Fall Anis Amri - Aktenpuzzlen mit Politikern

Das kommt davon, wenn man einen Untersuchungsausschuss mit Originalakten beliefert: Sie werden umsortiert, neu etikettiert und teils in vollständig neue Ordner ausgelagert. So geschehen beim Berliner Untersuchungsausschuss zum Fall Amri, wo die Berliner Justizbehörden nun feststellen mussten, dass sie keine originalgetreuen Kopien der Staatsanwalts-Akten mehr an den Untersuchungsausschuss des Bundestages übermitteln können, weil die Originale eben nicht mehr original sind. Der CDU-Vorsitzende des Ausschusses Burkhard Dregger verbittet sich jedoch die Anschuldigung der Aktenmanipulation, man würde schließlich die Akten "überaus sorgfältig entgegennehmen, sichten, den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses zugänglich machen und verwahren". Man würde die Anschuldigungen aber nach Ostern prüfen.

Quelle:
 
Die alten Tricks sind eben die Besten.
Wenn du schon Daten rausrücken musst, dann mach dem Gegner die Datensuche möglichst schwer. Optimal ist natürlich, wenn du ihn mit Datenmüll überschwemmen kannst, damit er die relevanten Daten nicht findet.

Aber eigentlich kann das bei einer deutschen Behörde gar nicht sein, denn die haben ja üüüberhaupt nichts zu verbergen. :D
 
Habt ihr schon mal was von diesem neuen "Digital" gehört?
 
Ach bleib mir weg mit diesem neumodischen Quatsch.
Seit bei uns dieses "Digital" eingeführt wurde, sind die Papierberge immer mehr geworden. :dozey:
 
@n87:
Jede E-mail wird ausgedruckt und Abgeheftet.
Dachte Früher das wäre nen Scherz, bis ich bei einer Firma war, die das tatsächlich tat :rolleyes:
 
Fragt mal bei Gerichten nach. Manche Oberlandesgerichte dürfen, aus dem "anwaltlichen Elektronischen Postfach"(oder wie auch immer es genau hieß) täglich 9000 Mails ausdrucken
Irgendwer brachte in dem Zusammenhang mal den Witz: Bei den Gerichten besteht digitalisierung darin, das sie Hochleistungsdrucker kaufen! :-D
 
@n87:
Ich weiß.
Das wollte ich mit meiner Aussage bestätigen.

Das Problem am papierlosen Büro:
Kaum einer macht das richtig und viele Gesetze und Verordnungen machen es zu einem Krampf.

Realstory aus einem Praktikum:

Bestellungen in Exceltabelle erstellen.
Tabelle ausdrucken.
Email an Händler schicken.
Email ausdrucken und abheften.
Empfangsbestätigung ausrucken und abheften.
Versandbestätigung ausdrucken und abheften.
Lieferschein kopieren und abheften.
Empfangsbestätigung per Mail senden, ausdrucken und abheften.
Empfangsbestätigung der Mail ausdrucken und abheften.

8 Blatt Papier.

Ohne Email wären es nur
Bestellung.
Gesprächsnotiz über Eingang und Verstand.
Lieferschein.

4 Blatt Papier.


Als ich diesen Vorgang miterlebt habe, habe ich angefangen an der Realität zu zweifeln.
:unknown:
 
Zuletzt bearbeitet:
Da sag noch einer, die Digitalisierung würde Jobs kosten. ;)
 
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