[Entertainment] Etwa 100 Entlassungen bei Aeria Games nach Übernahme durch Gamigo

Aeria Games, die Spielefirma der ProSiebenSat.1 Media SE, wurde Ende Mai 2016 an Gamigo verkauft. Beide Firmen sprachen hierbei von einer "strategischen Zusammenführung". Nun sollen rund 100 Mitarbeiter entlassen werden.
Bei der gemeinsamen Pressekonferenz zur Übernahme erklärte man, dass man "substantielle Synergie-Potenziale erschließen" wolle. Was damit letztendlich gemeint war, wird nun deutlich: Rund 100 der 160 Mitarbeiter der Aeria Games in Berlin sollen entlassen werden.

Gamigo begründete diesen Schritt damit, dass man im "schwierigen und von internationalem Wettbewerb geprägten Games-Markt die Weichen auf Wachstum und Profitabilität" stellen wolle.


Bild: Aeria Games Logo, gemeinfrei, via
Quelle:
 
Werden halt billigere Kräfte oder Studenten, die ein Praktikumsplatz suchen, eingestellt. So einfach ist das. Und nicht nur bei Gamigo.
 
Die sind echt gut darin laufende Firmen an den Rande des Ruins zu bringen.
 
Tja passiert halt so etwas... Entlassungen sind heute an der Tagesordnung und erst recht nach Firmenübernahmen.

Warum sind Online-Games Unsinn?
 
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  • #8
Tja passiert halt so etwas... Entlassungen sind heute an der Tagesordnung und erst recht nach Firmenübernahmen.

Das stimmt soweit sicher, da gebe ich Dir recht. Das Außergewöhnliche dabei ist jedoch, dass Gamigo Aeria Games erst Ende Mai übernommen hat. Und wenn man dann mal eben 62,5% der Mitarbeiter rauswirft, spricht das schon Bände...
 
Das stimmt soweit sicher, da gebe ich Dir recht. Das Außergewöhnliche dabei ist jedoch, dass Gamigo Aeria Games erst Ende Mai übernommen hat. Und wenn man dann mal eben 62,5% der Mitarbeiter rauswirft, spricht das schon Bände...

Ja die feine Art ist das ganz sicher nicht da gebe ich dir voll und ganz recht allerdings sieht die Realität etwas anders aus.

Nun kenne ich nicht den gesamten Ablauf was hier geschehen ist und werfe mal etwas in den Raum:

Betriebsübergang: Ein Jahr Schonfrist / gesetzliche Informationspflicht


Gleich ob Übernahme oder Unternehmensverkauf, Ausgliederung, Ausgründung oder Outsourcing – rechtlich handelt es sich in aller Regel um einen Betriebsübergang, der unter § 613a BGB fällt.

Weil du etwas von Ende Mai schreibst müsste diese Regel ja hier greifen. Theoretisch. Wenn jemand besser informiert sein sollte so schreibe er jetzt oder möge für immer schweigen.

--- [2016-07-04 16:36 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Geht es denn eigentlich in diesem Artikel nicht darum einfach nochmal ein kleinen Seitenhieb gegen Gamigo auszuteilen? Ich weis um die Geschichte Gamigo und einigen Leuten hier. Nur frage ich mich ob man das nötig hat nach all der langen Zeit? Sitzt der Hass gegen Gamigo immer noch so tief? Warum lässt man nicht Geschichte Geschichte sein?
 

Ist schon richtig so.
Allerdings weiß man nicht, was für Verträge die Mitarbeiter haben. Oft haben die ja Zeitverträge, deren 2-Jahres/3x-Verlängerungsregel
durch einige Tricks unterlaufen werden. Wenn die Firmen das im Vorfeld schon ausgelotet haben, hat man nur wenig Chancen.

Bei einem Betriebübergang ist ja die damalige Lücke, also der Teil des Gesetzes, der Kündigungen zuließ, geschlossen worden.

Diesmal haben sie das ja wohlweislich anders formuliert. Der Spruch: zur alten Stärke zurückführen ist so ein Running-Gag geworden,
das haben sie sich wohl nicht noch mal getraut. :D
 
Sind halt Heuschrecken - kaufen, runterwirtschaften, weiterziehen

wie verdient man damit Geld?

Normalerweise indem das gekaufte Unternehmen Leistungen vom Käufer in Anspruch nimmt, die für diesen kaum oder keinen Aufwand bedeuten, die ggf. auch nie geleistet werden und dabei sämtlichen Besitz an den Käufer überträgt.
Zum Beispiel könnte sich Gamigo künftig um Kundenakquise für Aeria Games kümmern. Aeria Games bezahlt diese Dienstleistung natürlich bereitwillig trotz völlig überzogener Preise bei keiner nennenswerten Gegenleistung (z.B. "ein Werbebanner auf Gulli.com für 5000 Euro / Monat"). Ggf. finden auch Übereignungen statt. Zum Beispiel kümmert sich Gamigo künftig um die Verwaltung von Inventar/ Bürofläche, Buchführung etc. von Aeria Games. Als Gegenleistung findet dann eine Übereignung der vorhandenen Infrastruktur statt. Irgendwann treibt man Aeria Games auf diese Weise in die Insolvenz. Als haftungsbeschränktes Unternehmen ist die Haftung auf Aeria Games beschränkt, während Gamigo nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Ist Aeria Games nicht als haftungsbeschränktes Unternehmen aufgestellt, kann man auch einen Strohmann einsetzen, der dann den Kopf hinhält.
Wenn man das einigermaßen geschickt abwickelt, geht dieses zumindest eine Zeit lang Gebaren gut.
 
Oder man involviert das aufgekaufte Unternehmen in das eigene, produziert weiter, hat neue Arbeitskräfte, die billiger sind und macht weiterhin Gewinn oder es dient als Abschreibung, dass man nicht so viele Steuern zahlen muss.

100 Mitarbeiter ist eine überschaubare Anzahl. Da gibt es bei anderen Fusionen ganz andere Dimensionen an Entlassungen. Mal abwarten, wie viele rausgeworfen werden, wenn z.B. die Schonfrist bei der Übernahme von Kaisers Tengelmann abgelaufen ist.
 


Klar sind das viele. Aber man weiß ja auch nicht, ob das jetzt alles Festangestellte sind (IMO wohl eher nicht) oder Praktikanten, Zeitarbeiter, Leute mit Zeitverträgen... Der Artikel gibt halt nicht viel her.

Es ist nur bekannt, dass das ganze Marketing Team entlassen wird. Man hat halt eigene Marketing Leute. Wie viele das jetzt aber aus diesem Bereich sind, die da gehen dürfen, ist nicht bekannt.
 
100 Mitarbeiter bei einem Durchschnittsgehalt von 1800€ (aus der Luft gegriffen) sind auch mal eben 180.000€ im Monat. Das ist kein Pappenstiel.

Und die 75.000€ im Monat, die die jetzt ALG2 bekommen, natürlich auch nicht. Mal davon ausgehend, dass die alle nicht direkt einen Job finden.

Online-Games sind Unsinn...

Du meinst Browsergames, oder? Dann bin ich voll bei dir. Gibt trotzdem noch Leute, die sowas spielen und einen Haufen Geld für Microtransactions ausgeben.
 
100 Mitarbeiter bei einem Durchschnittsgehalt von 1800€ (aus der Luft gegriffen) sind auch mal eben 180.000€ im Monat. Das ist kein Pappenstiel.

Und die 75.000€ im Monat, die die jetzt ALG2 bekommen, natürlich auch nicht. Mal davon ausgehend, dass die alle nicht direkt einen Job finden.



Du meinst Browsergames, oder? Dann bin ich voll bei dir. Gibt trotzdem noch Leute, die sowas spielen und einen Haufen Geld für Microtransactions ausgeben.


Naja fast...eigentlich ist es ein bissi mehr solltest du jetzt das Einsparpotenzial seitens des Arbeitgebers meinen. Denn da kommt noch bissi mehr obendrauf. Ich kenne jetzt nicht die neusten Zahlen so im etwa müsste das hinkommen.

Krankenversicherung 7,3 Prozent
Beitrag zur Arbeitslosenversicherung 1,5 Prozent des Bruttoarbeitslohnes.
Der Beitrag zur Rentenversicherung beträgt seit Januar 2009 unverändert 9,95 Prozent,
Beitrag zur Pflegeversicherung 0,975 Prozent des Bruttolohnes

So werden Lohnnebenkosten berechnet
Die Berechnung der Lohnnebenkosten ist relativ einfach und erfolgt im Dreisatz:

Stundenlohn multipliziert mit dem Prozentsatz des Arbeitgeberanteils dividiert durch 100.
Bei einem Stundenlohn von 15 Euro sähe die Rechnung folgendermaßen aus:
15x7,3:100 = 1,095.
Der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung beträgt somit aufgerundet 1,095 Euro pro Stunde.

Berechnet man den Arbeitgeberanteil nach dem Bruttomonatsgehalt wird ähnlich verfahren.

Beträgt das Bruttogehalt beispielsweise 1.800Euro (1.800x7,3:100=131,4), beläuft sich der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung auf 131,40Euro

Also kommen wir auf 1.931,40€
Das macht dann auf 100 Angestellte 193.140€
Immerhin eine Differenz von 13.140€


Ich hoffe auch das er die BrowserGames meint!!!
 
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