[Politik und Gesellschaft] Erster Todesfall nach Lungenproblemen: Sind E-Zigaretten verantwortlich?

e-cigarette-1301664_640.jpg Nachdem in den USA immer mehr Menschen mit ungeklärten Lungenproblemen auftauchen, besteht der Verdacht, dass möglicherweise E-Zigaretten dafür verantwortlich sind. Bei allen bekanntgewordenen Fällen konsumierten die Betroffenen E-Zigaretten.
Nun ist am vergangenen Donnerstag die erste Person an den Folgen einer "schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung" im Krankenhaus verstorben, wie das Gesundheitsministerium im Bundesstaat Illinois bekanntgab.

Wie der Direktor des Centers for Disease Control and Prevention (CDC, Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention) erklärte, werde dadurch deutlich, dass E-Zigaretten keineswegs harmlos seien, da beim Verdampfen Substanzen freigesetzt werden, deren Auswirkungen nicht bekannt sind.

Seit Ende Juni gibt es laut CDC nun insgesamt 193 derartige Erkrankungen in 22 US-Staaten. Allerdings ist bislang nur bekannt, dass alle Betroffenen E-Zigaretten konsumiert haben, ein bestimmtes Produkt wurde bislang nicht gefunden. Seitens der Gesundheitsbehörde FDA wurden Proben aus verschiedenen Bundesstaaten auf ihre Bestandteile untersucht. Viele Opfer mit Lungenerkrankungen hatten demnach wohl THC-Liquids geraucht. Allerdings ist bislang nicht klar, wie viele THC-Konsumenten es unter den Betroffenen gab.

In Deutschland gibt es bislang keine bekannten Fälle. Lungenärzte schließen ähnliche Vorkommnisse jedoch nicht gänzlich aus.



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Wieso sollte da ein Unterschied zu Tabakrauchen sein. Da war mir nie was zu heiß an den Lippen, dennoch hieß es, es würden durch die Hitze die Flimmerhärchen geschädigt.
 
Wieso sollte da ein Unterschied zu Tabakrauchen sein. Da war mir nie was zu heiß an den Lippen, dennoch hieß es, es würden durch die Hitze die Flimmerhärchen geschädigt.

Ich rauche sowohl als auch und meine Einschätzung ist, dass beides von der Hitze/Nichthitze in einer Liga spielt.
 
Dazu fällt mir gerade ein, wie heiß ist denn eigentlich der Dampfstrom beim Dampfen?
Selbst wenn es nur Wasser wäre, besteht nicht eine Gefahr durch die Temperatur für z.B. die Flimmerhärchen?

Wenn der Rauch/Dampf heiß genug wäre die Flimmerhärchen zu verletzen, hättest du vorher schon Verbrennungen am Mund.
Haare halten locker 80+ Grad aus, während Mund und Lippen schon bei 50°C-60°C anfangen zu schmerzen.

In Kurz: Du verbrennst dir eher die Mundhöhle als die Flimmerhärchen.
 
Da hab ich oft eklig husten müssen bei 80°+.
Wobei das Stoffgemisch was wir da einatmen was anderes ist als dichter Dampf oder Rauch.

100° Wasser fühlt sich auch anders an der Haut an als 100° Aerosol (hab ich das Wort hier richtig benutzt?) in der Sauna.
 


Flimmerhärchen haben aber nichts mit Haaren zu tun, sondern sind bewegliche Ausstülpungen der Zellmembran, gut 100 mal feiner als ein feines menschliches Haar.

Ich habe in der Schule gelernt, daß Rauchen die Flimmerhärchen zerstört und habe da auch noch Temperatur als Stichwort im Kopf. Falls die nichts damit zu tun hat,kann ich nicht sagen, ob ich das falsch abgespeichert habe oder ob das zu den vielen Dingen gehört, die man falsch gelehrt bekommen hat, entweder durch Unfähigkeit der Lehrperson oder einfach auf Grund dessen, daß man damals einen anderen Kenntnisstand hatte. Ist ja schon etwas her.
 
@Herr Jemineh: Dann hast du sicher auch gelesen, dass die Wissenschaftler explizit einen Dryhit produziert haben, und diesen auch aus den Rechnungen rausgenommen haben. Sie haben sich also sehr wohl in den entsprechenden Rahmenbedingungen aufgehalten, und das ist jetzt unabhängig davon, ob ich dampfe oder sie. Lang genug scheinen sie sich doch damit beschäftigt zu haben, und mal ganz ehrlich: Dampfen und die Umstände dazu sind jetzt kein Hexenwerk zu lernen - das kriegen auch die Dümmsten hin.
 
@KaPiTN:
Ne du hast schon recht, dass die Flimmerhärchen durchs rauchen geschädigt werden,
dass ich das mit Kopf-Haaren verglichen hab war auch dumm/falsch, weil es wirklich keine Haare sind.

Die Schädigung kommt hauptsächlich durch die Schwebstoffe im Rauch,
also Teer, Ruß und sonstiger Rotz.

Die Flimmerhärchen stellen unter Rauchbelastung temporär die Arbeit ein,
daher sammelt sich der Schleim und wird entweder abgehustet oder dann nachts ohne Belastung abtransportiert.
(Deswegen hat man als Raucher häufig morgens den Schleim im Hals)

Das ist einer der Gründe warum sich umsteiger so schnell besser fühlen.
Unabhängig davon wie Schädlich Liquids nun sind, es ist unbestreitbar das sie weniger Schwebstoffe als Rauch enthalten.
Das der "Raucherhusten" und der "Schleim" nach wenigen Tagen verschwinden und man dadurch wesentlich besser atmen kann,
ist eines der ersten Symptome der besserung, die man an sich selbst merkt.

Das ist keine Aussage über andere Schädlichkeiten der Liquids.
 
Ich habe nie "alle" gesagt. Die meisten dieser Art "Studien" kommen allerdings aus den USA. Und das mit Sicherheit nicht ohne Grund.
Und natürlich gibt es das Thema "Finanzierung" an jeder Forschungseinrichtung. Und da muss man bei dieser Art der Studien einfach mal schauen, wer da was finanziert hat.
Ein schönes Beispiel hat der Kapitän geliefert. , ist schon oft durch seine kreative Auslegung von Messwerten und auch Befragungen aufgefallen und zufällig wurde sein an der öffentlichen University of California in San Fransisco geführtes Institut (Center for Tobacco Control and Education) durch Gelder von Johnson & Johnson eingerichtet. Glantz hat bereits mit Johnson & Johnson eng zusammengearbeitet (und Gelder angenommen), bevor er zum Leiter des Instituts berufen wurde. Der Pharmariese Johnson & Johnson ist der größte Hersteller von Nicorette Produkten und damit ein direkter Konkurrent der E-Zigarette.
Und jetzt mal eins und eins zusammenzählen.

Ähnliches kann man übrigens zu vielen anderen Studien in diesem Bereich herausfinden. Aber die Forscher arbeiten natürlich alle höchst professionell und nein, es werden keine Ergebnisse lanciert...

Stanton Glantz ist übrigens noch nicht einmal Mediziner, sondern Ingenieur. Und nein, ich habe nicht BWL studiert. Wobei jetzt bestimmt eine Menge BWLer über deine Frage in diesem Kontext begeistert sind.
 
@Herr Jemineh: Ja, dass Studien immer mal wieder Unregelmäßigkeiten aufweisen, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass einige davon auch gut bezahlt werden, um die "richtigen" Ergebnisse zu liefern, auch. Insofern ist die Einrichtung von Forschungsinstituten durch Konzerne auch sehr kritisch zu betrachten, da gebe ich dir voll recht.

Du hast J&J angesprochen - sehr lustig. Klar sind die daran interessiert, dass ihre Nicorette gut läuft, wenngleich da das Geschäft mit dem Heroin/Opium ganz andere Gewinnmargen abwirft. Weißt du, in welche Forschungsinstitute seit Jahrzehnten richtig Geld gebuttert wird? In solche, die Zigaretten und deren Ersatzprodukte als Unschädlich darstellen. Und das von Firmen, deren einziges Produkt eines aus dieser Richtung ist.

Angestoßen hat die Diskussion über Lungenprobleme übrigens das CDC, das ist die Seuchenschutzbehörde. Das Letzte, was die machen, ist gegen die Industrie zu wettern, das wäre so, als würde das Kraftfahrtbundesamt VW die Zulassung entziehen wegen Abgasschummeleien. Und die FDA, die Gesundheitsbehörde, war kurze Zeit später auch im Boot. Auch die sind nicht dafür bekannt, besonders schnell zu reagieren (man denka an dieser Stelle an die Opioidkrise in den USA und die allgemeine Tendenz, schon bei einer leichten Verstauchung gleich Schmerzmittel zu verschreiben).

Es war also nicht die Industrie, die hier den Stein ins Rollen gebracht hat, auch nicht über die Bande von Forschungsinstituten. Es waren gut finanzierte Behörden, deren Finanzierung zumindest im Bereich des CDC sogar aus dem Militär kommt, das in den USA wirklich nicht am Hungertuch nagt.

So, und du kritisiertst jetzt eine Studie, ohne die Umstände zu kennen, sofort als methodisch schlecht, weil du dir anhand der Leistungsfähigkeit des Akkupacks zusammenspinnst, dass die ständig im Dryhit gearbeitet haben, obwohl sie mehrfach betonen, dass jegliche Veränderungen im Gebrauch sofort zum Austausch der Bestandteile geführt haben, und sogar mehrfach gezielt einen Dryhit provoziert haben, um die entsprechenden Anzeichen auch am Messgerät zu erkennen.

Vor dem gesamten Hintergrund ist deine Kritik mindestens als "interessant", wenn nicht als ziemlich fragwürdig zu bezeichnen.
 
Weißt du, in welche Forschungsinstitute seit Jahrzehnten richtig Geld gebuttert wird? In solche, die Zigaretten und deren Ersatzprodukte als Unschädlich darstellen. Und das von Firmen, deren einziges Produkt eines aus dieser Richtung ist.

Nenn doch mal Namen.

Angestoßen hat die Diskussion über Lungenprobleme übrigens das CDC, das ist die Seuchenschutzbehörde. Das Letzte, was die machen, ist gegen die Industrie zu wettern...

Gegen die Pharmaindustrie mit Sicherheit nicht. Die zahlt nämlich gut. Genau wie große Teile der Tabakindustrie.
 
Danke, aber ich meinte eigentlich Firmen, deren einziges Produkt eines aus dieser Richtung ist.
Hätte das klarer schreiben sollen.
 
Willst Du jetzt diskutieren welche Tabakkonzerne vielleicht noch andere Sparten haben? So als Nebelkerze?
 
Sicher, die finanzieren ja auch massiv die Streßforschung. Wenn es der Streß ist (sein soll), der die Herzinfarkte und den Krebs verursacht, dann lenkt das von den Risiken des Tabaks ab.
 
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