Fleischkonsum - zu welchem Preis?

Wie häufig gibt es bei euch Fleisch zu essen (in der Woche)

  • gar nicht, ich bin Vegetarier

    Stimmen: 8 7,5%
  • 1 bis 2 mal die Woche

    Stimmen: 19 17,8%
  • 2 bis 3 mal die Woche

    Stimmen: 11 10,3%
  • 3 bis 4 mal die Woche

    Stimmen: 13 12,1%
  • 4 bis 5 mal die Woche

    Stimmen: 11 10,3%
  • eigentlich jeden Tag (Wurst usw. dazu gerechnet)

    Stimmen: 45 42,1%

  • Umfrageteilnehmer
    107
  • Umfrage geschlossen .
Eigentlich jeden Tag.
Ergibt sich einfach so. Ich beachte das gar nicht bewusst. Wenn Fleisch drin ist dann ist Fleisch drin, wenn keins drin ist, dann ist eben keins drin.
Interessiert mich nicht.

Und um sich mal wieder ein wenig beliebt zu machen:
Es interessiert mich auch nicht wo das Fleisch herkommt, es interessiert mich auch nicht was es kostet, ob es Bio ist oder nicht oder ob die Hühner glücklich sind oder nicht.
Das ist keine Polemik oder Provokation: Es interessiert mich einfach nicht. Punkt. Aus.
 
das ist interessant.
Und woran liegt das?
Ich meine, dir ist bewusst, dass du mit ein paar € mehr und kurz aufs Etikett geschaut vielen Tieren Leid ersparen kannst?
Das Leid der Tiere juckt dich nicht, oder wie kann man sich das vorstellen?
 
Ganz ehrlich? Ja.
Ich habe da einfach keinen Bezug zu und lasse mir den von anderen, den Medien oder sonstwem auch nicht einreden.
Ich könnte jetzt natürlich wie alle anderen voll betroffen rum rennen und so tun als ob ich völlig empört wäre. Bin ich aber nicht.

Das hat auch nur bedingt etwas mit Qualität zu tun.
Ich weiß ein vernünftiges Stück Fleisch von Tieren aus der Region verarbeitet von einem fähigen Metzger durchaus zu schätzen.
Aber ich kaufe mit Sicherheit keine Bio-Eier bei ALDI nur weil es gerade "in" ist und der Hipster an der Kasse hinter mir sonst empört ist.
 
Fleisch? An sich jeden Tag. Und gerne. Wenn man keine Tiere essen sollte, warum sind die denn aus Fleisch gemacht ;)

Einkauf? Kommt auf die Zeitschiene an, würde ich sagen. Wenn ich es schaffe fahr ich beim Dorfmetzger vorbei, klappt das arbeitstechnisch nicht und er hat zu muss ich eben zum Supermarkt...

Kommt auch aufs Fleisch an. Ein Kotlett muss vom Metzger sein, die 0,5cm Papierscheiben aus dem Supermarkt sind ja schon trocken bevor sie in die Pfanne kommen - das lass ich mir schneiden wie ich es haben will. Beim Hackfleisch seh ich das weniger kritisch, denke mal dass eine Bolognese oder ein Chili, gleich zubereitet, geschmacklich nicht differieren....
 
Ganz ehrlich? Ja.
Ich habe da einfach keinen Bezug zu.

es geht nicht um den direkten Bezug, es geht um die Frage ob es dir egal ist, dass Tiere leiden müssen und extrem beschissen gehalten werden.
Dass das auch nicht gerade zuträglich für eine gute Fleischqualität ist sollte klar sein.

Sonst handhabe ich das auch wie Tedious.

Allerdings, ich würde nie was anderes kaufen wie Bioeier, da ich finde durch die paar cent mehr hat man wenigstens nen kleinen Beitrag geleistet.
 


Sagte er doch: JA es ist ihm egal.

Mag jetzt hart klingen, ist aber sein Recht.

Solange unsere ganze Gesellschaft so aufgebaut ist, darf man das keinem Einzelnen vorwerfen, der ehrlich seine Meinung sagt.

Es kann ja nicht jeder so interessiert am Ende von Massentierhaltung sein, sonst hätten wir ja keine!
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #47
Nun ja, ich hab auch keinen direkten Bezug. Sprich ich sehe bei der Heimfahrt keine leidenden Tiere links und rechts an der Straße. Trotzdem kann ich, da ich prinzipiell davon weiß, mit etwas mehr Aufwand dafür sorgen das sich irgendwelche schlechten Umstände evtl auch mal ändern werden. Das ist eben anders wie bei Völkermord in Afrika oder Massenvergewaltigungen, das finde ich auch nicht toll, darauf kann ich aber weniger einfach Einfluss nehmen.

Bei Computerhardware wird doch auch Wochenland im Voraus informiert was etwas taugt. Bei guten Fleisch braucht es ja viel weniger Aufwand bzw. halt etwas mehr Geld/weniger Menge...
 
Früher habe ich oft und gerne Fisch gegessen. Wegen einer Allergie gegen alles, was schwimmt und Flossen hat, esse ich nun seit ca. 15 Jahren zwangsläufig mehr Fleisch. Liegt irgendwo Lachs auf dem Teller, möchte ich heulen. :(
An der Rewe- und Edeka-Theke gibt es hier eine ordentliche Auswahl regionaler Produkte.
Wir kaufen allerdings öfter bei Rewe ein als bei Edeka, denn das Obst dort ist schlichtweg überteuert.
Wenn wir z.B. Appetit auf ein schönes Stück vom toten Strauss haben, ist es uns völlig egal, dass er hier nicht in der Gegend rumhüpft.
Beim Brotbelag halten sich bei mir Käse und Wurst die Waage. Madame schmiert auch gerne mit Gelees und Marmelade herum.
 


Das ist richtig, der Meinung bin ich auch, ist ja auch zum eigenen Vorteil.

Aber mann kann eben niemand dazu zwingen oder verdammen weil er anderer Meinung ist.

Ich denke eher das die Massentierhaltung erhalten bleibt, da die Arm-Reich-Schere größer wird, wird es für viele immer attraktiver, billiges Fleisch zu kaufen.
 
Ist es? Stichwort Aquakulturen :coffee: Da wird auch gestopft bis nix mehr ins Bassin passt, dem Futter Medikamente beigemischt usw.

Klar, unproblematisch ist das auch nicht. Allerdings ist Fisch aus nachhaltigem Wildfang schon recht weit verbreitet, während z.B. Bio-Schweinefleisch mit glücklichen Tierchen eher schwierig zu kriegen ist, wenn man nicht grad auf dem Dorf wohnt.
Ums mal auf den Punkt zu bringen: Ich finde es etwas unpassend, als Allesfresser (wie ich ja auch einer bin) einem Halb-Vegetarier Inkonsequenz vorzuwerfen. Auch wenn dieser sich selbst was vormacht, so tut er immer noch mehr für die Tiere als du oder ich.


Im Prinzip könnten ja eigentlich alle Probleme mit einem deutlichen Preisanstieg behoben werden, da konventionelles Fleisch einfach viel zu billig ist: Die Leute würden weniger Fleisch essen, es müssten weniger Tiere gehalten werden, die Gewinnspanne der "Produzenten" würde steigen und alle wären glücklich. Der Staat greift doch überall regulierend ein, warum nicht auch hier?
 
Im Prinzip könnten ja eigentlich alle Probleme mit einem deutlichen Preisanstieg behoben werden, da konventionelles Fleisch einfach viel zu billig ist: Die Leute würden weniger Fleisch essen, es müssten weniger Tiere gehalten werden, die Gewinnspanne der "Produzenten" würde steigen und alle wären glücklich. Der Staat greift doch überall regulierend ein, warum nicht auch hier?
Dir ist schon klar, dass das dann wieder nur die ärmeren trifft?
Nachdem Hartz4-Empfänger sogar einen moralischen und rechtlichen Anspruch aufs Rauchen zu haben scheinen und alle voll empört sind, wenn man das in Frage stellt, bin ich ja mal gespannt, wie du gesellschaftlich durchsetzen willst, dass sich ärmere Leute kein Fleisch mehr leisten können sollen in dem Maße wie sie es wollen.
 
Weil eben nicht alle glücklich wären.

Wenn alle mehr zahlen wollten, dann würde keiner mehr Billigfleisch kaufen.

Es will ja aber keiner mehr bezahlen.

Das ergibt leider keinen Sinn. Angenommen ich habe nicht die Möglichkeit beim Bauern oder so einzukaufen und bin auf irgendeinen Metzger angewiesen, der sich die Ware auch nur zukauft, dann würden doch die Fleischindustrie auch so günstig wie möglich produzieren wie sie können um den Gewinn zu maximieren. Die haben ja auch kein Geld zu verschenken.
Das ist aber eben auch das Problem, selbst wenn ich bereit bin das Doppelte oder Dreifache zu bezahlen, dann kommt davon eben einfach nichts bei den Tieren an. Ist doch beim Kaffee auch so. Auch der teuerste Kaffee wird von irgendwelchen Schwarzen zu Scheiß Lebensbedingungen gepflückt. Und auf irgendwelche Fair Trade Siegel brauch man sich ja auch nicht verlassen.
 
es geht nicht um den direkten Bezug, es geht um die Frage ob es dir egal ist, dass Tiere leiden müssen und extrem beschissen gehalten werden.

Schön und gut. Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, dass einige sich mehr um Tiere sorgen als um Menschen.
Und dann wird es für mich suspekt.
 
klar.
Das darf auch nicht sein.
Und die Heuchlerei auch nicht.

Aber eine Scheißegal-Einstellung finde ich auch nicht ok.
Wenn man mit kleinen Beiträgen zumindest etwas für bessere Tierhaltung sorgen kann (z.B. Bioeier, 20 cent teurer) dann sollte man das auch machen.
Klar, wenn es mal keine Bioeier gibt oder man grad mal was anderes kauft, auch ok.

Aber dieses "ist mir alles egal" finde ich in dem Bereich fahrlässig.
Letztendlich schlägt die Natur eh zurück. Krank werden dann zum Schluss wir.

Man kann sich doch vorstellen, dass Hühner oder andere Tiere denen es beschissen geht diverse Hormone ausschütten die wir durch die Nahrung wiederum aufnehmen.
Das das nicht toll für uns sein kann sollte klar sein.

Wer dann sagt, "ist mir eh alles egal" der zeigt weder für Mensch noch Tier Empathie.
Und dann nehme ich mir raus zu sagen, mit solchen Leuten möchte ich nichts zu tun haben, die braucht man nicht, die finde ich scheiße.
 
Das ist dein Recht solche Leute zu meiden, die Leute haben aber genau so das Recht, dass es ihnen am Arsch vorbeigehen kann. Kann ich aber auch verstehen diese Leute. Heutzutage kann man doch fast garnicht mehr so handeln, dass es nicht zu Lasten anderer geht. Außer man ist Veganer, fährt kein Auto, besitzt keine Elektro Artikel für die irgendein Afrikaner verrecken musste etc.
Letztendlich ist es dir doch auch egal dass für deinen Computer Menschen ausgebeutet wurden, sonst würdest du doch keinen besitzen.
 
Dir ist schon klar, dass das dann wieder nur die ärmeren trifft?

Die Wohlhabenderen würden auf nichts verzichten müssen, stimmt. Aber sie würden mit den höheren Preisen auch die Bio-Bauern subventionieren und damit was gutes tun.
Es müsste ja gar nicht mal soo dramatisch viel mehr sein, nur die Verhältnismäßigkeit sollte wieder stimmen. Warum kostet in meiner Kantine das Schnitzel weniger als die Gemüselasagne? Ist doch klar, was dann alle essen...

Ich gebe dir aber recht, dass es sehr schwierig wäre so was durchzusetzen, da das Fleisch heutzutage nichts besonderes mehr ist (Sonntagsbraten), sondern immer und überall günstig verfügbar (wurde ja schon angesprochen). Das ist ja aber gerade das, worin das Problem liegt.
Wirksam wäre es aber sicherlich, übers Portmonee erreicht man immer viele Leute. ;)
 
Ich entschuldige mich vorweg für diesen plakativen Spruch: Deutsche kaufen halt lieber ein Auto, als gutes Essen.
Wenn man es jedoch näher betrachtet, ist da schon etwas wahren dran. In keinem anderen europäischen Land sind Lebensmittel so billig, wie bei uns. Ebenso geben Deutsche weniger Geld für Lebensmittel aus, als z.B. Franzosen. Dann wird immer weniger selbst gekocht, sondern mehr unterwegs gekauft + gegessen, in keinem anderen europäischen Land wird z.B. so viel Tiefkühlpizza verkauft.
Ich denke es liegt auch an der Esskultur. Wenn Kochen und Essen als Teil des Tages an Wert verlieren, dann verlieren auch die Lebensmittel an Wert und werden nur noch als notwendig angesehen. Und dann ist der Schritt nicht weit, es komplett zu ökonomisieren. Dann spielt eine Bratwurst auf die Hand für 1,20€ in der ersten Liga mit. Schnell, billig, und Fleisch ;)
Ich fahre jedes Jahr mit einer Kindergruppe ins Ferienlanger, indem auch die "Kleinen" selber kochen. Es ist immer wieder klasse mit anzusehen, dass einige Grundschüler keine Ahnung, wie man eine Kartoffel schält usw. Aber es macht auch immer allen Spaß, es hapert halt eher am "handwerklichen" Geschickt .... aber das geht jetzt zu weit ab vom Thema, ich höre besser auf.
 
Letztendlich ist es dir doch auch egal dass für deinen Computer Menschen ausgebeutet wurden, sonst würdest du doch keinen besitzen.

du verwechselst da was.
Wenn ich als Alternative völlig problemlos 10% mehr bezahlen könnte und wüsste, dass dafür dann eben keine Menschen ausgebeutet wurden, dann würde ich das machen.

Theonly hingegen ist alles völlig egal.
Er würde und wollte einfach gar nichts investieren und nimmt es in Kauf, dass Tiere leiden müssen.
Obwohl es so einfach wäre und man mit kleinem Aufwand und kleinem Mehrpreis etwas bewegen könnte.
 
Obwohl es so einfach wäre und man mit kleinem Aufwand und kleinem Mehrpreis etwas bewegen könnte.

Naja. Habt ihr nicht über die letzten Seiten hinweg diskutiert, dass man teilweise das mehrfache vom Momentanen Preis für anständige Qualität und Haltung bezhalen muss? Das is schon ein bisschen mehr als ein kleiner Mehrpreis. Zudem es eben auch viele Leute gibt die's nicht juckt... klar fangen Änderungen beim Einzelnen an. Dass sich da ohne politische Kontrolle wirklich mal was tut ist aber doch eher unrealistisch.
 
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