Frage bzgl. Kündigungsfrist

FlY

..away
Registriert
15 Juli 2013
Beiträge
152
Hi,

habe morgen ein Vorstellungsgespräch. Vorhin habe ich noch einmal auf meinen bestehenden Vertrag geschaut und gesehen, dass die Kündigungsfrist 14 Tage zum ende des Monats beträgt. In meiner Bewerbungs habe ich geschrieben dass diese 14 Tage beträgt, allerdings ohne den zusatz zum ende des Monats.

Angenommen ich würde überzeugen das UN möchte mich für die ausgeschriebene Stelle haben und würde mir dann sagen ich solle am 15.6 anfangen.
Wie sieht es da aus kann ich zum 15.6 kündigen bzw. sind AG da kulant oder sollte ich fristlos kündigen?

Mache mir gerade sorgen falls dazu morgen eine Frage kommt ...

VG
Fly
 
Gib zu das es ein Irrtum war. Im Normalfall macht niemand um sowas Geschiss.

Die Fristen dienen nur der Rechtssicherheit falls man sich nicht einig wird, einvernehmlich vorher auflösen geht IMMER. Versuch halt nicht zu bescheissen sonst könnte die andere Partei auf die Idee kommen sich dafür zu revanchieren.
 
Wie willst du denn fristlos kündigen wenn es eine Frist gibt?
Kenne das so, dass wenn das Unternehmen nicht gerade super-dringend jemanden für eine spezielle Aufgabe sucht, dann spielen 14 Tage keine Rolle.
Falls sie das nicht machen einfach kurz das Thema ansprechen, dass du ggf. zum Datum X anfangen könntest.

Sorgen brauchste dir da keine machen, Fristen und Verbindlichkeiten gegenüber dem alten AG sind ne ganz normale Sache.
Würde auch gar nicht anfangen von wegen 'steht ja ganz falsch bei mir drin, großes sorry total doof', einfach den realen Ist-Zustand mitteilen und höchstens im kleinen Nebensatz erwähnen, dass es *abweichend* in der Bewerbung steht.
 
Einfach drüber reden und ehrlich sein.
In der Regel sind Arbeitgeber auch so flexibel, dass es auf die zwei Wochen nicht ankommt.
 
...oder du fragst deinen derzeitigen Arbeitgeber ob du in der Kündigungsfrist Urlaub nehmen darfst und fängst "im Urlaub" bei deinem neuen Arbeitgeber an, was unterm Strich einer fristlosen Kündigung gleichkommt (die du jedoch garnicht machen könntest). Wäre Win-Win für euch beide da sich dein derzeitiger Arbeitgeber damit auch die Auszahlung von Resturlaub spart.

In der Regel fragen die Arbeitgeber beim Bewerbungsgespräch nochmal nach ab wann du anfangen könntest. Da sagst du dann einfach dass du mit Anfang nächsten Monats beginnen könntest. Diese 14 Tage legt keiner auf die Goldwaage.
 
...oder du fragst deinen derzeitigen Arbeitgeber ob du in der Kündigungsfrist Urlaub nehmen darfst und fängst "im Urlaub" bei deinem neuen Arbeitgeber an, was unterm Strich einer fristlosen Kündigung gleichkommt (die du jedoch garnicht machen könntest). Wäre Win-Win für euch beide da sich dein derzeitiger Arbeitgeber damit auch die Auszahlung von Resturlaub spart.

So ein geklüngel würde ich generell nicht machen. Die Implikationen sind zuweilen unabsehbar.
Erstmal darfst du nicht arbeiten wenn du dir Urlaub nimmst. Außerdem verletzt du vermutlich beide Arbeitsverträge wenn du parallel zwei Vollzeitjobs nachgehst. Drittens ist unklar was passiert, wenn es einen Arbeitsunfall gibt oder ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit geschieht. Viertens verfallen evtl. Ansprüche auf Auszahlung auf noch offene Urlaubstage.
etc. etc.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #7
Vielen Dank für die Antworten!

Ich denke ich mache das so indem ich, falls es aufgegriffen wird sage dass lt. Vertrag 14 Tage zum Ende des Monats vereinbart wurden. Ich aber selbstverständlich bereit wäre wenn ich früher anfangen soll mit meinem derzeitigen AG zu sprechen sodass ich auch bereit wäre am 15. anzufangen.
Ich glaube auch nicht dass die dann sagen werden ja es wäre gut wenn sie nächste Woche schon könnten ^^
 
Kündigungsfrist sollte man generell schon einhalten, das kommt natürlich auf die Arbeitssituation bzw. Kulanz deines aktuellen Arbeitgebers an.
Aber den Zeitraum einzuhalten, wäre, so fern nicht direkt anders vereinbart, für beide Seiten fair und angebracht. Auch zeigt das meiner Meinung nach deinem neuen Arbeitgeber in wie weit du dich an die Spielregeln hälst die Vereinbart werden.

Du solltest auch ohne deine aktuellen Arbeitgeber informiert zu haben über den Arbeitsplatzwechsel nicht einfach irgendwelche zeitlichen Versprechungen machen. Du solltest sagen wie es ist und die Antwort darauf verschieben bzw. ganz klar sagen das du zu alle erst die Situation mit deinem aktuellen Arbeitgeber besprechen mußt, bevor du Versprechen zu deiner Verfügbarkeit machen kannst, da durch dich an die Kündigungsfrist halten mußt/willst. Wenn du weißt du bekommst die Stelle und könntest dort "jederzeit" anfangen/einsteigen, dann lohnt sich auch das Gespräch mit deinem aktuellen Arbeitgeber mit bitte um rasche Auflösung des Arbeitsverhältnisses zum nächstmöglichen Zeitpunkt (oder nach Absprache auch noch während der Frist).
 
Manche Arbeitgeber machen Aufhebungsverträge mit einer kürzeren Frist als die Kündigungsfrist. Es kommt aber in dem Fall auf das Wohlwollen des Arbeitgebers und die Arbeitssituation an.
Ich würde wie alter_Bekannter den Irrtum zugeben und ggf. anklingen lassen, dass du mit deinem Arbeitgeber über einen Aufhebungsvertrag sprechen könntest. Was dabei rauskommt, ist eine andere Sache.

Aber erst einmal viel Erfolg morgen!
 
Mal ein paar Erfahrungen von mir. Per Urlaub früher anzufangen geht durchaus. Habe ich auch einmal gemacht, da es zu meinem Vorteil war. Wichtig ist nur, dass Du hierbei beachten musst, dass Du in dem Fall das schriftliche Ok des AG (bestenfalls von beiden AG) erhälst. Dann ist es auch versichert. Zwei Jobs = zwei Einkommen = unterschiedlich zu versteuern (1 und 6 wahrscheinlich bei Dir). Aufhebungsvertrag geht durchaus. Einfach den alten AG nett fragen und verhandeln. Wenn ihr euch einig werdet, gibt es kein Problem. Ansonsten, Fehler passieren. Wenn die Frage kommt, einfach ehrlich erklären. 2 Wochen interessieren keinen AG. Wegen 4 Wochen würde auch keiner diskutieren. Ich wechsle zur Zeit selbst und habe 3 Monate Kündigungsfrist. Wenn ein AG Dich will, ist auch das kein Problem, denn der Arbeitsmarkt weiß, dass es diese Fristen gibt und diese absolut üblich sind.

Kein Grund zur Besorgnis. Zieh morgen Dein Ding durch. Der Rest wird dann schon.

Viel Erfolg!
 
Zurück
Oben