[VIDEO] Für Elise - verschiedene Stile

Und der Oscar für die beste Kamera geht an...

"Für Elise in Different Tastes - Maan Hamadeh".


Nicht nur, dass der Kameramann das Objektiv zielsicher auf die uninteressanteste Stelle der Szenerie richtete, nein, er verstand es auch dem trostlosen leeren Gang im Bild durch gezieltes Schrägstellen der Kameraperspektive eine scheinbar momentane Relevanz zu verleihen, die dem Zuschauer dessen spätere Bedeutsamkeit schon zu Anfang des Films vermittelt.
Vermeintlich zufällige - dem ungeschulten Auge mögen sie wie Verwackler vorkommen - Kameraschwenks machen durch ein geschliffenes Timing die innervierende Wirkung der Musik auf das desinteressiert-apathisch wirkende Publikum quasi erlebbar.

Der raffinierte Einsatz stilistischer Mittel wie "Köppe abschneiden", "Kamera auf den Boden richten", "Zoom ohne Sinn" und schließlich "dusseliges Zwischenrufen" machen den Kandidaten zum verdienten Preisträger bei dieser Verleihung.




tl;dr: Was für ein dilettantischer Kameramann!
 
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