[Netzwelt] EU-Parlament beschließt Gesetz zur Netzneutralität

Mit deutlicher Mehrheit wurde seitens des EU-Parlaments das Gesetz zur Netzneutralität beschlossen.
Aktivisten und einige Internetunternehmen versuchten bis zum Schluss diverse Abgeordnete davon zu überzeugen, gegen das umstrittene Gesetz zu stimmen. Diese Bemühungen blieben jedoch fruchtlos.

 
Aktivisten und einige Internetunternehmen versuchten bis zum Schluss diverse Abgeordnete davon zu überzeugen, gegen das umstrittene Gesetz zu stimmen. Diese Bemühungen blieben jedoch fruchtlos.
Kleiner Tipp fürs nächste mal. Kohle, Koks und/oder Nutten anbieten, denn sonst verpuffen auch die besten Argumente.
 
Als Tausch gegen günstiges (kein?) Roaming. Die verlorenen Einkünfte durch Roaminggebühren müssen jetzt durch Verträge mit yt, netflix, spotify und $contentanbieterXYZ reingeholt werden (Wäre doch schade wenn euch die Kunden wegrennen weil die Videos ruckeln, oder nicht Netflix?). Am Ende zahlt doch nur wieder der Kunde. Nichts gewonnen aber Netzneutralität verloren. Ein schlechter Tausch für uns.
 
Das ging ja schnell




Irgendwie ist für die Telekom alles ein "Spezialdienst" was nicht Mailen und Surfen ist.

Warum braucht es diese Spezialdienste im Netz? Das Internet ist vielfältig und bringt Dienste hervor, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Das fängt bei Videokonferenzen und Online-Gaming an und geht über Telemedizin, die automatisierte Verkehrssteuerung und selbststeuernde Autos bis zu vernetzten Produktionsprozessen der Industrie.

Ja, bis eben wusste ich garnicht was Online-Gaming überhaupt ist, muss demnächst wohl neu rauskommen. Alles Neuland hier.

Aber gut, dafür sparen wir bald die Roaminggebühren :T
 
Ah, da war Abul schneller...

Die Überschrift des Spiegels finde ich sehr aussagekräftig.
Netzneutralität: Telekom plant Internet-Maut

Kaum hat das Europaparlament die Netzneutralität eingeschränkt, nutzt die Telekom die Chance auf Profite: Anbieter, die eine besonders gute Übertragungsqualität wünschen, sollen künftig zahlen.

Die ausländischen Datenpakete werden einfach so durch deutsche Leitungen gesendet, ohne, dass dafür gezahlt wird. Also, so gehts echt nicht weiter.
Das nennen wir Ausländermaut und schon ist jeder Deutsche dafür. :D
 
Das ist mal wieder ein gefundenes fressen für unsere geliebte Telekom.
 
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  • #7
Wenn ich mir die Argumentationen so ansehe, so gehört der Höttges wohl auch zu den special needs. :m
 
Real-Life Satire vom Feinsten:



In Zukunft wird es eben auch die Möglichkeit geben, einen Dienst für ein paar Euro mehr in gesicherter Qualität zu buchen. Qualitätsdifferenzierung ist keineswegs eine Revolution im Netz, sondern die natürliche Weiterentwicklung.

....

Gegner von Spezialdiensten behaupten, kleine Anbieter könnten sich diese nicht leisten. Das Gegenteil ist richtig: Gerade Start-Ups brauchen Spezialdienste, um mit den großen Internetanbietern überhaupt mithalten zu können. Google und Co. können sich weltweite Serverparks leisten, damit die Inhalte näher zu den Kunden bringen und die Qualität ihrer Dienste so verbessern. Das können sich Kleine nicht leisten. Wollen sie Dienste auf den Markt bringen, bei denen eine gute Übertragungsqualität garantiert sein muss, brauchen gerade sie Spezialdienste. Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent.

Und einen Tag später...

 
Die Gefahr eines 2 Klassen-Internets kann ich nicht erkennen.

Die Telekom macht in Zukunft allen Anbietern ein Angebot, daß sie nicht ablehnen können.
 
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  • #10
Klar. Dann bleibt für´n Endkunden ja im Zweifelsfall nix mehr übrig. Außerdem könnte es so passieren, dass sich der Breitbandausbau verlangsamt. Schließlich könnte man ja priorisierte Verbindungen buchen, wenn´s mal hängt. Ich persönlich war von Anfang an gegen diesen Beschluss und frage mich, was das Parlament geritten hat, so einen Mist zu verzapfen. Am Ende sitzen die doch auch im selben Boot. Scheiß Lobbyisten. :dozey:
 
Mann braucht auch noch einen griffigen Namen für das Marketing.
Schutzgeld wird es wahrscheinlich eher nicht.
 
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