[Netzwelt] Frankreich - Offenes W-LAN und TOR sollen verboten werden

Wie jetzt im Blog bekannt wurde, berichtet die renommierte Tageszeitung "Le Monde" über zwei Gesetzesentwürfe, die die bürgerlichen Freiheiten der Franzosen stark einschränken würden.

Im ersten Entwurf wird vorgeschlagen offene W-LAN Netze zu verbieten, da Personen die ein offenes W-LAN Netz benutzen schwer zu überwachen sind. Jedoch soll dich dieser Entwurf nur auf den Ausnahmezustand beziehen, der am 13. November ausgesprochen wurde.

Der zweite Entwurf soll sich nicht nur im Ausnahmezustand beschränkt bleiben. Es wird gefordert, dass im Rahmen der Terrorabwehr das Tor-Netzwerk in Frankreich verboten oder blockiert werden soll. Dazu sollen Dienstleister in Frankreich verpflichtet werden, kryptografische Schlüssel an die Poliei auszuhändigen wenn dies gefordert wird.

Quellen:
 

Genau von der Süddeutschen ist ja dieses Zitat und auch dort wird soweit ich es bisher gelesen habe nicht davon gesprochen, dass es wider besserer technischer Möglichkeiten getan wird. Nochmal: Hast du Belege für die Aussage, dass die SMS-Nachrichten absichtlich mitsamt Inhalt gespeichert werden obwohl es auch einfach ohne ginge? Denn genau das bezweifle ich hier, dass deine Aussage mehr als eine Vermutung ist. Es geht mir dabei auch nicht darum, dass du dich hier rechtfertigst für deine Aussagen, ich möchte sie nur korrekt Einordnen können.
Es wird in dem von dir verlinkten Artikel bspw. eine Summe von mehr als 260 Millionen Euro an Mehrkosten für die Netzbetreiber von der Bundesnetzagentur beziffert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Waren wohl nur ein paar Blähungen eines Überwachungsfetischisten, die da raus gelassen wurden.

Die Franzosen müssen nicht um ihre offenen WLAN-Hotspots bangen. Auch das Tor-Netzwerk soll nicht blockiert werden, sagt Premierminister Manuel Valls.

 

Genau von der Süddeutschen ist ja dieses Zitat und auch dort wird soweit ich es bisher gelesen habe nicht davon gesprochen, dass es wider besserer technischer Möglichkeiten getan wird.

Willst du gerade in Frage stellen, dass man SMS "auftrennen" kann?
Oben habe ich den Aufbau einer SMS auf bit-Ebene beschrieben. Wenn ich dir sage, dass du nach exakt 2 Bytes aufhören kannst zu lesen, dann wirst du mir das hoffentlich glauben. Falls nicht: Setze dich bitte mit Programmierung, Rechner-/Systemarchitektur auseinander. Falls du ein sehr einfaches Konzept davon willst: Wenn du ein Buch liest, kannst du auch jederzeit aufhören zu lesen, wenn du das wirklich möchtest.


In sehr stark vereinfachtem Pseudo-Code, sieht eine Routine zum Empfangen von Nachrichten aus aus:
[src=javascript]nachricht <- leer
paket = Verbindung->lese_erstes_byte()
solange (paket != leer) {
nachricht = nachricht+interpretiere_als_text(paket);
paket = Verbindung->lese_nächstes_byte()
}
gebe_aus(nachricht)[/src]

Um die Verbindungsdaten von einer SMS abzutrennen musst du jetzt nur folgendes machen:
[src=javascript]
bytes_gelesen = 1
verbindungsdaten <- leer
paket = Verbindung->lese_erstes_byte()
solange (paket != leer) {
falls (bytes_gelesen == 2) {
HÖRE_AUF_ZU_LESEN()
}
verbindungsdaten = verbindungsdaten+interpretiere_als_text(paket);
paket = Verbindung->lese_nächstes_byte()
bytes_gelesen = bytes_gelesen +1;
}
gebe_aus(verbindungsdaten)[/src]
 
Nein, mir ist die technische Machbarkeit sehr wohl bekannt, auch ohne exakte Anzahlen von Bits auswendig zu wissen. Es ist aber nunmal ein Unterschied, zwischen Umsetzbarkeit und technischer Möglichkeit. Vergleichweise ist es technisch machbar SSL in Echzeit mitzulesen. Im Falle der VDS benötigt es einfach zusätzliche Ressourcen und die genaue Menge davon kann ich nicht abschätzen. Die Süddeutsche nannte dann eine Zahl von 260 Millionen Euro die dieser Aufwand an Kosten verursachen würde. Kurz gesagt meinte ich: Das es aktuell zwar klar ist, dass man es technisch besser machen könnte, die Ursache warum das aber nicht getan wird bleibt unklar.
 
Das es aktuell zwar klar ist, dass man es technisch besser machen könnte, die Ursache warum das aber nicht getan wird bleibt unklar.
So unklar ist die gar nicht:
  • Man würde gern noch viel mehr speichern (und tut es vielleicht auch im Geheimen)
  • Der Rechtsverstoß hat für die Schuldigen absolut keine Konsequenz - eher wird das irgendwann legalisiert
  • Der Staat würde niemals auch nur 1 € für den Datenschutz seiner Bürger ausgeben
  • Alle Politiker finden Spionage geil da sie nicht davon betroffen sind
 
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