Ich hätte die Geschichte dem Anwalt mal so erzählt: Wäre es vorteilhaft für mich, wenn ich kurz angehalten hätte, der Unfallgegner aber weiter gefahren war. Nach einer Minute hatte ich mich soweit beruhigt, dass ich weiter fahren konnte. Da weder etwas vom anderen Unfallbeteiligten zu sehen war noch mir etwas passiert ist bin ich, möglicherweise noch unter Schock, nach Hause gefahren. Ich war noch ziemlich durch den Wind und konnte zum Unfallgeschehen kaum etwas sagen. Ich wollte den Vorfall daher am nächsten Morgen der Versicherung melden und mich um die Reparatur kümmern. Chancen, dass der flüchtige Fahrer identifiziert wird habe ich mir nicht ausgerechnet.
Am nächsten Morgen habe ich mich dann entschlossen, den Vorfall doch besser bei der Polizei zu melden.
Ein Rechtsanwalt hilft dir, die wenigen belegbaren Fakten zu einer gut verkäuflichen Geschichte zu formen. Das Formen des Narrativs funktioniert aber nur, wenn du zuerst bei der Polizei warst. Der Anwalt darf nicht direkt beim Lügen helfen, man muss die Fragen daher passend stellen...