Was mich an der Sache stört, daß das Problem als medialer Hype zelebriert wird, ohne das das Problembewußtsein gestärkt wird.
Es passiert nämlich nicht das, was hier angedeutet wird, daß Gretchen etwas bewegt.
"Es geht darum, Bewusstsein für die Dringlichkeit zu schaffen"
Das kann ich so unterschrieben und habe es in einem anderen Thread auch so vertreten. Da habe ich darauf hingewiesen, daß es um das Bewußtsein geht, nicht um Anteil an der globalen CO₂ Ersparnis.
Aber das Bewußtsein entsteht nur, wenn der einzelne sich (auch)seines eigenen CO₂ Einflusses bewußt wird und sich überhaupt mit den Fakten beschäftigt.
Dieses "Wir lieben Greta" und "Wir sind die Jugend und retten die Welt" ist so sinnvoll, wie vor 30 Jahren, als man sich toll fand, weil man irgend eine 'Rettet Afrika-Single' gekauft hat. Wir sind eine Welt.
Wo war der Nutzen ist da die geringere Frage, aber wo ist da ein Bewußtsein erwachsen?
Eben.
Was mich noch an diesem ganzen Brimborium triggert, ist das Verständnis von Wissenschaft.
Da wird leichtfertig in den Raum geworfen, die Wissenschaft würde etwas sagen. Dann folgt aber keine Begründung, sonder daß "irgend eine große Zahl" von Wissenschaftlern hinter dieser These/Behauptung stehen würden.
Aber Wissenschaft ist nicht demokratisch. Da geht es nicht um Meinungen.
Wenn jemand Zweifel hat, oder einfach unsicher ist, gerade als Laie, dann darf er nicht als Leugner abgewatscht werden. Er hat das Recht auf Argumente und Zehntausend anderer sind der gleichen Meinung ist kein Argument.