Festplatten überschreiben

@m6ld8ywqya: Mir ist bewusst, dass es wenig Aussichten hat, aber es gab da auch mal ne Studie, die das wirklich untersucht hat (und Random Patterns empfohlen hat). Ja, die Wahrscheinlichkeiten sind relativ niedrig, und sinken mit steigender Dichte der Bits auf der Scheibe, dennoch bin ich der Ansicht: Better safe than sorry. Und um die eine Stunde geht es wirklich nicht mehr.
 
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  • #22
ich habe die FPs jetzt mit diskpart CLEAN ALL überschrieben, der Vorgang dauerte je ca. 2 Stunden. Ich denke das reicht für meine Zwecke. Danke für eure Tipps.
 
Aber selbst wenn bei der Restmagnetismus relevant wäre, dann ja nur für Forensiker im Labor. Denn die Datenrettungsprogramme stellen ja nicht wirklich physikalisch gelöschte Daten wieder her, sonder die, wo nur die Einträge in der Zuordnungstabelle gelöscht wurden.

Und im Labor kann man dann sicher auch die Sektoren noch auslesen, die von Software vielleicht gar nicht mehr überschrieben wird, weil sie als defekt markiert wurden.
 
Der Artikel ist in jedem Fall interessant...
Davon abgesehen ist mir die Zeit auch egal *g*

Vorteil Cypher ist noch das das keine existierenden Daten löscht sondern nur freien Speicherplatz säubert. Das kann ein Vorteil oder Nachteil sein.

Diskpart sollte für Privat dann wohl reichen

Ist nur wichtig das beides für SSD eher nicht so gut ist... wobei wenn man die Platte danach verkauft ist es evtl. nicht ganz so wichtig.
 
@KaPiTN: Tatsächlicher Wiederherstellungsvorgang auf einer 128MB-SD-Karte mit GetDataBack for FAT 3, den ich mal durchgeführt habe:

Vorgeschichte: Wurde durch Kamera vollständig neu initialisiert/formatiert, keinerlei Datenstruktur mehr vorhanden.

Gefunden: 4 Dateisysteme, davon zwei FS-Backups; 215 MB Fotos, jedes davon ca. 850 KB, davon 2 mit Schäden.

Ja, es ist ein Festkörperspeicher. Nein, ich glaube nicht, dass 40% des gesamten Speicherplatzes als Backup für ausgefallene Chips verschwendet wird. Ich bin daher sehr vorsichtig, was technisch machbar ist, und was nicht. Gerade GetDataBack hat wohl eine verdammt gute Fehlerkorrektur bei der Wiederherstellung, jedenfalls findet es auf Festplatten teilweise völlig intakte Dateien, bei denen andere Tools nicht mal mehr eine alte Partition finden.

Und ja, ich hab GDB auch schon mehrfach auf Festplatten losgelassen. Da geht echt viel.
 
Festkörperspeicher ist wirklich etwas vollkommen anderes und da würde man sicher nicht versuchen, durch normales Überschreiben irgend etwas zu löschen. Schon gar nicht durch einen mehrfachen Vorgang.

Die Frage bei magnetischen Laufwerken bleibt, ob Tools wie GDB Daten aus überschrieben Bereichen rekonstruieren kann, was ich bezweifel, oder lediglich aus verwaisten Blöcken Daten wiederherstellt.
 
Da sich die Diskussion hier langsam im Kreis drehen und ich hab noch ein paar Fragen dazu…………… wer hat schon mit diskpart gearbeitet?
Gut mit dem Befehl "Clean" in diskpart wird lediglich die Partitionen gelöscht (habe ich selbst schon gemacht). Gibt es den Befehl "Clean all" auch in diskpart und überschreibt er wirklich alles mit Null? Bei dem einfachen "Clean" wird es nicht gemacht.
 
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  • #28
Also ich habe wie gesagt jetzt alles mit diskpart CLEAN ALL gemacht
Der gesamte Vorgang ist gleich wie oben, nur dass der Löschbefehl nun „clean all“ heißt. Dies bedeutet, dass das Diskpart-Programm alle Sektoren der Harddisk bzw. des USB-Sticks einzeln überschreibt und somit können die Daten nicht wiedergestellt werden. Allerdings dauert dieser Vorgang erheblich länger als beim schnellen Löschen. Für eine 500GB Festplatte braucht es nach unseren Test´s ca. 30-45 Minuten.
 
Re: Fesxtplatten überschreiben

pv ist nicht überall vorinstalliert. Einfacher wäre:

[src=bash]sudo dd if=/dev/urandom of=/dev/sd... [/src]
Das geht auf jedem Linux.

Wenn schon, dann

[src=bash]sudo dd status=progress bs=4M if=/dev/urandom fdatasync of=/dev/sd... [/src]

@m6ld8ywqya: Mir ist bewusst, dass es wenig Aussichten hat, aber es gab da auch mal ne Studie, die das wirklich untersucht hat (und Random Patterns empfohlen hat). Ja, die Wahrscheinlichkeiten sind relativ niedrig, und sinken mit steigender Dichte der Bits auf der Scheibe, dennoch bin ich der Ansicht: Better safe than sorry. Und um die eine Stunde geht es wirklich nicht mehr.

Die Studie ist uralt, bei aktuellen Festplatten (die Laui anscheinend nicht hat?) sind die Datendichten so hoch, dass die Aussichten, mehrere Bits zu rekonstruieren recht gut sind, aber bei zusammenhängenden paar Kilobyte nahe der Null-Prozent-Grenze.

Viel eher würde ich mir da Sorgen um den Cache und wiederzugewiesene Sektoren machen, die mit einer alternativen Firmware wiederhergestellt werden könnten. Die werden auch bei urandom nicht überschrieben.

Abgesehen davon:

[src=bash]hdparm --security-erase-enhanced NULL /dev/sd..[/src]

EDIT: eine Formatierung ohne Schnellformatierung in Windows reicht in 99% der Fälle auch bereits aus, dabei wird die Platte auch genullt.
 
Re: Fesxtplatten überschreiben

EDIT: eine Formatierung ohne Schnellformatierung in Windows reicht in 99% der Fälle auch bereits aus, dabei wird die Platte auch genullt.
sehe ich auch so. Wenn man es aber ein anderes File-System formatiert (keine Schnellformatierung) reicht es auch noch? Theoretisch ja oder sehe ich was falsch?

Schläfst du dann besser? :D
Wenn meinst du?
Falls du doch mich meinen solltest, ich fahr Raid0, da stellt sich das Problem nicht.
 
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