Erfahrungen mit Acronis True Image? Alternativen?

Raubsau

NGBler
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Hallo,

ich möchte gern sowohl mit Windows 7 als auch mit Mac OS X inkrementelle Backups anlegen.

Zu Windows:
Es sind eigentlich einige Dateien, die sich ständig ändern, geschätzt 500 Stück / Tag mit ca. 1 GB Gesamtgröße.
Ich möchte die Möglichkeit, im Falle eines Systemfehlers/Plattencrash möglichst schnell den letzten Systemstatus wiederherstellen. Das Backup soll die Dateien nach der Delta-Methode sichern, 1 GB differenziell wäre bei einer 1 TB Platte noch zu verkraften (also ca. 2 Jahre Backups).

Zu Mac OS:
TimeMachine funktioniert ja ganz gut, wenn man eine gelöschte Datei wiederherstellen möchte - ABER:
Die Backups werden riesengroß, wenn man mehrere zig GB große Dateien (z.B. Windows 7-VM: 40 GB) hat. Einmal starten - und schon sind beim nächsten TimeMachine-Backup 40 GB weg. True Image ist anscheinend auch für Mac OS X verfügbar, und scheint mir genau zu meinen Anforderungen zu passen.

Hat jemand Erfahrung mit Acronis True Image? Lässt sich ein Windows-Image schnell wiederherstellen? Was bringt mir die beste Backup-Strategie, wenn ich hinterher nicht an meine Daten komme...

Bei beiden Systemen brauche ich eine DAU-/Set&Forget-Lösung, oder was wirklich einfaches.

Eure Gedanken und Anregungen, bitte! :T

Raubsau
 
Mit Acronis kann auch eine Notfall-CD erstellt werden (Sollte man auf jeden Fall machen)
mit der kann man dann nach einem Totalausfall booten und das Image auf eine neue HDD/SSD schreiben.

Aber wenn sich 500 Dateien am Tag ändern, sollte auf andere Lösungen wie Raid-Systeme zurück gegriffen werden.
Bei einem Raid-6 Verbund (min. 4 Platten) können 2 Platten zeitgleich verrecken ohne Datenverlust.

Dazu eventuell ein automatisches Backup-System mit einem DLT-Streamer.
(Man kann es auch auf die Spitze treiben)

Jeden Tag 1GB Daten von Hand sichern?:eek:
 
Dazu eventuell ein automatisches Backup-System mit einem DLT-Streamer.
(Man kann es auch auf die Spitze treiben)


DLT? Sicher nicht, eine veraltete Bandtechnologie.

Wenn Band, dann LTO. Aber ein LTO-Autoloader, DAS wäre dann wirklich auf die Spitze getrieben. :D


Zurück zum Thema:

ACRONIS ist eigentlich ganz gut. Mich stört aber, dass Acronis Backup immer mal abbricht, statt weiterzumachen, nur weil eine einzelne Datei nicht gesichert werden kann. Oder ich hab noch nicht herausgefunden, wie man das steuert.

Image-Wiederherstellung geht auf jeden Fall und da stimme ich Cybercat voll zu, dass man dazu die Notfall-Boot CD erstellen sollte.

Ich nutze, außer einem Server-Raid-1 (Spiegelung) noch die Datensicherung auf eine Synology-NAS, ebenfalls mit RAID-1.
Gesichert wird zusätzlich auf einem LTO-2 Streamer. Aber halt vorwiegend nur die Daten, eigene Fotos und Videos, etc.
Meinen Arbeitsplatz-PC sichere ich per Acronis Backup Workstation - mit guter Zufriedenheit - von obiger Ausnahme abgesehen.
 
Mit Acronis True Image hatte ich schon öfters mal Probleme. Vor allem wenn ich z. B. mit Version X gesichert habe und mit Version Y (aktuellere Version) wiederherstellen wollte. Das Problem ist kein Einzelfall, aber auch nicht die Regel. Münzwurf lässt grüßen.

Unter Windows ist aktuell bei vielen ziemlich beliebt.
 
Oder ich hab noch nicht herausgefunden, wie man das steuert.

Den mal versucht?

ti_badp9p8o.gif


:cool: Cee ya, CCS
 
Danke für den Tipp, lag aber glaube ich nicht daran.
Sondern eher, weil offene Dateien nicht geschlossen werden konnten. Vor allem, so eine temporäre Datei, muss die vielleicht mal ausschließen.
 
Ich habe bisher immer Paragon Backup & Recovery in der Free Version verwendet. Reichte völlig aus.
Lässt einen problemlos Backups aller Platten anlegen, welche sich dann über ne bootfähige "Rettungs CD/DVD/USB-Stick" die/den man mit Paragon erstellt, wiederherstellen lassen.

Nun war Acronis True Image HD bei ner SSD als Dreingabe mit dabei. Habe es mal installiert, aber ich weiß noch nicht ob ich das behalte...
Der ganze Freischalt/Serial HeckMeck und nachher gibt es kaum Mehrwert gegenüber Paragon...
 
Imagelösungen sind so eine Sache ... besonders mit Acronis.
Sie sind unkomfortable, auf Hardware beschränkt, brauchen viel Platz, du brauchst meistens die Software, mit der du die Images angefertigt hast und sie wiederherzustellen ... sehr grausam.

Beim Backup würde ich auf Automation und aktuelle Dateisysteme setzen.
Anstatt auf Images, setze auf ein System, welches dir deine Plattform automatisch konfiguriert.

Da dir die Daten wichtig sind, sollte ECC-Ram in deiner Storagelösung wichtiger sein, als RAID. Dateiintegrität ist mMn. wichtiger als Redundanz. Beide Punkte sollte natürlich in einer Storage-Appliance berücksichtigt werden.

E://
Erfahrung zu Acronis. Schlecht. Kann sich das Cliente nicht selbst besorgen und dafür zu bezahlen ist noch blöder. Da muss man gar nicht zu Verzweiflung kommen, man kann gleich was gescheites machen.
Wie Clonezilla. Einmal als Server aufgesetzt, bestimmte Parameter angegeben und automatisieren dann passt's.
Aber Images sind wie gesagt nur eine Art Sachen zu speichern. Früher oder später sollte man davon weg, weil die Umgebungsplattform nicht konstant bleiben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dazu eventuell ein automatisches Backup-System mit einem DLT-Streamer.

Bei über 1200€ für ein brauchbares Einsteiger-Bandsystem von der simpelsten Sorte der ideale Tipp. :T

Da dir die Daten wichtig sind, sollte ECC-Ram in deiner Storagelösung wichtiger sein, als RAID.

Absolut nicht, denn bei einem Speicherfehler schmiert die Kiste oder das betroffene Programm einfach nur ab. Im schlimmsten Fall kauft man sich einfach einen neuen Speicherriegel. Wenn dir die Platte abraucht sind die Backups futsch. Ein Festplattenausfall ist um ein vielfaches wahrscheinlicher als ein Defekt eines Arbeitsspeichers. Datenkorruption durch Paritätsfehler mögen in der Theorie möglich sein, halte ich aber für ein vernachlässigbares Risiko.

Die Idee mit Acronis und den inkrementellen Backups ist eigentlich schon nahe am Optimum. Mit dem Planer ein tägliches Backup einrichten was wie gewünscht nur die geänderten Daten sichert. Acronis legt automatisch eine chronologisch sortierte Liste an über die du mit einigen wenigen Klicks deine Daten zum gewünschten Datum zurückstellen kannst. Mit der integrierten Komprimierung lässt sich auch noch eine Menge Speicherplatz sparen. Komplette Systembackups lassen sich mit der Recovery CD zurückspielen.
 
Bei über 1200€ für ein brauchbares Einsteiger-Bandsystem von der simpelsten Sorte der ideale Tipp. :T

Ich weiß ja nicht wie wertvoll die Daten für den TS sind:unknown: Dazu gab es ja keine Hintergrundinfos.
In unserer Firma haben wir mehr als das 10fache davon ausgegeben für Backupsysteme und noch zusätzlich 2 Silent Cubes. (revisionssicher, zertifiziert u.a. nach GDPdU, GoBS, RöV)
 
Aber ihr habt sicher keinen DLT-Streamer.
:D

Im Übrigen muss man auch die Datenmenge, den Wert der Daten und die Betriebsgröße betrachten. 12.000 Euro sind für eine kleine Firma oder eine Kanzlei nicht wenig und nach meiner Erfahrung sind die meisten nicht bereit, so viel Geld (zzgl. Wartung und Unterhalt) in die Hand zu nehmen.
 
Ich hatte mir der Software von Acronis nie Probleme, ich hab sogar noch einige XP Backups hier, mit SP2 die ich schon langem an die Seite gelegt hatte für alle Fälle.
Probleme mit dem zurückspielen bzw. erstellen der Images hatte ich bisher damit auch nicht erlebt.

Norton hatte vor Jahren mal etwas herausgebracht, Norton Ghost. Das hatte aber scheinbar auch keine Probleme gemacht. Ich glaub schon das solche Software ihren Wert hat und auch verwendet werden kann, wenn man denn nur einen Rechner damit wiederherstellen muß - wie es allerdings aussieht wenn die Images mit Rechnern auf anderer Hardware hergestellt werden, das ist dann wohl Sache des Betriebssystem. Also 2ter Rechner, Laptop et cetera.
 
Hatte *früher* auch immer Acronis benutzt, bis ich mir mal ein korruptes Image einspielte. Danach nie wieder. :coffee:
 
Datenkorruptionen hatte ich mit Acronis noch nie, dafür aber mit Norton Ghost SEHR häufig. Warum auch immer hat Norton Ghost beim Restore des Backups schreibend (?!?) auf die Daten zugegriffen. Insbesonders wenn man mit der Live-CD eine Systemwiederherstellung mit einem Image von einer USB-Platte starten wollte hatte man eine gute Chance dass das Programm das Image killte. Die Abwärtskompatibilität von Acronis ist auch sehr gut, wobei ich aber erst seit ~3 Jahren mit dem Programm arbeite. So gibt es zB. beim Zurückspielen von einem Image das mit Acronis 2012 erstellt wurde keine Probleme mit Acronis 2015.
 
Datenkorruptionen hatte ich mit Acronis noch nie, dafür aber mit Norton Ghost SEHR häufig.

Wenns nur Daten gewesen wären. Es war aber leider die Systempartition. Übelster BSOD den ich je hatte. Fast in die Hosen geschissen, da ich natürlich grad am Musik hören war. Ganz kranker Sound. :coffee:
 
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  • #16
Jetzt kommt ja echt Leben in den Thread :D

Ich habe mit Acronis mal getestet, was geht (selbstverständlich nicht am Live-System).

Das Gerät ist ein Macbook, mit einer Mac OSX-Partition und einer Windows 7 Partition, per Bootcamp eingerichtet. Die Mac OSX-Partition und die "Daten" darauf sind relativ egal, die Windowspartition ist das wichtige. Ich habe ATI 2015 ein "Image" der gesamten SSD (nur eine verbaut) machen lassen, also inkl. MBR und allem, was anklickbar war. Da war auch die Mac OSX-Partition dabei.
Beim Rückspielen per Live-Boot-Stick hat es keinerlei Fehlermeldungen gegeben, dafür ging dann beim nächsten Anschalten sofort die Wiederherstellugn los (das, was beim Mac kommt, wenn man einfach alles von der Platte inkl Partitionstabelle löscht).

Absoluter Fehlschlag, würde ich sagen. Aus Zeitgründen konnte ich "nur Windows sichern und wiederherstellen" nicht testen.

Ich denke, dass ich mit CloneZilla ähnliches erleben würde, außerdem ist das keine Set & Forget-Lösung, sondern für den normalen Nutzer ein Ärgernis mit dem Rumgeboote.

Ich werde mal noch die Mac-Version von Acronis True Image testen und berichten.

Streamer usw. schön und gut (viel zu teuer, 1 bis 2 externe Platten müssen reichen), aber welche Software soll ich dafür denn benutzen? Die ist der Knackpunkt.
 
norton ghost hatte ich auch mal, war so 2000 wo ich drauf gekommen bin, dass es sowas wie imageprogramme gibt. kurz danach bin ich zu acronis gewechselt und geblieben. größere fehler hatte ich nie, aber gab auch versionen welche man lieber übersprungen hätte. wie zum beispiel neue version konnte image von alter nicht öffnen usw. bzw. alle images waren verschwunden. aber seit fünf jahren oder so keinerlei probleme. die 2015er version kann man vergessen. die 2014er läuft gut.

also ich hab aber kein raidsystem oder so. halt nur die acronis secure zone.
 
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moin, ich hab gute erfahrung mit easeus gemacht, die bieten eine free version , die mir bis dato super dienste geleistet hat.
 
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