Dieses lieferte 3.5V, statt gewünschter 2V.
Kann es sein, dass du da Strom (A = Ampere) und Spannung (V = Volt) vermischt hast? Die Nutzung eines 2-V-Netzteils für eine Festplatte, die üblicherweise 5 V oder bei einer 3,5-Zoll-Festplatte sogar 12 V benötigt, wäre sehr ineffizient. Üblicherweise sind das daher auch 5-V-Netzteile bei 2,5-Zoll-Festplatten (sofern sie nicht eh ausschließlich über USB versorgt werden) oder 12-V-Netzteile bei 3,5-Zoll-Festplatten. Laptops werden üblicherweise mit 19 oder 20 V versorgt, jedenfalls praktisch immer mit mehr als 12 V. Die höhere Spannung kann durchaus zur Zerstörung führen. Der angegebene höhere Maximalstrom des Laptop-Netzteils in A ist hingegen unerheblich, ein zu kleiner Wert würde auch bloß das Netzteil überlasten. Das ist nichts anderes als bei einem PC-Netzteil, dort werden die Maximalströme üblicherweise auch nie erreicht. Oftmals sind die Netzteile bei Selbstbau-Systemen sogar völlig überdimensioniert, sodass sie zumindest im Leerlauf des Rechners vielleicht gerade mal 10% des Maximalstroms liefern müssen.
Ich geh als Laie optimistisch davon aus, daß nun "nur" der Controller kaputt ist, aber ganz trau ich der Sache halt nicht.
Da der Controller kaum direkt aus den mutmaßlichen 12 V gespeist wird, dürfte der eher überlebt haben. Dazwischen dürfte ein Spannungsregler stecken, der meist auch eine deutlich höhere Eingangsspannung verkraftet und dann bloß heißer wird, als normal. Der gängige LM7805 ist z. B. bis 25 V spezifiziert. Da Spannungsregler oft auch eine thermische Begrenzung haben, sollte der Chip dahinter eigentlich von dem falschen Netzteil völlig unbeeinflusst sein. Kritischer dürfte es bei der Festplatte selbst sein, denn diese bekommt die 12 V direkt durchgereicht und gemäß ATX-Spezifikation ist nur eine Spannungstoleranz von ±5% zulässig. Die Spannung von dem Laptop-Netzteil wird deutlich darüber liegen. Ich halte eine Beschädigung der Festplatte daher für durchaus plausibel. Selbst wenn sie zunächst noch funktioniert, würde ich nicht darauf vertrauen, dass sie keinen Schaden genommen hat, der sich erst später zeigen wird.
Wenn ich die nun intern anschließe, besteht eine Gefahr, daß was am Rechner kaputtgeht?
Prinzipiell ist das Risiko eher gering. Ein PC-Netzteil ist bedingt kurzschlussfest und schaltet sich dann ab. Im schlimmsten Fall verschmort dir dort der Anschlussstecker etwas. Kritischer ist wohl ein anderer Fall: Ich selbst habe es noch nicht erlebt, aber mir der Fall von einem Bekannten bekannt, bei dem eine defekte Festplatte wohl irgendwie unter Rauchentwicklung eine zu hohe Spannung auf die Datenleitungen gelegt hat und dadurch den ATA-Controller in der Southbridge eines Mainboards zerstört hat. Der Rat, die Festplatte zunächst mal ohne Datenkabel anlaufen zu lassen und auf ungewöhnliche Erhitzung von den Komponenten auf der Platine zu prüfen, ist daher sicherlich nicht verkehrt. Nach Möglichkeit eine (Schutz-)Brille tragen, vorgeschädigte Bauteile können durchaus durch hohe fließende Ströme explodieren. Wenn das ohne Auffälligkeiten bleibt, wäre die Nutzung eines alten Mainboards oder einer anderen USB-Bridge sicherheithalber auch nicht verkehrt.
Maximal hat es bei der Aktion den Controller des Gehäuses erwischt.
Da würde mich aber die Argumentaton interessieren, immerhin müsste sie meiner Argumentation entgegenstehen.