[Technik] Erst Chrome, nun Firefox - Nur noch signierte Add-ons erlaubt!

Schon seit einer Weile dürfen im Google Chrome Browser keine Plugins mehr verwendet werden, die nicht im Chrome "Plugin" Store vorhanden sind. Somit war es nun nicht mehr möglich, Add-ons wie den YouTube Unblocker usw. zu benutzen. (Siehe dazu folgende Quelle: ) Diesen Weg geht nun auch der Open-Source Browser Firefox!

In Zukunft soll es nur noch möglich sein, Plugins mit einer Signatur installieren zu können. Eine Option, die diese Begrenzung abschaltet ist nicht vorgesehen. Durch die Offenheit der Add-ons konnte zwar viel positives und innovatives geschrieben werden, jedoch war es für die "bösen Jungs" ziemlich einfach Malware einzubauen oder dem Nutzer Werbung einzublenden. Deshalb entschloss man sich, für die Sicherheit des Users, in Zukunft nur noch signierte Add-ons installierbar zu lassen. Man versucht nun dieses System im Quartal 2/2015 einzubauen (Wahrscheinlich Firefox Version 39).

Quelle: |
 
Meh.

Für den "normalen DAU" mag das die richtige Entscheidung sein, aber das nicht abschaltbar zu machen finde ich nicht gut, habe mehrere addons, die ich nicht über "offizielle" Wege beziehe.




Vlt solltest du explizit erwähnen, dass alternative Vertriebswege, abseits von AMO, weiterhin möglich sind und nur das signieren erzwungen wird, das ist imho durch chrome Referenz nicht ganz klar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass Google alle Benutzer und Entwickler an den Store binden will, wundert mich nicht. Wenn ich sehe wieviele Leute irgendwelche Ask Toolbars oder seltsamste Searchengines unfreiwillig in ihren Browsern installiert haben, denke ich, dass der Grundgedanke sicherlich ein guter ist.

Zumindest dürfte man aber bei Mozilla begriffen haben, dass es auch Addons gibt, die man nicht vertreiben sondern für eine geschlossene Gruppe (zB firmenintern) verwenden möchte. Somit soll man die Möglichkeit haben, Addons von Mozilla signieren zu lassen und dann selbst zu verbreiten, ohne dass sie im Store landen.

However, we believe that forcing all installs through our distribution channel is an unnecessary constraint. To keep this balance, we have come up with extension signing, which will give us better oversight on the add-ons ecosystem while not forcing AMO to be the only add-on distribution channel.

In Nightly und Developer Builds wird es auch weiterhin möglich sein, unsignierte Addons zu installieren.

Installation of unsigned extensions will still be possible on Nightly and Developer Edition, as well as special, unbranded builds of Release and Beta that will be available mainly for developers testing their extensions.

Ein Ansatz, wie es derzeit bei Android ist, wo Benutzer wählen können ob Installation aus "nicht vertrauenswürdigen Quellen" erlaubt ist, wäre imho die beste Lösung.

Dass man mit so einem Store-Zwang weit daneben hauen kann, hat Microsoft bei der Einführung von Metro Apps auf Window$ 8 gezeigt. Ein Kunde hat mich damals beauftragt eine Anwendung für MS Surface für seine Mitarbeiter zu entwickeln. Mit dem Assistenten in Visual Studio hat es nichteinmal einen Tag gedauert die erste Version der Anwendung zu schnitzen. Danach war es aber unmöglich die App auf die Surfaces der Mitarbeiter zu installieren, ohne den Weg über den Store zu gehen. Anders als bei Apples Appstore gab es (zumindest damals) keine Möglichkeit einen privaten Bereich im Microsoft Store zu erstellen um die firmeninterne Anwendung nicht an JEDEN zu verteilen.
Der einzige Umweg wären Sideloading Lizenzen gewesen, die es aber nur im Bundle zu 100 Stück (fuer etwa 3000 Euro) gegeben hat. Der Kunde wollte natürlich nicht 100 Lizenzen kaufen, wo er A.) die Anwendung selbst finanziert hat und B.) nur 18 Mitarbeiter mit der Software ausrüsten wollte. Es gab auch keine Möglichkeit die restlichen Lizenzen an einen anderen Kunden weiter zu verkaufen, da die Bundles nicht getrennt werden konnten.
Am Ende haben wir die Metro Anwendung eingestampft, alles für Android neu geschrieben und statt der 18 Surface Notebooks einfach 18 Android Tablets angeschafft.
 
Das ist Chrome ist aber auch nur in der Windows version so und kann umgangen werden in dem man die Dev Version nimmt. Sonst gibts da auch noch so ein paar Umwege wie Addon entpacke und dann neu selbst builden und so ein Käse. Aber eigentlich ne Unverschämtheit, dass man das nicht auf normalem Wege deaktivieren kann. Genauso das Chrome keine Option hat die History zu deaktivieren ist mehr als bescheuert.
 
Gerade das "Ich entwickel mir ein eigenes Addon weil ich etwas für den Spezialfall brauche" ist einer der größten Punkte die gegen so eine Reglementierung spricht. Dev-Builds hin oder her, aber du hast es schon angesprochen: Wenn ich das jetzt wo auf einem Gerät laufen lassen will wo ich nicht einen Dev Build draufklatschen kann müsste ich über irgendwelche Lizenzierungsgeschichtl drüber gehen. Das macht so nicht wirklich einen großen Sinn.

Mal schauen ob sie da nicht zurückrudern und die "Sie versuchen etwas aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle zu Installieren!" Option wählen.
 
Ich denke, die Signaturpflicht ist für den Normal-Benutzer von Vorteil. Erfahrene User können Forks von Firefox oder die Nightly-Version nehmen, dort ist diese nicht implementiert.

Allerdings weiß ich nicht, wie sich dies auf die Entwickler auswirkt. Aber wenn ich zu Chrome blicke, scheint dies ja auch zu funktionieren.

Das größte Problem dürften die Addons sein, die nicht mehr gepflegt oder weiterentwickelt werden aber aktuell noch funktionieren. Diese werden wohl komplett ausfallen.

Für mich persönlich sehe ich (noch) keine Probleme aufkommen, da ich keine exotischen Addons verwende.
 
Firefox wird immer mehr Chrome. Leider. Bei jeder News über den Firefox denke ich wieder darüber nach, den Browser zu wechseln, doch es gibt bisher keine in Frage kommende Alternative.

Wenn ich sehe wieviele Leute irgendwelche Ask Toolbars oder seltsamste Searchengines unfreiwillig in ihren Browsern installiert haben, denke ich, dass der Grundgedanke sicherlich ein guter ist.
Ja, vor allem wenn die Searchengines noch von Malware installiert wird. Wobei da das Kind sowieso schon in den Brunnen gefallen ist. Das ist der einzige Grund, der imho dafür spricht.

Dennoch sollte es für den Endnutzer zumindest eine Option geben, damit man diese Sperre auch umgehen kann. Ich habe hier 1-2 Addons, die nicht signiert sind und die auch niemand jemals signieren wird, folglich sind diese dann für mich in Zukunft nicht mehr nutzbar.

Erfahrene User können Forks von Firefox oder die Nightly-Version nehmen, dort ist diese nicht implementiert.
Ich würde gerne eine ganz gewöhnliche Stable-Version des Firefox nehmen und gerne auf irgendwelche dubiosen Fremdquellen verzichten.
 
Forks sind oft hinten dran mit den Updates und Nightlies sind eventuell nicht so stabil. Wobei ich persönlich mit letzeren noch keine Probleme hatte.
 
Firefox wird immer mehr Chrome. Leider. Bei jeder News über den Firefox denke ich wieder darüber nach, den Browser zu wechseln, doch es gibt bisher keine in Frage kommende Alternative.
Ich finde Firefox trotzdem noch besser. Du kannst dich ja im Bugtracker beschweren oder eine Mail schreiben, das wird bei Mozilla eher ernst genommen als bei Google. Vielleicht schickst du noch ne 10€-Spende mit ;)
 
Was man Chrome (Chromium, Iron) halt lassen muss, er ist um Welten schlanker als Firefox. Während ich im Chrome bereits 5 Tabs offen hab und das kaum Auswirkungen auf seinen Speicherhunger hat, ist der Firefox noch dabei hunderte Megabytes in den Arbeitsspeicher zu schaufeln. Ist natürlich überspitzt aber man spürt den unterschied oft deutlich.
Auch die Developer Tools für responsive Design etc., die in den vergangenen Monaten im Chrome dazugekommen sind, lassen für Webentwicklung wirklich kaum etwas zu wünschen übrig und lassen sich ebenso "smooth" bedienen.

Ich halt es dennoch so, dass ich Chromium nur für trusted Sites verwende, auf denen ich mich auch in irgendeiner Form anmelde (zB das Forum hier). Irgendwie vertrau ich dem Browser (auch seinen Forks) nicht wirklich; ist aber wahrscheinlich Esoterik. Firefox (mit Aluhut-Konfiguration) verwende ich für "normales" Browsen auf random Sites.
 
Was man Chrome (Chromium, Iron) halt lassen muss, er ist um Welten schlanker als Firefox. Während ich im Chrome bereits 5 Tabs offen hab und das kaum Auswirkungen auf seinen Speicherhunger hat, ist der Firefox noch dabei hunderte Megabytes in den Arbeitsspeicher zu schaufeln. Ist natürlich überspitzt aber man spürt den unterschied oft deutlich.

Sicher? Bei mir braucht der Firefox weniger Speicher. Seit Version... 33 war es glaube ich. Vielleicht noch mal testen ;)

EDIT: Relevant:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist auch meine Erfahrung. Chrome braucht doch einiges mehr an Speicher als FF. Aber sonst ist die Performance besser und vor allem stirbt der Browser nicht jedes mal halb wenn man irgendwo ein Video oder andere Multimediainhalte laufen hat.
 
Ist auch meine Erfahrung. Chrome braucht doch einiges mehr an Speicher als FF. Aber sonst ist die Performance besser und vor allem stirbt der Browser nicht jedes mal halb wenn man irgendwo ein Video oder andere Multimediainhalte laufen hat.

Das ändert sich mit der Multiprozessarchitektur, die bald kommen soll, auch. Hoffentlich nicht wieder zu mehr RAM...
 
Im Gegensatz zu chrome soll Electrolysis, Codename der Multiprozessarchitektur der gecko platform, nicht zich Prozesse raus rotzen sondern verwendet einen Prozess zum rendern und einen Main Prozess, stirbt ersterer weg, kann er einfach neu gestartet werden.
Das ganze bekommt auch ne Sandbox.

Nicht ganz so flexibel wie bei chrome, aber benötigt auch weniger resourcen.


Zur Angleichung von firefox an chrome:
Die Veränderungen der Oberfläche sind sicherlich (teilweise) fraglich, aber die unter der haube sind schlicht logische schritte und wären auch ohne Chrome früher oder später gemacht worden.
Firefox hat hier schlicht den Nachteil, das weniger Ressourcen vorhanden sind und das der code ursprünglich für einen anderen use case ausgelegt wurde weshalb es ein wenig hinterherhinkt.
 
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