Erfahrungen mit Couchsurfing

War-10-ck

střelec
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Hat einer von euch schon Erfahrungen mit Couchsurfing gemacht?

Ich denke das sollte jedem ein Begriff sein, ich kann es dennoch auf das wichtigste zusammen fassen:
Man bietet seine Wohnung Reisenden als Unterkunft an ohne dabei entsprechend eine (finanzielle) Gegenleistung zu erwarten. Normalerweise geht es dabei um den kulturellen Austausch, neue Bekannte bzw. Freunde zu machen und günstig zu reisen.
Entsprechend kann man das ganze natürlich auch umgedreht machen und bei jemandem Fremden übernachten.

Wie steht ihr so dazu? Hättet ihr Bedenken jemanden in Eure Wohnung zu lassen? Was haltet ihr von der Idee generell? Schon Erfahrungen damit gemacht?

Ich habe mir vor ca. 1 Monat einen Account auf der Couchsurfing-Website angelegt und bis jetzt drei "Surfer" bei mir gehostet. Ich fand es jedes Mal sehr spannend was man an Stories erzählt bekommt und welche Menschen man so kennen lernt. Kann es nur jedem weiter empfehlen. Wen es interessiert, es gibt auch ein paar interessante Kurzdokumentationen bzw. Berichte darüber auf Youtube.
 
Sollte sich doch mittlerweile rumgesprochen haben
macht mein Cousin in Paris und er hat sagen wir mal keine schlechten Erfahrungen biher gemacht. Ich war selbst dort bei ihm zu Besuch und habe seine "2t" Wohnung direkt übernommen von jungen Gästen aus Südamerika, die soweit weg waren von Randale, wie Erdogan von Demokratie. Also mit airbnb ist man da auch ein wenig abgesichert
 
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  • #3
Für airbnb brauchts aber eine seperate Wohnung oder?
Zumal man da ja so wie ich das verstanden habe keinen wirklichen Kontakt zum Host hat.
 
AirBnb ist doch aber immer mit Geld oder? Ist ja ein ganz anderes Geschäftskonzept. Ich selber hab AirBnb gemacht, war ganz geil da günstig im Vergleich zum Hotel, Couchsurfing aber noch nicht. In meinem Alter (:D) ist mir das zu Wild - bzw. Ok es muss ja nicht immer ne Couch sein. Leute lernt man aber sicherlich ne Menge nette kennen. Ob ich jetzt jemanden in meine Wohnung lassen würde? Vom Prinzip klar, allerdings siehts da oft eher Couchsurfing ungeeignet aus :D
 
Das ist natürlich ein Ansporn. Trotzdem müsste ich dann immer sämtliche grüne Pracht weg räumen usw. Aber bei dem Publikum wo das macht ist es wohl eh egal :D

Für airbnb brauchts aber eine seperate Wohnung oder?
Bei AirBnb kann man imho auch einzelne Zimmer usw. vermieten. Allerdings halt immer für Geld.
 
Ich sehe das Problem ein Stück weit darin, dass auf Dauer die Chance steigt, jemand Kriminellen abzubekommen, der einen beklaut oder schlimmeres. Oder wie sieht da die Absicherung aus?
 
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  • #8
Da gibts keine Absicherung bis auf den normalen Menschenverstand. Wenn mir jemand verdächtig vorkommt schmeiß ich ihn halt wieder raus. Klar passieren kann immer mal was, genauso kann ich aber auch auf der Straße überfallen werden... no risk no fun, zumindest sehe ich das so. ;)
 
So isses, dich zusammenschlagen und ausrauben kann man auch ohne viel Ankündigung indem man einfach klingelt und dich absticht sobald du aufmachst. Keine aufwändige Vorbereitung nötig.
 
Ich sehe das Problem ein Stück weit darin, dass auf Dauer die Chance steigt, jemand Kriminellen abzubekommen, der einen beklaut oder schlimmeres. Oder wie sieht da die Absicherung aus?

Bis auf Google Maps und man tauscht ja erst die Adress-Daten aus nachdem man sich darauf verständigt ob man couchsurft, woher soll der potentielle Couchsurfer - das ist eine aktive Community btw. mit sehr akkuraten Leuten - denn wissen ob es sich lohnt genau bei dir den großen Raubzug durchzuführen.

Die kennen sich unter anderem auch weil die auch Partys veranstalten wo (zukünftige) Couchsurfer und Hoster sich treffen und kennenlernen, generell und man auch bewerten kann wie ein Host ist und so weiter. ;)
 
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  • #11
Eben genau auch noch das was theSplit geschrieben hat. Wichtig bei dem ganzen sind die Bewertungen der User, da kann man sich schon ein ganz gutes Bild von dem oder derjenigen machen die da kommen.
 
Ich meine airbnb ist aus dem Couchsurfing Gedanke entstanden und hat sich heuer zu einem Portal entwickelt. Es gibt aber sicher Seiten die den ursprünglichen Couchsurfing Gedanke aufgreifen und, und das ist nicht verkehrt, vermitteln
 
AirBnB und Couchsurfing vergleichen = Äpfel und Birnen. AirBnB ist ausschließlich gegen Geld, und häufig wohnen die Besitzer nicht dort (zumindest nicht, während die Wohnung gelistet ist).

Meine Freundin und ich sind jetzt seit ca. einem Jahr als Gastgeber bei Couchsurfing eingetragen, und wir haben mit einer Ausnahme ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Da wir in einer touristisch sehr beliebten Region Neuseelands wohnen, in der es gleichzeitig aber verhältnismäßig wenige Gastgeber gibt, kriegen wir zwischen drei und zehn Anfragen pro Woche; tatsächlich annehmen tun wir Leute nur ein- oder zweimal im Monat, da es doch recht stressig wird, wenn Leute nahezu täglich ein- und ausgehen (insbesondere wenn man eine nur kleine Wohnung hat). Wir hatten z. B. schon:

Einen Rumänen, der per Anhalter auf Weltreise war, um aus seiner Komfortzone auszubrechen;
Eine Französin, die sich ein zweites Leben in Australien aufgebaut hat und nun endlich mal das „Nachbarland“ besucht;
Oder aber einfach nur eine von den gefühlt eine Millionen deutschen Mädels, die nach dem Abi dem "Working Holiday"-Trend nach Neuseeland/Australien/Kanada gefolgt ist.

Die eine negative Erfahrung war ein Amerikaner (was sonst...), der nur über sich selbst reden konnte und eine Weltumrundung mit dem Zweck gemacht hat, zuhause damit angeben zu können. Unangenehm, aber Probleme hat er keine gemacht.

Ich selbst war vor ein paar Monaten in Neuseelands Hauptstadt Wellington und habe bei einem Einheimischen genächtigt, seine Freunde und Eltern kennengelernt und hatte generell eine gute Zeit - so wie bisher immer :T

Vielen Skeptikern ist es unangenehm, fremde Leute in ihre Wohnung zu lassen: Kann ich verstehen. Aber man sieht ja vorher das Profil der Leute, existierende Bewertungen, und dann kann man mit gesundem Menschenverstand entscheiden (vor narzisstischen Typen wie oben beschrieben schützt das natürlich nicht). Die Chance, jemanden reinzulassen der einem dann was kaputt macht/stiehlt oder ähnliches, ist meines Erachtens ähnlich hoch wie die eines Einbruchs. Ich jedenfalls werde auf meiner ganz eigenen "Weltreise" überwiegend couchsurfen und fremde Kulturen tatsächlich kennenlernen, anstatt für gammelige Hotels zu bezahlen :cool: (Klar, wahrscheinlich nicht jeden Tag. Aber überwiegend.)

Abschließend würde ich noch sagen, man sollte nicht nur Couchsurfing.com im Blick haben, sondern auch die anderen Portale: Ich habe sowohl bei Ersterem als auch BeWelcome.org ein Profil, und bei Zweiterem kann man sich wenigstens halbwegs sicher sein, dass die als nicht-kommerzielle Organisation nicht die privaten Daten abschöpfen, so, wie es CS.com wahrscheinlich tut - außer der freiwilligen Verifizierung haben die ja meines Wissens keine andere Einnahmequelle, und das als Incorporated...
 
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