[Politik und Gesellschaft] Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughäfen

Der Niederländer Erik Pas dürfte nicht schlecht gestaunt haben, als er bei einem Routineflug nach Los Angeles am amsterdamer Flughafen Schiphol namentlich aufgerufen und zu seinen bisherigen Aufenthalten in muslimischen Staaten ausgefragt wurde. Herr Pas befand sich nämlich auch laut Reisepass niemals in solchen Ländern, geschweige denn in Jordanien, welches man ihm nun konkret als ihnen zuletzt bekannten Aufenthaltsort vorhielt. Schließlich habe er von dort aus das ESTA-Einreiseformular für die USA ausgefüllt.

Der eigentliche Grund für die Zuordnung dieser IP zum Land Jordanien lag allerdings in dem Fehler, dass der hier tätig gewordene US-Grenzschutz noch mit veralteten Listen arbeitete, als die IP tatsächlich noch dorthin vergeben war. Mittlerweile jedoch war es eine reguläre, niederländische IP, was insgesamt ein ganz normales Vorgehen ist, weil sich IP-Ranges teils ändern.

Leider war das Problem seiner unangebrachten Befragung noch nicht zu Ende, denn an seinem Ziel in Los Angeles durfte er sich gleich nochmals der gleichen Prozedur unterziehen und hatte dort sicher genug Zeit, sich zu fragen, wie eine einzelne Ziffernfolge ihn in solche Bedrängnis bringen konnte.

Quelle:
 
Re: Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughä

Wer in die USA reist, ist selbst Schuld. Sowas passiert eben in Schurkenstaaten. ;)
 
Re: Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughä

Naja ich wär mir jetzt nicht so sicher das dass woanders nicht auch passieren könnte. Ganz besonders in D.
 
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Re: Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughä

Ja. Ich denke mir, das müsste egal sein, weil dieser US-Grenzschutz sicher überall auf die selben Listen zurückgreift.
 
Re: Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughä

Das würde ich nicht mal speziell der USA und dem US Grenzschutz anrechnen. Es ist ein generelles Problem der Menschen, dass man auf Technik viel zu stark vertraut.
Jeder, der nicht in der Materie steckt, glaubt Computer müssten "perfekt" sein. Nur weil ein Computer sich technisch nicht verrechnet, heißt das natürlich nicht, dass alles, was er dem Anwender zu Gesicht bringt, deshalb auch korrekt sein muss. Dass eben Computer nur mit von Menschen geschriebenen Algorithmen arbeiten und Menschen typisch Fehler machen, dass Datensätze nicht auf Ewigkeit als Korrekt gelten müssen - wie im hiesigen Fall -, dass sogar die Aussage, Computer würden sich nicht verrechnen, aufgrund von Rundungsfehlern inkorrekt ist, sind eben Dinge, die die meisten Anwender überhaupt nicht verstehen.

Natürlich ist das blinde Vertrauen auf Technik gerade in Bereichen der Sicherheit absolut fatal, aber eben ein generelles Problem.


Interessant, dass man von dem Fall gehört hat. Ein bisschen beruhigt mich das, immerhin, trotzdem man wohl von einer falschen Identität des Niederländers ausgegangen ist, mindestens ein manipulierter Reisepass, ist er nicht in Guantanamo Bay gelandet, sondern hatte immerhin die Gelegenheit sich zu erklären.
 
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  • #6
Re: Formular via vermeintlich "ausländischer" IP ausgefüllt: Festnahme an zwei Flughä

Ja, es ist sicher allgemein übliche Haltung, computergenerierte Ausgaben weniger zu hinterfragen. Vielleicht liegts auch daran, dass es Informationen von "Technikern" und "schlauen Leuten weiter oben, die es ja wissen müssen" waren. Wenn er sich nun aber vehement dagegen wehrt, dass er mal in Jordanien war, dann hätte man vielleicht mehr als nur die IP als Beweis, bzw. Indiz hernehmen sollen. Die Info "der war in Jordanien wegen der IP" zu hinterfragen, ist denk ich erstmal wirklich nicht den Leuten da anzurechnen. Man hätte vielleicht noch fragen sollen, ob er so doof war und Tor oder sowas genutzt hat, aber das wars dann auch.

nicht in Guantanamo Bay gelandet, sondern hatte immerhin die Gelegenheit sich zu erklären.
Sogar zweimal (und ob er mittlerweile wieder da ist, davon weiß man nichts)! :-D *scnr*

Ich finde es schon hart, wie schnell die von einem gefälschten Dokument ausgehen. Zack, weg war man. Und dann erklär Dich mal den bösen Blicken gegenüber, die Dich einen verdächtigen Lügner und Betrüger schimpfen, während andere Leute gerade Deine Sachen durchwühlen (was natürlich an einem Flughafen sowieso passieren kann).
 
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