gereiztheit oder liebevolles Miteinander, Fröhlichkeit, gute Laune etc.

Demonstrationen können als Drohgebärde ein Gefühl zum Ausdruck bringen: Wir haben eine Mordswut im Bauch; wir sind drauf und dran, alles kaputt zu schlagen, wenn wir die Lohnerhöhung nicht kriegen. (Rein fiktiv!!!) Aber dann demonstriert man nicht für die Wut, sondern für die Lohnerhöhung.
 
Ich glaube bei dem Thema sind wir als große Gruppe noch nicht so weit aus Demonstrationen Drohgebärden gegenüber dem Staat zu machen. Wir müssen uns erstmal klar machen (und ich denke dafür sind diese Demos auch jetzt schon gut), dass wir in einem Land leben, in dem man nur noch "Terror" sagen muss und sofort alle Bedenken, was die Überwachung und Beschneidung unserer Freiheit angeht, über Bord geworfen werden und das nicht erst seit ein paar Wochen oder Monaten. Der zweite Schritt geht dann in die Richtung wie du dir das vorstellst, dass wir uns im Zweifelsfall unserer Rechte von den ganzen Angsthasen wieder zurückholen müssen, aber meiner Meinung nach sind wir eben noch nicht ganz so weit bzw. geht es uns dafür im Moment vielleicht auch einfach noch zu gut.
 
@B3n

Ich teile Deine Einschätzung und verstehe Deine Argumentation, würde aber einwenden, dass es der Zweck einer Demo sein mus, über die Stufe von allgemeiner Unzufriedenheit und diffusem Unbehagen hinauszuführen. Sonst demonstrieren die Teilnehmer nur ihre eigene Hilflosigkeit.

Und die "Freiheit" im Aufruf ist ja auch wieder so ein Windei. Bürgerliche Freiheit bedeutet im Kern nichts weiter als Freizügigkeit. Solange ich meinen Aufenthaltsort selbst bestimmen kann, bin ich weder Sklave noch Insasse einer Anstalt. Wen Eingesperrte "Freiheit" fordern, ist alles klar ohne jedes weitere Wort.

Andere müssen, wenn sie Freiheit sagen, auch dazu sagen, welche sie denn meinen: Gewerbefreiheit, Redefreiheit, Meinungsfreiheit, Koalitionsfreiheit, Pressefreiheit beispielsweise.

Im politischen Kampf für solche Dinge fordert man nicht einfach Freiheit, sondern Befreiung: Befreiung von Zensur, von tagtäglicher Verdummung und Entmündigung, von Gängelung, von Maßregelung, in diesem Fall von Bespitzelung und Überwachung.

Ein Demonstrationsaufruf ist für jede Bewegung eine ganz große Chance, ihre Ziele und Beweggründe einer breiten Öffentlichkeit zu erklären. Er wird von den Massenmedien verbreitet, indem sie zumindest darauf Bezug nehmen. Bei seiner Abfassung und Formulierung sollte man sich ein paar mehr Gedanken machen, als es hier geschah.

Wenn man nur ein bereits existierendes Unbehagen nochmal dokumentiert, bekommt man Demos wie gegen den Sozialabbau oder gegen die Aufrüstung oder für die Abrüstung. Bei ersten mal kommen noch Viele, danach bleiben immer mehr weg, weil es langweilig wird, immer nur zu latschen und zu hören, was man schon weiß.
 
Hmm, sieht interesant aus.
Ich überlege gerade da auch hinzugehen, jedoch werde ich erstmal gucken ob vielleicht Freunde von mir auch dorthin gehen werden, da ich ungern alleine dorthin machen würde :D
Finde es jedenfalls gut dass es eine Plattform gibt um seinen Unwillen über die Politik nach außen zu tragen.
 
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  • #12
Wichtiger Hinweis für alle die teilnehmen wollen - zumal wenn sie von außerhalb kommen

Neuer Standort für die Demo – Alexanderplatz
Posted on 2013/08/20 by Dennis

Die Demo wird zum Alexanderplatz umziehen, sowohl der Start- als auch der Ankunftspunkt. Die Polizei und die Behörden sind mit uns zur der Einschätzung gekommen, dass die Demo sehr viel größer wird als ursprünglich angenommen. Und den Prognosen wollen wir doch alle Recht geben, oder? Da es zusätzlich zur erwarteten Teilnehmendenmenge auch noch behördeninterne Abstimmungsschwierigkeiten gab und das Bezirksamt den Potsdamer Platz mit einer anderen Veranstaltung belegt hat, ziehen wir zum Alexanderplatz um.

Am Alex haben wir genug Platz für die große Bühne, Musikacts und die Reden. Mehr Infos gibt’s bald hier im Blog. Bis dahin erzählt allen weiter, dass wir jetzt auf dem Alex sind – soll ja keiner in letzter Minute vom Potsdamer Platz zum Alex hetzen müssen.

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, überlegt euch doch, welche Farbe euer T-Shirt zur Demo haben soll. Wie ihr hinkommt, wisst ihr bei den vielen Busfahrten nach Berlin auch.
 
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